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Dank weiterentwickelter Materialien und Fertigungsverfahren sowie Dekorationsmöglichkeiten auf allerneustem Stand verfügen Kunststoffe inzwischen über die Hochwertigkeit und die Premium-Anmutung, auf die es bei Körperpflegeprodukten ankommt, berichtet Ulrich Deters von RPC Bramlage.

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Bei Kosmetika und Körperpflegeprodukten spielt Image eine entscheidende Rolle – und die Branche setzt nicht zuletzt auf die Verpackung, um ihre Produkte attraktiv zu positionieren. Die Verpackung spielt bei der Vermittlung der angestrebten Premium-Anmutung genauso wie bei der Regalwirkung eine entscheidende Rolle. Nicht selten besteht jedoch die Herausforderung darin, dies möglichst wirtschaftlich zu erreichen. Kostenaspekte stehen ganz besonders bei Produkten im Vordergrund, die sich an eine breitere Zielgruppe richten. Bei Prestige für die Masse – entsprechend der englischen Wortschöpfung „Masstige“ – kommt es darauf an, Image und Markendifferenzierung in hart umkämpften Marktsegmenten möglichst effektiv und wirtschaftlich zu vermitteln.

Bild: RPC

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Selbst wenn die Optik, besonders bei der ursprünglichen Kaufentscheidung, ein unmittelbarer Auslöser ist, muss auch die Funktion stimmen, wenn Produkttreue erreicht werden soll. Selbstverständlich sind hier die Produkteigenschaften entscheidend, aber auch Produktentnahme und -anwendung sind Aspekte, die sich praktisch und sensorisch optimieren lassen.

Massive Anmutung mit geringem Eigengewicht

Kunststoffe haben sich über die letzten Jahre so stark weiterentwickelt, dass sie inzwischen als Verpackungsmaterial für eine ganze Reihe von Körperpflegeprodukten bestens geeignet sind. Heute lassen sich etwa im Spritzgussverfahren Creme-Tiegel mit ausgezeichneter Kontaktklarheit fertigen. Ein doppelwandiger Aufbau vermag es, eine „massive“ Anmutung bei verhältnismäßig geringem Eigengewicht zu vermitteln.

Ein doppelwandiger Aufbau vermag es, eine „massive“ Anmutung bei verhältnismäßig geringem Eigengewicht zu vermitteln. (Bild: RPC)
Die Airless-Spendertechnologie bei Kosmetikverpackungen hat zur erfolgreichen Markteinführung zahlreicher Produkte unterschiedlicher Viskositäten beigetragen. (Bild: RPC)
Bei besonders innovativen Systemen genügt eine Streichelbewegung mit dem Finger, um die Dosierung auszulösen, wodurch ein haptisches Erlebnis mit Aha-Effekt entsteht. (Bild: RPC)

Dank diverser Weiterentwicklungen ist es gelungen, die Abkühlungsphase während des Fertigungsvorgangs zu verkürzen und die Produktionszyklen entsprechend zu beschleunigen. Dies schafft die Voraussetzungen für die wirtschaftliche Massenproduktion von Dosen und Flaschen in bester Qualität.

Aufgrund solcher neuen technischen Möglichkeiten vermitteln zahlreiche Kunststoffverpackungen für Kosmetika die Substanz, die zur Schaffung einer hochwertigen Anmutung erforderlich ist. Gleichzeitig bringt das geringere Eigengewicht handfeste Vorteile bei der Anwenderfreundlichkeit.

Spendersysteme sorgen für die hygienische, genau kontrollierte und akkurate Dosierung von Cremes und Lotionen. Indessen eignen sich die neuesten Systeme selbst für hochviskose Produkte, und erreichen bis zu 97 Prozent tatsächliche Produktnutzung – was dem Verbraucher das Gefühl vermittelt, sein Geld sinnvoll ausgegeben zu haben. Bei besonders innovativen Systemen genügt eine Streichelbewegung mit dem Finger, um die Dosierung auszulösen, wodurch ein haptisches Erlebnis mit Aha-Effekt entsteht. Die Vielseitigkeit von Kunststoffen in puncto Gestaltung und Dekoration trägt zur Differenzierung besonders wirksam bei. Die Farbgebung ist bei den meisten Markenauftritten ein zentraler Aspekt, und Kunststoffe können flexibel darauf abgestimmt werden. Damit lassen sich sowohl die Markendarstellung als auch der Sortimentscharakter hervorheben.

Vielzahl an Dekorationsmöglichkeiten

Es gibt eine Vielzahl an Dekorationsmöglichkeiten, um Kunststoffverpackungen so individuell wie attraktiv zu gestalten. Dazu gehören der Siebdruck, die Heißprägung, die Etikettierung, die Prägung, die Vakuum-Metallisierung, die Sprühlackierung und die galvanoplastische Veredelung. Der Einsatz einer Heißprägefolie aus Metall ist beispielhaft für eine Oberflächenveredelung, die zugleich optisch und praktisch überzeugt – denn sie vermeidet weitgehend Fingerabdrücke.

Diese zahlreichen Vorteile werden künftig besonders wertvoll sein, um die steigenden Erwartungen des Verbrauchers in Sachen Eigenständigkeit und Einzigartigkeit mithilfe von Verpackungen zu erfüllen, die vielseitiger denn je sein werden.

Zu den größeren Herausforderungen bei Verpackungen für Kosmetika gehört der kurze Vorlauf: Der regelmäßige Produkt-Relaunch gehört zu den Standardwerkzeugen der Branche, um neue Trends aufzugreifen. Bei fest etablierten Marken müssen Änderungen und Verbesserungen Neukunden ansprechen, ohne die Produkttreue des bestehenden Kundenstamms zu gefährden. Kunststoffverpackungen haben in diesem Zusammenhang den Vorteil, dass sie sich gut für Variationen eignen, die das Originaldesign neu, verbessert und dennoch erkennbar interpretieren.

Manchmal geht es um mehr als die Schaffung einer ansprechenden Verpackung. Die Produkteigenschaften selbst können die Gestaltung der Verpackung unmittelbar beeinflussen. Bei Kosmetika stellt die Airless-Spendertechnologie ein gutes Beispiel dar. Sie hat zur erfolgreichen Markteinführung zahlreicher Produkte unterschiedlicher Viskositäten beigetragen, indem technische Innovationen und Weiterentwicklungen neue Möglichkeiten bei geringen Partikelgrößen eröffnet haben und gleichzeitig dafür sorgen, dass die Systeme selbst dann funktionieren, wenn Luft in den Spender eindringt. Airless-Systeme und mehrschichtige Behälter mit EVOH-Barriere zum Schutz vor Sauerstoff unterstützen ferner den neuen Trend zur Natürlichkeit. Sie machen es möglich, naturbelassene Inhaltsstoffe bei gleichzeitigem Ausschluss beziehungsweise starker Reduzierung von Konservierungsstoffen einzusetzen.

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