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Mittelschicht bevorzugt Pasta statt Reis

In Indonesien wächst die Nachfrage nach verpackten Nahrungsmitteln

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Die überwiegend Klein- und Kleinstunternehmen (circa 1,6 Mio. mit insgesamt knapp 4 Mio. Beschäftigten) sowie rund 6.000 mittlere bis größere Unternehmen mit knapp 1 Mrd. Beschäftigten versorgen mehr als 250 Mio. Menschen mit Nahrungsmitteln und Getränken.

Neben dem großen, wachsenden Inlandsmarkt eröffnet sich dem Land durch die 2015 in Kraft getretenen ASEAN Economy Community ein großer regionaler Binnenmarkt für den Export von Nahrungsmitteln und Getränken. Das Indus­trieministerium Indonesiens prognostiziert, dass die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie in den kommenden Jahren um jährlich circa 8,5 Prozent zulegt.

Zunehmende Urbanisierung, eine immer größer werdende, kaufkräftige Mittelschicht, neue Konsumgewohnheiten und ein steigendes Gesundheitsbewusstsein lassen die Nachfrage nach verarbeiteten und verpackten Nahrungsmitteln weiter stark steigen. Der moderne Einzelhandel, der in den größeren Städten gut vertreten ist und stetig zulegt, ist nun dabei, immer mehr verarbeitete und verpackte Nahrungsmittel auch in die Provinzen zu bringen.

Noch ist der Pro-Kopf-Konsum von modern verarbeiteten und verpackten Nahrungsmitteln mit 77 kg niedrig. Marktforscher gehen davon aus, dass die Nachfrage von 2016 bis 2020 um jährlich 3,3 Prozent auf 88 kg zulegt. Reis ist unter den verpackten Nahrungsmitteln immer noch das wichtigste Produkt. Indonesien ist die älteste Reiskultur der Welt und Reis das traditionelle Grundnahrungsmittel. Die Konsumpräferenzen der wachsenden Mittelschicht gehen jedoch weg vom Reis, hin zu Back- und Teigwaren. Es werden immer mehr Bäckereien eröffnet, und die Nachfrage nach Fertignudeln steigt rapide. 16 Prozent Zuwachs bei Backwaren sowie 40 Prozent bei Pasta erwarten Marktforscher in den kommenden Jahren (2016-2020).

Indonesien: Nachfrageentwicklung verpackte Nahrungsmittel
Indonesien: Nachfrageentwicklung verpackte Nahrungsmittel

Im Bereich der Softdrinks erwarten sie in den nächsten Jahren einen Zuwachs von knapp 40 Prozent. Treiber ist die Nachfrage nach abgefülltem Wasser (plus 42 Prozent) und Teefertiggetränken (plus 26 Prozent).

Um die wachsende Nachfrage nach verarbeiteten und verpackten Nahrungsmitteln sowie Getränken decken zu können, müssen die herstellenden Unternehmen ihre Fertigungskapazitäten erweitern. Zwischen 2011 und 2014 hatten sich die Importe von Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen nahezu verdoppelt. Ein Abflauen der Konjunktur und die Schwäche der Indonesischen Rupiah führten 2015 zu einem Rückgang der Importe (minus 21 Prozent auf 894 Mio. Euro), der sich 2016 fortsetzte.

Deutschland ist einer der wichtigsten Top-Five-Handelspartner der indonesischen Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie. Nach einem Liefereinbruch 2015 legten die Exporte 2016 um acht Prozent zu und erreichten einen Wert von 109 Mio. Euro. In den ersten acht Monaten von 2017 setzte sich die positive Entwicklung fort: die Exporte stiegen um 15 Prozent in Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 76 Mio. Euro.

Für Sie entscheidend

Indonesien, ein Land mit Potenzialen

  • Großer wachsender Inlandsmarkt sowie großer regionaler Binnenmarkt für den Export von Nahrungsmitteln und Getränken.
  • Ansprüche der Verbraucher an Hygiene und Qualität der Nahrungsmittel steigen.
  • Wachsende Mittelschicht sorgt für veränderte Konsumgewohnheiten und steigende Binnennachfrage nach modern verarbeiteten und verpackten Nahrungsmitteln.
  • Herstellende Unternehmen erweitern ihre Fertigungskapazitäten.
  • Importe von Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen haben sich zwischen 2011 und 2014 fast verdoppelt.
  • Maschinen „made in Germany" genießen hohes Ansehen.

 

Kontakt: Vera Fritsche, VDMA Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen
vera.fritsche@vdma.org, www.tec4people.com,
nuv.vdma.org

 

Über die Firma
VDMA e.V. Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen
Frankfurt
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