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„Bei der Initiative SAVE FOOD übernimmt die interpack als internationale Leitmesse mit Ausstellern aus 60 Nationen und Besuchern aus über 160 Ländern eine Schlüsselrolle“, führte Werner Matthias Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf GmbH, bei seiner Eröffnungsrede während der interpack aus. „Sie bringt die Kompetenz ihrer Kontakte aus Wirtschaft und Verbänden in die Arbeit der Initiative ein. Damit bietet sie die ideale Plattform für den internationalen SAVE FOOD Kongress und führt Experten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zum Thema Nahrungsmittelverluste und -verschwendung zusammen.“

Zum dritten Mal fand der SAVE FOOD Kongress am 4. Mai 2017 im Congress Center Süd auf dem Düsseldorfer Messegelände im Rahmen der interpack 2017 statt. Die Initiative SAVE FOOD ist eine Kooperation der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen, FAO, des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, UNEP, und der Messe Düsseldorf GmbH gegen weltweite Nahrungsmittelverluste und -verschwendung.

Zu den Eröffnungsrednern des eintägigen Kongresses zählte neben Dornscheidt auch Kostas G. Stamoulis, stellvertretender Generaldirektor des Economic and Social Development Department der FAO. Er ging in seiner Rede auf die Herausforderungen der Welternährung im 21. Jahrhundert ein. Anschließend unterzeichneten er und Dornscheidt ein Memorandum of Understanding zur weiteren Zusammenarbeit der FAO und der Messe Düsseldorf als zentrale Partner der Initiative SAVE FOOD.

„Die Zahlen für Lebensmittelverschwendung in der EU sprechen für sich“, machte Vytenis Andriukaitis, EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, bei seinem Vortrag deutlich. „Nach Schätzungen werfen wir allein in Europa jährlich rund 88 Mio. Tonnen Lebensmittel weg. 20 Prozent der produzierten Lebensmittel werden verschwendet oder gehen verloren mit wirtschaftlichen Kosten in Höhe von 143 Mrd. Euro. Diese Zahlen repräsentieren nicht nur den finanziellen Verlust, sondern auch den Preis, den unsere Umwelt zahlt. Verschwendete Lebensmittel bedeuten verschwendetes Land, Wasser, natürliche und Humanressourcen, die eingesetzt wurden, um Lebensmittel zu produzieren, die schlussendlich nie verbraucht werden.“ Weitere Redner aus Politik, Lebensmittel- und Verpackungsindustrie, Handel, Forschung und Zivilgesellschaft nahmen eine globale Perspektive wie auch eine mit Blick auf Details und nationale Gegebenheiten ein. So richtete sich der Fokus auch auf den indischen Subkontinent und Kenia.

Während der gesamten Dauer der interpack vom 4. bis 10. Mai konnten sich Besucher der Messe im innovationparc über konkrete Lösungen und Ansätze im Themenfeld SAVE FOOD informieren. Rund 20 Unternehmen stellten in einer etwa 2.500 Quadratmeter großen hochwertigen Zeltkonstruktion zwischen den Hallen 2 und 3 aus. Ein Vortragsforum ergänzte über alle Messetage das Angebot der Aussteller.

Rückblick in Bildern: der SAVE FOOD Kongress anlässlich der interpack 2017

Die Initiative SAVE FOOD schrieb in diesem Frühjahr zum zweiten Mal den SAVE FOOD Schulpreis aus. Düsseldorfer Schulklassen der Jahrgangsstufen 8, 9 und 10 sowie Kurse an Berufskollegs konnten sich bis zum 15. März mit einem eigens entwickelten Projekt gegen Lebensmittelverluste und -verschwendung um die Wettbewerbspreise bewerben. Schüler und Jugendliche sollen mit dem SAVE FOOD Schulpreis dazu angeregt werden, sich mit dem verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln auseinanderzusetzen. Durch eigene Projekte soll auch zur Verminderung von Nahrungsmittelverlusten und -verschwendung beigetragen werden – im Umfeld der Schule, des Freundeskreises oder der Familie. (Foto: Messe Düsseldorf, Constanze Tillmann)
Den Teilnehmern bot der Kongress wieder ein Forum für den gegenseitigen Austausch sowie die Identifikation und Thematisierung von Best Practices. In ihrem sechsten Jahr zählt die Initiative der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Messe Düsseldorf mehr als 850 Mitglieder aus Industrie, Verbänden Forschungseinrichtungen und Nichtregierungsorganisationen. (Foto: Messe Düsseldorf, Constanze Tillmann)
Deutschlands Lebensmittelretter: Valentin Thurn, Dokumentarfilmer und Vorstandsmitglied Foodsharing e. V. und Sabrina Hosono, Foodsharing Düsseldorf, berichteten über den Ansatz ihres Vereins. „Teile Lebensmittel, statt sie wegzuwerfen!“, lautet der Ansatz von Foodsharing.
(Foto: Messe Düsseldorf, Constanze Tillmann)
Dr. Gerald Rebitzer, Sustainability Director, Amcor Flexibles Europe, 
Middle East & America, hatte die industrielle Wertschöpfungskette im Blick. (Foto: Messe Düsseldorf, Constanze Tillmann)
Christian Traumann, Geschäftsführender Direktor und CFO von Multivac,  sprach über die Rolle von innovativen Verpackungskonzepten bei der Vermeidung von Lebensmittelverschwendung entlang der Lieferkette und im Konsumentenbereich. (Foto: Messe Düsseldorf, Constanze Tillmann)
Werner M. Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf GmbH dankt Kostas G. Stamoulis, Stellvertretender Generaldirektor des Economic and Social Development Department, Food and Agriculture Organization of the United Nations. (Foto: Messe Düsseldorf, Constanze Tillmann)
Vinita Bali, Vorstandsvorsitzende der Global Alliance for Improved Nutrition, beschäftigte sich in ihrem Vortrag mit globalen Zukunftsfragen. 
(Foto: Messe Düsseldorf, Constanze Tillmann)


 

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