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Mondi ist gestern die dritte wissenschaftliche Kooperation mit der Technischen Universität Graz (TU Graz) eingegangen. Dabei ist Mondi der Unternehmenspartner und Sponsor des Christian-Doppler-Labors für „Stofftransport durch Papier“, das die Porenstruktur von Papier untersucht und wie Partikel, beispielsweise Gase, verdichtete Flüssigkeiten und Mikroorganismen, durch Papier gelangen. Die Ergebnisse sollen einen praktischen Nutzen für Mondis Verpackungs- und Papierlösungen haben, etwa im Bereich der Lebensmittelverpackungen.

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Leo Arpa, Leiter Forschung und Entwicklung Papier bei Mondi, zusammen mit Karin Zojer, Laborleiterin, Christian-Doppler-Labor (Foto: Mondi)

Leo Arpa, Leiter Forschung und Entwicklung Papier bei Mondi, zusammen mit Karin Zojer, Laborleiterin, Christian-Doppler-Labor (Foto: Mondi)

Laborleiterin Karin Zojer: „Wir wollen die papiereigene Porenstruktur verstehen und deren Einfluss auf den Transport diverser Teilchenarten durch Papier erklären. Erst mit diesem Wissen lässt sich die Porosität von Papier rasch und optimal an eine gewünschte Verpackungsanwendung anpassen“.

Mondi ist bereits zweifacher Partner der TU Graz im Rahmen von Christian-Doppler-Labors: die andauernde Forschung zu Faserquellung und Papiereigenschaften läuft seit Januar 2016. Bereits 2007 bis 2014 wurden die chemischen und physischen Grundlagen von Papierstärke gemeinsam erforscht.

Leo Arpa, Leiter Forschung und Entwicklung Papier bei Mondi, sagte bei der offiziellen Eröffnung des neuen Labors: „Die Erfahrung mit den beiden bisherigen Christian-Doppler-Labor-Partnerschaften zeigt den klaren Mehrwert dieser einzigartigen wissenschaftlichen Kooperationen. Indem wir das Wissen von Mondis Laboratorien mit der Erfahrung der TU Graz-Wissenschaftler zusammenbringen, steigern wir die Effizienz und Leistung unserer Verpackungs- und Papierprodukte. Das erweitert den aktuellen Forschungsstand und kommt direkt unseren Kunden zu Gute, die mit besseren Verpackungen ihren eigenen Kunden ein besseres Produkterlebnis bieten können.“

In der neuesten wissenschaftlichen Kooperation wird die Porenstruktur von Papier mikroskopisch untersucht. Darauf aufbauend entstehen mathematische Modelle, mit denen verschiedene Transportvorgänge durch Papier wissenschaftlich untersucht werden. Ziel der Modellierung ist die Vorhersage, wie einzelne Transportvorgänge durch Papier von der Porenstruktur bestimmt werden. Das betrifft etwa die Rolle der Porenstruktur bei der Trocknung von Tintentropfen während der Bedruckung, bei Entlüftungsvorgängen bei der Befüllung von Schüttgut in Papiersäcke oder die Diskussionen über die Wechselwirkungen zwischen Verpackung und verpacktem Gut, die insbesondere für Lebensmittelverpackungen von Bedeutung sind.

In Christian-Doppler-Labors wird anwendungsorientierte Grundlagenforschung auf hohem Niveau betrieben, hervorragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kooperieren dazu mit innovativen Unternehmen. Für die Förderung dieser Zusammenarbeit gilt die Christian-Doppler-Forschungsgesellschaft international als Best-Practice-Beispiel. Christian-Doppler-Labors werden von der öffentlichen Hand und den beteiligten Unternehmen gemeinsam finanziert. Wichtigster öffentlicher Fördergeber ist das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW).