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GEA: Berührungsloses Sauerstoffmesssystem OxyCheck für MAP-Verpackungen

Zerstörungsfreie MAP-Prüfung verspricht GEA mit dem OxyCheck. (Foto: GEA)
Zerstörungsfreie MAP-Prüfung verspricht GEA mit dem OxyCheck. (Foto: GEA)

Die Betonung liegt auf 100 Prozent: Jede einzelne MAP-Verpackung (MAP = Modified Atmosphere Packaging) wird nach dem Versiegeln im Thermoformer berührungslos durch den OxyCheck untersucht, ohne sie, wie bis dato üblich, mit einer Nadel zu zerstören.

Der Hintergrund: Heutzutage wird mehr als die Hälfte der im Handel angebotenen frischen Lebensmittel – Fleisch, Fisch, Geflügel, Obst und Gemüse, Back- und Süßwaren, Milchprodukte – unter Schutzatmosphäre verpackt. Dabei wird vor dem Versiegeln ein Gasgemisch aus Kohlendioxid und Stickstoff eingeleitet, um die Zersetzung der Produkte zu verlangsamen und damit ihre Haltbarkeit zu verlängern. Naturgemäß verbleibt ein geringer Anteil an Sauerstoff in der Verpackung, der allerdings einen Grenzwert nicht überschreiten darf, damit die Waren nicht frühzeitig verderben. Die Entwicklung übernimmt deswegen die Aufgabe, den Restsauerstoffgehalt direkt während der Produktion in der hauseigenen Tiefziehmaschine PowerPak zu überwachen.
Die GEA Technologie nutzt einen auf die Folieninnenseite gedruckten Sensorspot, der aus einem fluoreszierenden Farbstoff auf Polystyrol-Basis besteht. Ähnlich einem Indikatorstreifen verändert sich die Wellenlänge des Farbstoffs je nach Sauerstoffgehalt in der Verpackung. Sensoren im Thermoformer regen diesen Sensorspot an und lesen ihn aus. Dazu wurde eine spezielle Methode entwickelt, um die Lichtemission in Abhängigkeit von der Temperatur in Sauerstoffkonzentration umzurechnen. Das neue Messsystem beeinflusst weder Liniengeschwindigkeit noch Durchsatz des Thermoformers.

Ohne Einfluss

Der Unterschied zu den bisherigen Prüfverfahren liegt in der Menge der Kontrollen. Bislang wird der Sauerstoffgehalt in MAP-Verpackungen stichprobenartig – in der Regel bei weniger als 0,5 Prozent der produzierten Verpackungen – gemessen. Dazu werden sie aus der laufenden Produktion entnommen und mittels einer Sonde untersucht. Erfüllt eine Verpackung die Spezifikationen nicht, wird die Linie angehalten, die gesamte Produktion bis zum letzten Kontrolldurchgang vernichtet. OxyCheck hingegen arbeitet komplett berührungs- und zerstörungsfrei, weder das Produkt und noch das Material werden verschwendet. Zum anderen werden 100 Prozent der Produktion kontrolliert.

Der OxyCheck ist von der FDA freigegeben und entspricht den relevanten EU-Verordnungen für Material mit Nahrungsmittelkontakt. Die Flüssigkeit ähnelt dem Material, aus dem die Verpackungsfolien hergestellt werden. Die Sensoren arbeiten mit dem gepulsten LED-Licht, was sowohl für die Ware als auch für das Bedienpersonal unbedenklich ist. Das Verfahren beeinflusst weder die Zusammensetzung der Schutzatmosphäre noch den Packungsinhalt, teilt GEA mit. Zunächst für die horizontalen Thermoformer der PowerPak-Linie entworfen, wird GEA OxyCheck auch für andere MAP-fähige Maschinen als Sonderausstattung oder Nachrüstung erhältlich sein. In Zukunft bietet der Aussteller das System zudem für andere Anwendungen wie den vertikalen Thermoformer an.

Über die Firma
GEA Food Solutions Germany GmbH
Biedenkopf-Wallau
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