Industrievereinigung Kunststoffverpackungen zum Q1/18

Kunststoffverpackungshersteller weiterhin optimistisch

Die Branche blickt grundsätzlich positiv in die Zukunft, allerdings bereitet der internationale Steuerwettbewerb den Unternehmen Sorge. (Grafik: IK)
Die Branche blickt grundsätzlich positiv in die Zukunft, allerdings bereitet der internationale Steuerwettbewerb den Unternehmen Sorge. (Grafik: IK)

Das schon sehr zuversichtliche Umfrageergebnis Anfang 2017 – damals gaben 70 % der IK-Mitglieder den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Note gut – wird damit deutlich übertroffen. Entsprechend positiver fällt auch die Umsatzerwartung im 1. Quartal 2018 aus. Allein die Einschätzung der Exportentwicklung ist nahezu identisch gegenüber 2017. Knapp 60 Prozent der Unternehmen rechnen zudem mit höheren Rohstoffpreisen, die sich auch auf die Preisentwicklung bei Kunststoffverpackungen auswirken könnten. Die Ertragslage bleibt allerdings weiterhin angespannt.

Positive Aussichten – mit Einschränkungen

Alles in allem zeigt das Ergebnis des IK-Konjunkturtrends für das 1. Quartal 2018 eine nochmals gesteigerte Erwartung der Unternehmen, nachdem die beiden vorangegangenen Jahre bereits überdurchschnittliche Ergebnisse gebracht haben. „Diese vielversprechende Prognose darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass für den Wirtschaftsstandort Deutschland zunehmende Gefahren drohen,“ kommentiert IK-Hauptgeschäftsführer Ulf Kelterborn die aktuellen Ergebnisse.

Steuerwettbewerb bereitet Sorge

Neben dem nach wie vor ungelösten Problem hoher Stromkosten muss sich Deutschland jetzt auf einen immer härter geführten internationalen Steuerwettbewerb einstellen. Auf die Steuersenkungen für Unternehmen in den USA wollen neben China weitere Industriestaaten mit entsprechenden Steuerreformen reagieren. Die effektive Steuerlast für Unternehmen in Deutschland mit über 28 % ist schon jetzt vergleichsweise zu hoch und deshalb dringend nachzubessern. Weitere Standortrisiken sind aus Sicht der IK der stark zunehmende Fachkräftemangel wie auch die räumliche und digitale Infrastruktur. Diese Faktoren könnten sich schneller als erwartet zu einer Wachstumsbremse entwickeln. Eine handlungsfähige Bundesregierung muss hier schnellstmöglich zukunftsweisende Entscheidungen treffen.

Über die Firma
IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V.
Bad Homburg v.d.H.
Newsletter

Das Neueste von
neue verpackung direkt in Ihren Posteingang!