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Flexibles Produktionsmodul für kleine Chargen

Ausgangspunkt der Entwicklung für die Idee eines Produktionsmodul war das Unternehmen Boehringer Ingelheim Pharma, das flexible Produktionslösungen für seinen US-Standort Fremont in Kalifornien suchte. Die Anforderung: ein sehr flexibles System, das es erlaubt, unterschiedliche Darreichungsformen, wie Fertigspritzen, Karpulen und Vials, mit unterschiedlichen Abfüllvolumina in einem Isolator zu produzieren, ohne wie bislang üblich, für jedes Applikationssystem eine eigene Abfüll- und Verschließmaschine fest mit eigenen Isolatoren installieren zu müssen.

Ein sehr flexibles und zudem platz- und zeitsparendes System für die Kleinchargenproduktion. Mehrere Komponenten können, je nach Anforderung, als Produktionslinie aneinandergereiht werden. (Foto: Bausch + Ströbel)
Ein sehr flexibles und zudem platz- und zeitsparendes System für die Kleinchargenproduktion. Mehrere Komponenten können, je nach Anforderung, als Produktionslinie aneinandergereiht werden. (Foto: Bausch + Ströbel)

Das Prinzip dieser neuen Lösung ist denkbar einfach durch die Kombination von verschiedensten Maschinenmodulen und flexiblen Isolatoren. Dabei wird das jeweilige Produktionsmodul – sei das nun eine Anlage zur Verarbeitung von Spritzen oder Karpulen im Nest, oder eine Füll- und Verschließmaschine für Vials – ganz einfach wie ein Arbeitstisch aus dem Isolator herausgefahren und durch ein anderes ersetzt.

Das Prinzip von Variosys denkbar einfach in der Anwendung: In einem speziellen Isolator, der die Produktion unter Bedingungen der Reinraumklasse A ermöglicht, können einzelne Produktionsmodule nach dem Lock-and-key-Prinzip eingebaut werden. (Foto: Bausch + Ströbel)
Das Prinzip von Variosys denkbar einfach in der Anwendung: In einem speziellen Isolator, der die Produktion unter Bedingungen der Reinraumklasse A ermöglicht, können einzelne Produktionsmodule nach dem Lock-and-key-Prinzip eingebaut werden. (Foto: Bausch + Ströbel)

Mögliche Module sind zum Beispiel: ein Produktionsmodul, das mit unterschiedlichsten Laborgeräten oder Halbautomaten ganz individuell nach Anforderung bestückt werden kann, ein vollautomatisches Produktionsmodul zum Füllen und Verschließen (KSF 5105) oder eine Produktionsmodul zum Verschließen (KS 4105) von Flaschen oder Vials mit einer maximalen Leistung von 3.600 Objekten pro Stunde sowie ein vollautomatisch getaktet arbeitendes Produktionsmodul zum Füllen und Verschließen füllfertig vorbereiteter Einmalspritzen, Vials oder Karpulen in Nestern und Tubs, das eine maximale Leistung von 4.200 Objekten pro Stunde hat (SFM 5105).

Auf der interpack wird außerdem ein Produktionsmodul zur Verarbeitung von Ampullen (AFV 5105) sowie ein Produktionsmodul zum Befüllen von Beuteln, entwickelt von B+S-Partner Harro Höfliger, zu sehen sein. Weitere Module sind denkbar für den Produktansatz, für die Durchführung von Sterilitätstests etc.

Für größtmögliche Flexibilität sorgen darüber hinaus zahlreiche unterschiedliche Dosiersysteme. So können hier zum Beispiel Peristaltikpumpen, ventillose Drehkolbenpumpen für Flüssigkeiten oder Schneckendosieraggregate für pulverförmige Produkte zum Einsatz kommen; auch die Verwendung von Single-use-Systemen ist problemlos möglich. Eine spezielle Luftführung im Isolator ermöglicht es außerdem, gefahrlos hochwirksame beziehungsweise toxische Produkte zu verarbeiten.

Das sichere und effektive Ein- und Ausschleusen von RTU-Material in beziehungsweise aus dem Isolator ermöglicht eine automatische Tub-Unpacking-Machine (TUM) oder die schnelle Schleuse Sara. Deren vom Isolator unabhängige vollautomatische Dekontamination erfolgt mit Wasserstoffperoxid (H2O2) und dauert im Schnitt nur etwa 15 Minuten.

Möglich ist zudem, verschiedene Variosys-Module in Linie zu schalten und sie mit einem Gefriertrockner der Firma GEA mit Reinigungsmaschinen und Sterilisiertunnel von Bausch + Ströbel zu kombinieren.

Anwender sind flexibler

Anwender sind nun in vielerlei Hinsicht flexibler. Zum einen ist es durch Variosys nicht mehr notwendig, in zusätzliche Reinräume und Schleusen zu investieren. Darüber hinaus sinken die Investitionskosten dadurch, dass jeder Isolator mit verschiedensten Modulen kombiniert werden kann.

Für einen Konzern wir Boehringer Ingelheim, dessen Standorte weltweit angesiedelt sind, ebenfalls wichtig: Das gesamte System ist in sich geschlossen, kann sehr einfach an einem anderen Standort aufgebaut werden – ohne lange Qualifizierungs- und Validierungszeiten. Da die Aufstellung in einem ISO7/Klasse C Reinraum erfolgen kann, ist es nach dem Prinzip Plug-and-play sehr schnell einsatzbereit. Durch die Standardisierung der Module sind zudem schnelle Lieferzeiten garantiert.

Für die Produktion kleinerer Chargen steht mit Variosys ein sehr platz- und zeitsparendes System zur Verfügung, das sich schnell umrüsten lässt, bei dem sich verschiedenste Komponenten ganz individuell kombinieren lassen und das zudem durch Erweiterungen leicht an geänderte Anforderungen angepasst werden kann – und das bei niedrigen Investitionskosten und dank Standardisierung geringem Qualifizierungs-beziehungsweise Validierungsaufwand. Ein entscheidender Vorteil, um mit Neuentwicklungen schnell auf dem Markt präsent zu sein.

 

Über die Firma
Bausch + Ströbel GmbH + Co. KG Maschinenfabrik Ilshofen
Ilshofen
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