Verpackungsmaschinen

Tiefziehverpackungsmaschinen - sie laufen und laufen …

Die Tiefziehverpackungsmaschinen werden vor allem im Bereich der Lohnverpackung eingesetzt. Denn das in Uchtelfangen bei Illingen ansässige Unternehmen befasst sich seit über 40 Jahren mit der Entwicklung, Produktion, Sterilisation und dem Vertrieb innovativer und anspruchsvoller Medizinprodukte aus Kunststoff. Das Produktportfolio reicht vom einfachen Absaugkatheter über urologische Blasen-Katheter bis zu Beatmungshilfen, Magen- und Duodenalsonden, Nährsonden, Redon-, Pleura- und Thorax-Drainagen. Insgesamt werden mittlerweile 85 Mitarbeiter in den Bereichen Kunststoff-Spritzerei, Reinraum-Produktion und Sterilisation sowie Entwicklung beschäftigt.

Medicoplast befasst sich seit über 40 Jahren mit der Entwicklung, Produktion, Sterilisation und dem Vertrieb innovativer und anspruchsvoller Medizinprodukte aus Kunststoff. Das Produktportfolio reicht vom einfachen Absaugkatheter über urologische Blasen-Katheter bis zu Beatmungshilfen, Magen- und Duodenalsonden, Nährsonden, Redon-, Pleura- und Thorax-Drainagen. (Foto: Multivac)
Medicoplast befasst sich seit über 40 Jahren mit der Entwicklung, Produktion, Sterilisation und dem Vertrieb innovativer und anspruchsvoller Medizinprodukte aus Kunststoff. Das Produktportfolio reicht vom einfachen Absaugkatheter über urologische Blasen-Katheter bis zu Beatmungshilfen, Magen- und Duodenalsonden, Nährsonden, Redon-, Pleura- und Thorax-Drainagen. (Foto: Multivac)

Lohnverpackung soll ausgebaut werden

Konsequent setzt Geschäftsführer Klaus Schmitt auf innovative Produkte, ausgefeilte Produktionstechnologien und zukunftsfähige Geschäftsideen. Eine dieser lukrativen Ideen ist die Lohnverpackung von medizinischen Produkten, die zwar schon seit Jahrzehnten auf „kleiner Flamme" betrieben wird, nun aber forciert werden soll. Auf den vorhandenen Verpackungsmaschinen und einer Vielzahl an bereits vorhandenen Werkzeugen verpackt Medicoplast also nicht nur eigene Produkte sondern auch Produkte im Auftrag von Kunden. Produktionsleiter Michael Veit bringt es auf den Punkt: „Erklärtes Ziel ist die optimale Auslastung unserer Maschinen – und natürlich die Umsatzsteigerung. Kunden unserer hausinternen Sterilisation, auch der Lohnsterilisation, bieten wir nun einen umfassenden Service aus einer Hand." Der Service erstreckt sich auf die Planung beziehungsweise Entwicklung, die Umsetzung der Verpackungswünsche und die anschließende Sterilisation inklusive der notwendigen Dokumentation. Die Katheter/Sets für Beatmung, Urologie, Gastro, Atemwege, Pädiatrie und Chirurgie sowie Werkzeuge, Elektroden, Applikationssysteme, Komponenten und Hilfsmittel werden von den Kunden bereitgestellt. „Bislang haben wir rund eine halbe Million verschiedener Artikel verpackt. Damit wir unseren Kunden hochwertige, sichere und zugleich kostengünstige Verpackungslösungen ganz nach ihren Wünschen zuverlässig liefern können, müssen wir den Prozess aber jederzeit komplett im Griff haben", erklärt der Produktionsleiter.

Alle Komponenten und Prozessschritte müssen perfekt aufeinander abgestimmt sein: Produkt, Einzelverpackung, Etikettierung beziehungsweise Bedruckung, Design, Schachtel und Versandkarton, gegebenenfalls sind auch bedarfsgerechte Werkzeuge anzufertigen. Darüber hinaus wird eine Vielzahl unterschiedlicher Verpackungsmaterialien, wie flexible Folie, Hartfolie, medizinisches Papier mit Kunden-Streudruck oder neutrales Verpackungsmaterial, genutzt. Der Verpackungsprozess muss für jeden Auftrag validiert werden und für wiederkehrende Projekte reproduzierbar sein.

Drei Tiefziehverpackungsmaschinen von Multivac bewältigen das tägliche Arbeitspensum. Die älteste Maschine, eine R 7000, ist seit 1980 im Zweischichtbetrieb im Einsatz. Von einigen Verschleißteilen und einer Modifikation der elektrischen Einrichtung abgesehen, funktioniert das Modell auch heute einwandfrei und kann bei 16 Takten pro Minute und einem zwölf-spurigen Werkzeug rund 120.000 Katheter pro Tag verpacken.

Insgesamt werden in Illingen mit den drei Multivac-Maschinen im Zweischichtbetrieb rund 
40 Millionen Katheter pro Jahr verpackt. (Foto: Multivac)
Insgesamt werden in Illingen mit den drei Multivac-Maschinen im Zweischichtbetrieb rund 40 Millionen Katheter pro Jahr verpackt. (Foto: Multivac)

Formatwechsel reduziert sich entscheidend

Der Kauf einer weiteren Multivac-Maschine, einer R 530 in Edelstahlausführung, war ein weiterer wichtiger Schritt in der Unternehmensgeschichte, weil damit eine mechanisch verstellbare Siegelstation geschaffen wurde. Der Formatwechsel reduzierte sich so von über einer Stunde auf nur zehn Minuten. Bei mindestens drei Umstellungen der Tiefziehverpackungsmaschinen täglich ist das hinsichtlich der Maschinenverfügbarkeit ein echtes Plus – und für die Mitarbeiter eine körperliche Erleichterung. Michael Veit ergänzt: „Wir hatten dafür optimale Voraussetzungen: Die Formbreite bleibt immer gleich, nur die Packungslänge muss in sechs verschiedene Stufen, von 12 cm bis 60 cm, einzustellen sein. In Zusammenarbeit mit Multivac fanden wir dafür eine intelligente Lösung."

Da verschiedene Schlauchsysteme, wie OP-Absaugschläuche, Nährsonden oder Duodenalsonden, länger als 60 cm sind, müssen sie vor dem Verpacken gewickelt und im PE-Beutel oder mit einer Banderole vorverpackt werden. Deshalb wurde der Maschinenpark schließlich um eine Multivac-Tiefziehverpackungsmaschine des Typs R 230 erweitert. Sie verfügt über Wechseleinsätze und lässt einen benutzerfreundlichen und schnellen Werkzeugwechsel zu. Das „neueste" Modell im Park der Tiefziehverpackungsmaschinen von Medicoplast verpackt 90 mm x 120 mm bis hin zu 420 mm x 200 mm große Teile mit einer Geschwindigkeit von 17 Takten pro Minute. Für Sonderartikel, wie Endotrachealtuben, kommen spezielle Tiefziehwerkzeuge zum Einsatz, sodass diese Produkte transportsicher umschlossen und in der Verpackung fixiert werden.

Insgesamt werden in Illingen mit den drei Multivac-Maschinen im Zweischichtbetrieb rund 40 Millionen Katheter pro Jahr verpackt. Und auch, wenn der gesamte Prozess jeweils auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten werden muss, oder neue Technologien zur Anwendung kommen – am Ende muss jede einzelne Verpackung absolut sicher verschlossen sein, weil Undichtigkeiten zu einem späteren Zeitpunkt den Eintrag pathogener Keime ermöglichen. „Konsequente Überprüfungen der Siegelnahtfestigkeit und der Dichtheit der Verpackung sowie das Aufreißverhalten der Verbindung zwischen dem medizinischen Papier zu der PA-/PE-Folie garantieren uns eine hohe Sicherheit der Verpackung", fasst Michael Veit zusammen.

Michael Veit, Produktionsleitung Medicoplast: „Erklärtes Ziel ist die optimale Auslastung unserer Maschinen – und natürlich die Umsatzsteigerung. Kunden unserer hausinternen Sterilisation, auch der Lohnsterilisation, bieten wir nun einen umfassenden Service aus einer Hand. (Foto: Multivac)
Michael Veit, Produktionsleitung Medicoplast: „Erklärtes Ziel ist die optimale Auslastung unserer Maschinen – und natürlich die Umsatzsteigerung. Kunden unserer hausinternen Sterilisation, auch der Lohnsterilisation, bieten wir nun einen umfassenden Service aus einer Hand. (Foto: Multivac)

Darüber hinaus ist die Folienbeschaffenheit von enormer Bedeutung, wie Michael Veit im Gespräch ausführt: „Die von uns verwendeten Folien bestehen aus mindestens zwei verschiedenen Schichten, die sich beim Siegeln sehr gut mit dem Papier verbinden sollen. Um dies verbindlich garantieren zu können, führen wir verschiedene Prüfungen, wie Zugfestigkeit und Reißdehnung, gemäß der Normenreihe DIN EN 868 durch."

Auch wenn man bei Medicoplast davon ausgeht, dass die betagten Maschinen noch recht lange zuverlässig und störungsfrei ihren Dienst verrichten – sicher ist man sich jetzt schon, dass die nächste Maschine auch aus dem Hause Multivac stammen wird.

 

Über die Firma
Multivac Sepp Haggenmüller SE & Co.KG
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