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Geheizte oder klimatisierte Büroräume, lange Tage am Bildschirm, künstliches Licht: Für trockene Augen gibt es viele Gründe. Schnelle Abhilfe schaffen Augentropfen in bruchsicheren Behältnissen. Rommelag CMO sorgt für ihre aseptische Abfüllung, Harro Höfliger für die flexible Verpackung.

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Sie sind die Erfinder der Blow Fill Seal Technologie: Rommelag CMO, Werk Holopack Verpackungstechnik im baden-württembergischen Sulzbach-Laufen. Bereits seit 1975 produziert und befüllt Rommelag CMO im Kundenauftrag die bruchsicheren Behältnisse aus Kunststoff, die unter anderem für Augentropfen zum Einsatz kommen. Die BFS-Technologie ermöglicht nahezu unbegrenzte Varianten in der Behältergestaltung, individuell anzupassen auf fast jede Gebrauchs- und Darreichungsform. Mit über 50 Anlagen in unterschiedlichen Konfigurationen betreibt Rommelag CMO einen der weltweit modernsten und größten Bottelpack-Anlagenparks für die Produktentwicklung, Kleinstchargen und Großserienproduktion.

Bildschirmarbeit und klimatisierte Umgebung belasten die Augen – Augentropfen helfen. (Bild: Blackday – Adobe Stock)

Bildschirmarbeit und klimatisierte Umgebung belasten die Augen – Augentropfen helfen. (Bild: Blackday – Adobe Stock)

Flexible Verpackung

Durch die stetig steigende Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen von Rommelag CMO, kamen die bis dato semi-automatischen Verpackungsanlagen des Maschinenbestands an ihre Kapazitätsgrenzen. Die Automatisierung der Produktion war daher notwendig. Bei der Erweiterung der Produktions- und Verpackungskapazitäten für die fertig gefüllten BFS-Ampullenstreifen im Zuge der Expansion durch das Gebäude Pharma 2020, hat sich das Werk Holopack mit Harro Höfliger einen Partner an die Seite geholt, der von der Produktzuführung aus dem Bulk bis zum Versandkarton eine vollautomatische und schlüsselfertige Linie aus einer Hand liefern konnte. Die Anlage wurde entsprechend der Anforderungen des Produkts ausgelegt, die unter anderem das parallele Verarbeiten von in Schlauchbeutel verpackten und unverpackten BFS-Einheiten ermöglicht.

Auf einer Rommelag CMO Bottlepack Aseptik Anlage befüllte BFS-Strips werden als Schüttgut über einen horizontalen Bandbunker mit servomotorisch gesteuerten Bändern vereinzelt und über zwei Pickerzellen gegeneinander liegend in die Transportkette der Schlauchbeutelmaschine eingesetzt. Ein in das System integriertes Kamerasystem ermittelt die genaue Lage der einzelnen auf dem Einlaufband befindlichen Produkte zu den Greifeinheiten, um das exakte Steuern der Roboter und eine akkurate Übergabe zu ermöglichen. Pickerzellen legen die Strips, die nicht in Schlauchbeutel verpackt werden, auf ein Bypassband, das die BFS-Streifen an der Schlauchbeutelmaschine vorbeiführt.

Produktmuster der Bottelpack-Augentropfen-Ampullen. (Bild: Harro Höfliger)

Produktmuster der Bottelpack-Augentropfen-Ampullen. (Bild: Harro Höfliger)

Kennzeichnung mit Aggregation

Produkte die die Schlauchbeutelmaschine verpackt hatte, überprüft ein weiteres Kamerasystem hinsichtlich deren genauen Lage, bevor zwei folgende Greifeinheiten sie, wie die unverpackten Strips, passgenau in die Packgutkette des Kartonierers einsetzen. Nachgeschaltet kommt eine Track-&-Trace-Einheit zur Faltschachtelkennzeichnung und Serialisierung zum Einsatz. Über den versetzten Steckverschluss des Umkartons ist das Aufbringen eines Sicherheitsetiketts sowie eines Bollini oder einer Vignette möglich. Eine Bandkontrollwaage stellt sicher, dass nur Faltschachteln in den Sammelpacker einlaufen, die einem definierten Referenzgewicht entsprechen.

Während der Aggregation in der Stapelstation erfasst ein optisches Prüfsystem, welche Serialisierungscodes in den jeweiligen Umkartons verpackt werden, bevor das System diese beidseitig mit Klebeband verschließt und am Auslauf mit Corner Wrap Etikett und 2-D-Code versieht. Die Anlage ist für das Verarbeiten unterschiedlicher Produktstapel und Beutelinhalte in den Faltschachteln sowie verschiedener Kartoninhalte und -abmessungen ausgelegt.

Zufriedener Kunde

Zu den Kriterien, die Marc Hofmann, Leiter technische Herstellung bei Rommelag CMO, an einen möglichen Partner stellte, gehörten neben guten Referenzen im GMP-Umfeld, eine möglichst hohe Flexibilität der Anlage, auf der sein Unternehmen Bestandsformate sowie Neukunden gleichzeitig bedienen kann – denn als Lohnhersteller ist die flexible Reaktion auf Kundenanforderungen ein durchaus wichtiger Aspekt. Auch das schnelle Realisieren des Projekts zählte zu den ausschlaggebenden Kriterien, weshalb sich die Verantwortlichen im Werk Holopack für Harro Höfliger entschieden haben. „Zu den großen Herausforderungen zählte sicher, den straffen Zeitplan zu koordinieren und einzuhalten. Von der Auftragserteilung bis zur Inbetriebnahme vergingen gerade einmal zehn Monate“, führt Hofmann aus. Bei der Größe und Komplexität der Anlage eine sehr kurze Zeitspanne. „Wir haben abteilungs- und firmenübergreifend sehr eng zusammengearbeitet und waren im ständigen Austausch mit den Projektverantwortlichen bei Harro Höfliger. Die hohe Kompetenz unserer Ansprechpartner sowie eine sehr engagierte Projektleitung waren Garanten des erfolgreichen Projektverlaufs“, beschreibt Hofmann die Kooperation.

Seit Abschluss der Erweiterung betreibt Rommelag CMO in Sulzbach-Laufen einen der größten und modernsten Bottelpack-Anlagen-Parks der Welt. (Bild: Harro Höfliger)

Seit Abschluss der Erweiterung betreibt Rommelag CMO in Sulzbach-Laufen einen der größten und modernsten Bottelpack-Anlagen-Parks der Welt. (Bild: Harro Höfliger)

Schnelle Inbetriebnahme, schneller Service

Angesprochen auf die persönlichen Highlights nennt der technische Leiter Hofmann unter anderem auch „die Vorgehensweise bei der Qualifizierung der Anlage“, welche bereits in der Montagehalle bei Harro Höfliger, teilweise sogar bereits bei Zulieferern von Maschinenteilen stattfand. Dadurch war es möglich, die Inbetriebnahmezeit im Werk Holopack deutlich zu verkürzen. Nach Abschluss des Projekts sind die Verantwortlichen bei Holopack sehr zufrieden und schätzen auch den Service, den Harro Höfliger bietet: „Der Service Support funktioniert tadellos, was sicherlich auch mit der räumlichen Nähe der beiden Unternehmen zu tun hat. Fehlt ein Ersatzteil oder wird ein Techniker benötigt, so ist dieser meist nach knapp einer Stunde im Werk anwesend, und die Produktion kann schnellstmöglich wieder aufgenommen werden.“

Autor

Sven Wirsching, Sales Marketing Coordinator, Harro Höfliger

Unternehmen

Harro Höfliger Verpackungsmaschinen GmbH

Helmholtzstraße 4
71573 Allmersbach im Tal
Deutschland

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