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Optimismus in der papier- und folienverarbeitenden Industrie: bei Wachstum und Umsatz stehen die Zeichen auf Wachstum. Sorgen bereiten den Unternehmen aber die Materialpreise und –versorgung sowie die Personalentwicklung.

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Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet die Branche steigende Umsätze. Aber auch steigende Kosten. (Bild: imageteam – Fotolia)

Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet die Branche steigende Umsätze. Aber auch steigende Kosten. (Bild: imageteam – Fotolia)

Die Mitgliedsunternehmen des Industrieverbands Papier- und Folienverpackung blicken optimistisch in das neue Geschäftsjahr 2018, wie eine Branchenumfrage des Verbands ergibt: Die Erwartungen an den Umsatz sind höher als im Vorjahr. Kostensteigerungen, vor allem für Rohstoffe und für Personal, trüben allerdings das positive Bild. Die Investitionen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr auf hohem Niveau aufgestockt und die Unternehmen sehen sich gut aufgestellt.

Schwierige Preis- und Mengenentwicklung

Ein Viertel der Befragten gehen von einer besseren Geschäftsentwicklung und über zwei Drittel von höheren Umsätzen als im Vorjahr aus. Die Entwicklung der Rohstoffkosten verdunkelt allerdings das positive Gesamtbild. Die Materialkosten sind der wesentliche Kostenblock dieser Industrie. Während die Kunststoff-Rohstoffpreise moderat steigen, stellt die Preis- und Mengenentwicklung im Papiermarkt die Verpackungsindustrie vor große Herausforderungen: Die Papierfabriken sind in weiten Strecken überbucht; die Nachfrage übersteigt deutlich das Angebot. Hierdurch dreht sich die Preisspirale nach oben. Viele Papierfabriken können selbst nur schwerlich Rohstoffe zu höheren Preisen beschaffen.

Kosten bremsen Dynamik

Bei der Anzahl an Beschäftigten gaben die Hälfte der Unternehmen eine gleichbleibende Tendenz und rund ein Drittel einen Anstieg im Rückblick auf 2017 an. Für das Geschäftsjahr 2018 ist eine ähnliche Entwicklung zu erwarten. Steigende Löhne und Gehälter zusammen mit höheren Rohstoffkosten sowie die allgemein angespannte Lage am Arbeitsmarkt bremsen hier etwas die Dynamik.

Klaus Jahn, Vorstandssprecher des IPV, erklärt: „Die insgesamt erfreuliche Entwicklung unserer Branche kann sich in diesem Jahr fortsetzen, wenn die Kostenerhöhungen nicht zu massiv ausfallen. Die Investitionsbereitschaft in den Unternehmen ist ungebrochen hoch. Wir setzen auch weiterhin auf ausgefeilte Technologien und auf gut qualifizierte Mitarbeiter. Wir investieren in der Breite und in der Tiefe in den Nachwuchs und sind uns bewusst, dass die Kosten für Ausbildung und Facharbeiterqualifizierung überproportional steigen werden. Trotz der schwierigen Situation auf dem Personalmarkt sind unsere Mitgliedsunternehmen wachstumsstark und robust aufgestellt und bauen auf Innovationen.“

Die gesamte Verpackungsindustrie konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr von der guten Konjunktur und von dem Wachstum in Deutschland profitieren. Der Produktionswert der Branche ist um knapp einen Prozentpunkt auf 32,1 Mrd. Euro gestiegen. Die Produktionsmengen haben sich ebenfalls leicht erhöht.

Unternehmen

IPV - Industrieverband Papier- und Folienverpackung e.V.

Große Friedberger Str. 44 - 46
60313 Frankfurt
Deutschland

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