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Industrie 4.0

In Sachen „Industrie 4.0“ sieht sich Bosch gut gerüstet

Dr. Stefan König (51) hat zum 1. Januar 2017 den Vorsitz des Bereichsvorstands bei Bosch Packaging Technology übernommen. König ist bereits seit 2011 Mitglied des Bereichsvorstands und verantwortet in dieser Funktion den Bereich Technik (Engineering, Fertigung, Qualität) sowie die Produktbereiche Confectionery & Food, Liquid Food und Montageanlagen und Sondermaschinen. (Foto: Bosch Packaging)
Dr. Stefan König (51) hat zum 1. Januar 2017 den Vorsitz des Bereichsvorstands bei Bosch Packaging Technology übernommen. König ist bereits seit 2011 Mitglied des Bereichsvorstands und verantwortet in dieser Funktion den Bereich Technik (Engineering, Fertigung, Qualität) sowie die Produktbereiche Confectionery & Food, Liquid Food und Montageanlagen und Sondermaschinen. (Foto: Bosch Packaging)

Und natürlich hat das Team um König auch die Nachhaltigkeit im Blick. Bosch Packaging Technology ist ein Geschäftsbereich der Robert Bosch GmbH und wurde 1974 gegründet. Durch organisches Wachstum und Akquisitionen ist dieser Bereich stetig gewachsen. Heute bietet der gesamte Geschäftsbereich unter der Dachmarke Bosch alle Linienkomponenten für Füll- und Verpackungsprozesse aus einer Hand. Mit Dr. Stefan König bleibt ein echter Boschianer in der Verpackungssparte am Ruder. Seit 1997 ist der Dortmunder bei dem Stuttgarter Unternehmen angestellt. Zur interpack wirbt Bosch mit dem Slogan „Erleben Sie sieben Messetage voller Innovationen!" In Düsseldorf zeigt das Team um König zahlreiche Neu- und Weiterentwicklungen in der Prozesstechnik, Primär- und Sekundärverpackung sowie verschiedene Industrie 4.0-Lösungen.

Mit der neuen Sigpack VPF (Vertical Platform Flat Pouch) – um ein Beispiel zu nennen – bringt Bosch die erste frei skalierbare Sachet Maschine auf den Markt, die auch in Sachen Industrie 4.0 punktet: Die Sigpack VPF kann mit der neuen Condition Monitoring Plattform von Bosch ausgestattet werden. Diese bietet Maschinenbedienern ein Softwareprodukt, das Zustandsinformationen zu einzelnen Maschinen, Gesamtlinien oder Prozessen in Echtzeit liefert. Anhand vordefinierter Warn- und Fehlergrenzen, wie etwa für Temperatur, Drehzahl oder Taktzeit, können Kunden Abweichungen dank effektiver Alarmierungsmechanismen erkennen und frühzeitig beheben. So lassen sich kostenintensive Maschinenstillstände vermeiden und die Maschinenverfügbarkeit erhöhen. Gerade über „Industrie 4.0" oder „Connected Industry" wird viel diskutiert. Bosch Packaging Technology kann dabei auf einen großen Fundus seines Mutterkonzerns verweisen und diesen auch gewinnbringend in der Verpackungsindustrie einsetzen und nutzen. „Wir können als prodzuierendes Unternehmen mit einer hohen Exzellenz im Bereich der Produktion auf viele Projekte im Bereich der Industrie verweisen, die uns beim Thema Industrie 4.0 einen gewissen Vorsprung bieten", betont König.

Die Vernetzung von Geräten und Systemen biete zunehmend eine nahezu unerschöpfliche Möglichkeit, Daten zu erfassen, zu speichern und auszuwerten. Der Maschinenbau stehe darum vor einer neuen Ära – und damit auch die Hersteller von Verpackungsmaschinen. Der Bereichsvorstand Packaging bei Bosch verweist auf die Deutsche Akademie für Technikwissenschaften (Acatech), die beispielsweise erwarte, dass in der digitalen Fabrik selbst Einzelstücke eines Tages nicht mehr kosten würden als heutige Massenware – dank Produktivitätssprüngen von bis zu 30 Prozent und ebenso großen Material- und Energieeinsparungen.

Bosch präsentiert innovatives HMI in Düsseldorf

Die Vernetzung in Verpackungsmaschinen bietet Kunden in der Pharma- und Foodbranche zusätzliche Chancen zur substanziellen Absicherung von Qualität und Steigerung der Produktivität. Auch davon können sich die Besucher der interpack auf dem Bosch-Stand überzeugen. „Mit den Management-Lösungen im Montage- und Konstruktionsumfeld von Bosch Packaging Technology wird künftig beispielsweise die Bedienung und Instandhaltung der Maschinen und Systeme deutlich einfacher", sagt König. Spezielle Sensoren, die mit dem Kontroll- und Wartungssystem der Fabrik vernetzt sind, erheben relevante Betriebsdaten – diese können analysiert und ausgewertet werden. Dadurch erfahre der Kunde schon früh, wann die Maschine einen Check brauche oder Teile ausgetauscht werden müssten. Überraschende Standzeiten – der Schrecken jeder Massenfertigung – reduzieren sich deutlich. Erforderliche Reparaturen erfolgen schneller, denn es ist bereits bekannt, welche Ersatzteile erforderlich sind. Technisch bedeutet dies mehr intelligente Automation, zusätzliche Sensoren, erweiterte Datenanalytik, innovative Human-Machine-Interfaces (HMI) und den Einsatz von neuer Hardware, also etwa Tablet-Computer auch in Produktion und zur Instandhaltung. Durch die Vernetzung entstehen neue Servicelösungen, die beispielsweise die Verfügbarkeit von Expertenwissen rund um den Globus verbessern, um Kunden schnell und effizient zu unterstützen.

Bosch setzt hier nach eigenen Angaben unter anderem hohe Standards in puncto Sicherheit von Remote Services (Bedienung, Diagnose oder Wartung per Fernzugriff). Durch Remote Service können die Spezialisten beispielsweise dem Bediener vor Ort klare Angaben machen, wie sich Fehlfunktionen schnell beheben lassen. So können ebenfalls Standzeiten reduziert werden, weil der Experte nicht erst eingeflogen werden muss. Zukünftig werden Kunden dank der Remote-Technologie von weiteren Services, wie etwa vorausschauender Wartung basierend auf einer Analyse von Daten, die über eine permante Zustandsüberwachung erhoben werden, profitieren können. Dahinter steht Condition Monitoring. Das bedeutet, dass der Zustand der Maschine stets überwacht wird, und somit präventiv eingegriffen werden kann, bevor eine Fehlfunktion oder eine Störung entsteht. „Allerdings können die Verpackungsmaschinenhersteller nur dann tiefgreifende Lösungen bieten, wenn die Endkunden bereit sind, maschinenbezogene Daten aus dem Fertigungsprozess zur Verfügung zu stellen", fügt König noch an

Für Sie entscheidend

Auf dem Weg zum Lösungsanbieter – Bosch Packaging Technology
Annähernd 6.200 Mitarbeitern arbeiten derzeit für Bosch Packaging Technology. An mehr als 30 Standorten in über 15 Ländern entwickeln und fertigen hochqualifizierte Fachkräfte Gesamtlösungen für die Pharma-, Nahrungsmittel- und Süßwarenindustrie. Ein umfassendes Service-Portfolio rundet das Angebot ab. Im Geschäftsjahr 2015 betrug der Umsatz 1,3 Milliarden Euro, das Ergebnis 2016 liegt auf vergleichbarem Niveau. Das Spektrum erstreckt sich von Füll-, Prozess- und Verpackungstechnik für pharmazeutische Produkte und Süßwaren bis hin zu Verpackungslösungen für Stück- und Schüttgüter im Nahrungsmittelbereich sowie für Produkte aus dem Bereich Gesundheit und Körperpflege. Referenzprojekte finden sich etwa bei Riegel-, Biskuit- und Kaugummiherstellern. Der Bereich Pharma ist weltweit führend in sterilen Füll- und Verpackungsprozessen und bei der Isolatortechnik. Das Leistungsangebot umfasst Einzelmodule und komplette Leistungspakete, kundenspezifische Systeme und Komplettlösungen, basierend auf einem ganzheitlichen Beratungs- und Projektwissen.

 

Über die Firma
Syntegon Technology GmbH
Waiblingen
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