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Die Druckfarben des vorgestellten Offset-Farbsystems bestehen ausschließlich aus für den Einsatz in Lebensmitteln zugelassenen Rohstoffen. Sie sind damit toxikologisch unbedenklich auch bei direktem Kontakt mit verpackten Lebensmitteln.

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Im Food-Segment gelten für den Innenseitendruck von Verpackungen strenge Regeln. Zurecht – denn potenziell schädliche Inhaltsstoffe aus der Farbe dürfen auf keinen Fall in verpackte Nahrungsmittel übergehen. Die Sicherheit des Konsumenten steht an erster Stelle. Jedoch gilt die Verpackung als ein Medium wie Zeitung oder Buch: Sie gibt Orientierung, informiert, unterhält – und inspiriert zum Wiederholungskauf. Außerdem wirkt die Verpackung nicht nur beim Anblick im Supermarktregal, sondern auch nach dem Kauf. Laut einer Studie von Pro Carton und dem Fachverband Faltschachtel-Industrie (FFI) nehmen 89 Prozent der Konsumenten die Verpackung zuhause mehrfach in die Hand und befassen sich intensiv mit ihr. Um mit einem ansprechenden Verpackungsdesign starke Signale an den Verbraucher zu senden, ist es von Vorteil, möglichst viel Fläche für Marketingzwecke zu nutzen – also auch die Innenflächen der Verpackung als Druckfläche zu erschließen. Der Verpackungsspezialist für Lebensmittel-, Beauty- und Pharmaverpackungen, RLC Packaging, nutzt dazu an seinem Standort Colorpack in Berlin die weltweit erste Offsetfarbe, die für den Innendruck von Lebensmittelprimärverpackungen zugelassen und speziell entwickelt worden ist. Das Bofood Organic System stammt vom Offsetspezialisten Epple Druckfarben, der bereits 1994 die ersten mineralölfreien Offsetdruckfarben eingeführt hat. Das Besondere bei dem neuen System: Im Gegensatz zu den bisher verfügbaren migrationsarmen Farben bestehen die flüssigen und festen Komponenten ausschließlich aus Bestandteilen, die auch in Lebensmitteln selbst vorhanden sein dürfen – ein direkter Kontakt ist damit sowohl kurz- als auch langzeitig toxikologisch unbedenklich.

Außen und innen bunt: Der Innendruck von Teeverpackungen ist mit dem lebensmittelkonformen Farbsystem problemlos möglich. (Bild: RLC Packaging)
Kein Problem bei direktem Kontakt: Die in den Farben verwendeten Rohstoffe sind für den Einsatz in Lebensmitteln selbst zugelassen. (Bild: Epple)

Doppelte Marketingfläche

Für die Markenhersteller öffnen sich damit spannende Optionen für die Kundenkommunikation. „Selbst Alltagsprodukte unserer Kunden in Millionenauflage müssen den Konsumenten auf der emotionalen Ebene ansprechen. Mit Bofood Organic bieten sich viele neue Möglichkeiten, um die Beziehung zum Verbraucher zu stärken und Wettbewerbsvorteile zu erzielen“, erklärt Boris Häntze, Vertriebsleiter bei Colorpack. „Die Innenflächen der Faltschachtel eignen sich zum Beispiel für Gewinnspiele, Werbe- und Rabatt­aktionen über QR-Codes oder ausführlichere Produktinformationen.“ Die Druckfarben für den Lebensmitteldirektkontakt sind eine Weiterentwicklung des bereits etablierten Bofood MU Farbsystems – eine gezielt für den Druck von Lebensmittelprimärverpackungen konzipierte Offsetfarbenserie. Diese Farben sind mi­grationsunbedenklich und erfüllen alle gesetzlichen Voraussetzungen für den Druck von Lebensmittelprimärverpackungen. Außerdem schließen sie den sogenannten Swelling-Effekt, die Falten- oder Wellenbildung der Umverpackungsfolie, aus. Die Farben lassen sich vergleichbar zu herkömmlichen Offsetdruckfarben für den Verpackungsdruck verarbeiten. Für den Druck von nicht gestrichenen Kartoninnenseiten bietet der Entwickler zudem einen besonderen, scheuerfesten Organic-Dispersionslack, der wie die Farbe zu 100 Prozent aus Lebensmittelbestandteilen und/oder -zusatzstoffen besteht.

Ungestörter Teeduft

RLC setzt das Farbsystem bereits für eine Teeverpackung ein. „Bei dieser Anwendung ist von besonderem Vorteil, dass Bofood Organic unserer Erfahrung nach die geruchsärmste Farbe im Markt ist“, so Häntze. „Der Konsument nimmt den Geruch der Teesorte ungestört wahr. Das ist für seine Beziehung zur Marke sehr wichtig.“ Häntze ist überzeugt, dass der Innendruck für das Food-Marketing in Zukunft eine größere Rolle spielen wird: „Es wird immer schwieriger, sich als Marke am POS zu differenzieren. In Zukunft wird es daher noch wichtiger, sich auch durch die Verpackung in den Köpfen der Verbraucher zu verankern. Wir sind uns sicher, dass der Markt auf diese Möglichkeit gewartet hat, um Lebensmittelprodukte noch bunter, differenzierter und individueller zu gestalten.“

Autor

Julia Baade, RLC Packaging Group

Unternehmen

rlc | packaging group Leunisman GmbH

Andertensche-Wiese 18-25
30169 Hannover
Deutschland

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