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Die Europäische Kommission hat eine Richtlinie zur Bekämpfung von Meeresmüll vorgelegt. Darin sind eine Reihe von Maßnahmen zur Reduzierung und Beschränkung ausgewählter Einwegprodukte aus Kunststoff vorgesehen. Jedoch bleibt die EU an mancher Stelle vage, kommentiert European Bioplastics.

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Solche Bilder will die EU künftig vermeiden. Doch bleibt der Entwurf laut EUBP derzeit noch an mancher Stelle vage. (Bild: Narcis Parfenti – Fotolia)

Solche Bilder will die EU künftig vermeiden. Doch bleibt der Entwurf laut EUBP derzeit noch an mancher Stelle vage. (Bild: Narcis Parfenti – Fotolia)

„Der Vorschlag ist eine sinnvolle Ergänzung bestehender Gesetze und Strategien, leider bleibt die Kommission jedoch vage hinsichtlich nachhaltiger Alternativen“, erklärt François de Bie, Vorsitzender von European Bioplastics (EUBP).

Aus Sicht von EUBP sollten zunächst die Auswirkungen der im kürzlich novellierten EU-Abfallrecht beschlossenen Maßnahmen bewertet werden, bevor zusätzliche Maßnahmen in Betracht gezogen werden. Der Vorschlag der Kommission sieht unter anderem vor, bestimmte Einweg-Kunststoffprodukte durch „leicht verfügbare, nachhaltigere Materialien“ zu ersetzen. „Kunststoffe sind bereits die am stärksten kontrollierten Materialien, besonders im Bereich Lebensmittelverpackungen und Cateringgeschirr“, kommentiert de Bie und fügt hinzu: „Biokunststoffe können hier nachhaltige und sichere Alternativen für einige dieser identifizierten Produkte bieten.“

Beschränkungen unzureichend definiert

Die vorgeschlagenen Beschränkungen für bestimmte Einweg-Cateringprodukte wie Teller oder Besteck vernachlässigen die Realität des modernen Lebensmittelkonsums und sind unzureichend definiert. In einer Vielzahl von Situationen sind Einweg-Cateringprodukte durchaus wichtig und notwendig, beispielsweise in geschlossenen Systemen mit integrierter Abfallentsorgung wie Flugzeugen, Sportarenen oder Open-Air-Veranstaltungen. Neben vielen anderen Faktoren spielen hier vor allem Sicherheits- und Hygieneanforderungen eine große Rolle bei der Auswahl der Materialien. „In diesen speziellen Fällen können Cateringprodukte aus biobasierten Kunststoffen dazu beitragen, die Umweltbelastung zu reduzieren, zum Beispiel durch eine niedrigere CO2-Bilanz. Ob die Materialien werkstofflich recycelbar oder kompostierbar sein sollten, hängt vom Abfallkonzept des jeweiligen geschlossenen Systems ab“, erklärt die Bie.

EUBP will weiterhin eng mit den EU-Institutionen und relevanten Akteuren bei den bevorstehenden Diskussionen zu dem vorgelegten Entwurf zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass biobasierte Kunststoffe, die werkstofflich oder organisch recycelbar sind, als nachhaltige und verfügbare Alternativen anerkannt werden.

Unternehmen

European Bioplastics e.V.

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Deutschland

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