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Kleben

Weniger Ressourcenverbrauch und mehr Sicherheit

Greenland Seafood produziert in seinem Werk an der Jade-Bucht in Wilhelmshaven täglich 1,3 Millionen Fischgerichte für den Tiefkühlbereich (TK). Die Produktion läuft dabei in drei Schichten rund um die Uhr. „Es war uns deshalb sehr wichtig, dass die laufende Produktion durch die Umstellung nicht gestört oder verzögert wird“, sagt Ralf Eichtmayer, Operations Manager, Greenland Seafood. „Dass am Ende alle elf Linien tatsächlich, wie vorab geplant, innerhalb von zwei Wochen ohne Produktionsausfälle umgestellt waren, ist vor allem ein Verdienst der Experten von Henkel. Das Team hat von Anfang an akribisch gearbeitet und dabei alle Projektteilnehmer mitgenommen – von den Vorbereitungen, über den Austausch der alten Anlagen bis hin zur Inbetriebnahme der neuen Systeme.“

Der Technomelt Supra Klebstoff sorgt verlässlich für eine gleichbleibende Qualität. (Foto: Henkel)
Der Technomelt Supra Klebstoff sorgt verlässlich für eine gleichbleibende Qualität. (Foto: Henkel)

Ausgangssituation und erste Schritte

Lars-Erik Hartmann, Technical Sales von Henkel, erinnert sich: „Vor der Umstellung arbeitete Greenland Seafood mit weniger effizienten EVA-Schmelzklebstoffen, die händisch in die Tanks der Klebstoffauftragsgeräte gefüllt werden mussten. Für die Modernisierung wurden Ziele definiert, die optimierte Maschinenlaufzeiten vorsahen sowie einen geringeren Aufwand für Wartung und Reinigung. Gleichzeitig sollten eine höhere Arbeitssicherheit, Energieersparnisse, eine höhere Sicherheit beim Verschließen der TK-Verpackung, eine verbesserte Produktsicherheit und ein insgesamt nachhaltigerer Abpackprozess erreicht werden.“

Einer der wichtigsten Schritte in der Anfangsphase des Projekts war die genaue Analyse des von Greenland Seafood verwendeten Verpackungsmaterials. Die Spezialisten von Henkel ermittelten so den optimalen Klebstoff für die gewünschten Anforderungen. Im Oktober 2015 führte ein gemeinsames Team von Henkel und Greenland Seafood die ersten Tests inklusive Klebstoff-Verbrauchsmessung im Wilhelmshavener Werk durch. Im Dezember wurde mit Nordson ein potenzieller Lieferant der Klebstoffauftragsgeräte als dritter Partner in die Praxistests eingebunden.

Sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit Lars-Erik Hartmann, Technical Sales von Henkel, und Ralf Eichtmayer, Operations Manager von Greenland Seafood. (Foto: Henkel)
Sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit Lars-Erik Hartmann, Technical Sales von Henkel, und Ralf Eichtmayer, Operations Manager von Greenland Seafood. (Foto: Henkel)

Umsetzung mit Pro Blue Liberty und Technomelt Supra

„Das Pro Blue Liberty System von Nordson ist ein geschlossenes, automatisiertes System mit einer exakten und zuverlässigen Dosieranlage. Als geschlossenes System bietet es erhöhte Arbeitssicherheit, da die Mitarbeiter nicht mehr mit dem heißen Klebstoff in Kontakt kommen können“, erklärt Lars-Erik Hartmann von Henkel. Zudem spare man während der Produktion wertvolle Energie und Zeit, da das händische Nachfüllen des Klebstoffs und das Kontrollieren des Füllstands entfalle. „Der Klebstoff wird automatisch ‚on demand’ aufgeschmolzen. Das bedeutet, dass nur die tatsächlich benötigte Menge an Klebstoff erhitzt werden muss.“

Beim Klebstoff fiel die Wahl auf Henkels Technomelt Supra. „Die Technomelt Supra Hochleistungs-Hotmelts sind äußerst effiziente Polyolefin-Klebstoffe, die speziell für den Verpackungsbereich entwickelt wurden. Sie liefern eine sehr schnelle und exzellente Verbundfestigkeit und zeigen eine herausragende Flexibilität bei Kälte sowie eine hohe Hitzebeständigkeit. Und es gibt weitere, nachhaltige Vorteile.“

Nachhaltige Effizienz

Die hohe Thermostabilität des Klebstoffs sorgt für eine gleichbleibende Qualität, da dieser selbst bei längeren Verweilzeiten im System nicht zu Verkokungen und Vercrackungen neigt. Dies wiederum führt zu einer erhöhten Effizienz in der Produktion. Der Austausch und Bedarf an Ersatzteilen wird erfahrungsgemäß deutlich vermindert und Ausfallzeiten werden verringert.

„Ein bekanntes Problem bei konventionellen Verpackungslinien sind die Rückstände, die in Form von Verschmutzungen – zum Beispiel hervorgerufen durch Kartonabrieb, Verkokungen und Vercrackungen – durch einen nicht optimalen Klebstoff oder schlecht gewartete beziehungsweise schlecht laufendende Dosieranlagen entstehen können“, sagt Lars-Erik Hartmann. „Rückstände verursachen einen erhöhten Aufwand für Pflege und Wartung und führen nicht selten zu kostspieligen Produktionsunterbrechungen. Durch den Einsatz unseres Technomelt Supra Klebstoffs konnten wir dieses Problem komplett eliminieren. Rückstände gibt es nicht mehr. Ein echter Mehrwert, der sich sofort auszahlt.“ Ralf Eichtmayer von Greenland Seafood zeigt sich erfreut über das Ergebnis der Linienumstellung: „Wir haben mit den im März 2016 umgestellten Linien unseren Abpackprozess und die Qualität unserer Endprodukte deutlich und nachhaltig steigern können. Wir erreichen eine verbesserte Qualität bei mehr Sicherheit, sparen Energie, senken den Aufwand für Betrieb und Instandhaltung und brauchen am Ende 20 Prozent weniger Klebstoff als vorher.“

Für die Experten von Henkel war es nicht das erste Projekt dieser Art. Als weltweit führender Lösungsanbieter für Klebstoffe, Dichtstoffe und Funktionsbeschichtungen hat Henkel über die Jahre eine 360-Grad-Kompetenz aufgebaut, die von der Rohstoffauswahl über die Produktentwicklung, die Analytik und den technischen Kundenservice bis hin zur toxikologischen Bewertungen reicht. „Klebstoff ist das verbindende Element, bei fast jeder Verpackungsart. Durch seine Korrelation mit den verwendeten Materialien und Maschinen haben wir viel Expertise für den gesamten Prozess entwickelt. Die können wir an unsere Kunden weitergeben“, erklärt Lars-Erik Hartmann.

Entscheidend für den Erfolg sei aber auch, dass man alle Beteiligten zu einem Team zusammenschweißt, das partnerschaftlich zusammenarbeitet. „Bei der Kooperation mit Greenland Seafood hat das erneut hervorragend funktioniert. Unsere Ansprechpartner und die betreuenden Teammitglieder waren sehr kompetent und engagiert. Die Zusammenarbeit war ideal.“ Auch das Fazit von Ralf Eichtmayer, Greenland Seafood, fällt positiv aus: „Was uns bei der Zusammenarbeit mit Henkel besonders überzeugt hat, ist, wie transparent und gewissenhaft der Umbau vorab geplant, kommuniziert und dann auch umgesetzt wurde. Wir wussten von Anfang an, welche Ressourcen wann benötigt werden. Am Ende lief es genau, wie vereinbart. Und die Ergebnisse sprechen für sich.“

 

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Über Henkel
Henkel ist weltweit mit führenden Marken und Technologien in drei Unternehmensbereichen tätig: Laundry & Home Care, Beauty Care und Adhesive Technologies. Das 1876 gegründete Unternehmen hält mit rund 50.000 Mitarbeitern und bekannten Marken, wie Persil, Schwarzkopf oder Loctite, global führende Marktpositionen im Konsumenten- und im Industriegeschäft. Im Geschäftsjahr 2015 erzielte Henkel einen Umsatz von 18,1 Mrd. Euro und ein bereinigtes betriebliches Ergebnis von 2,9 Mrd. Euro. Die Vorzugsaktien von Henkel sind im DAX notiert.

Über die Firma
Henkel AG & Co. KGaA
Düsseldorf
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