Nachhaltigkeit

Kooperation: DSM und APK arbeiten am Recycling von Multi-Layer Lebensmittelverpackungen

Mit dem Verfahren von APK lässt sich aus Multi-Layer-Barriereverpackungen hochwertiges Granulat gewinne. (Bild: raeva – Fotolia)
Mit dem Verfahren von APK lässt sich aus Multi-Layer-Barriereverpackungen hochwertiges Granulat gewinne. (Bild: raeva – Fotolia)

Viele Multi-Layer Barrierefolien für Lebensmittelverpackungen bestehen aus einer Kombination von PE und PA6, wobei PE als Barriere für Feuchtigkeit und PA6 als Barriere für Sauerstoff wirkt und somit die Haltbarkeit des verpackten Lebensmittels verlängert.

Eine solche Verpackung kann nicht mit einer Mono-Material PE-Folie hergestellt werden, da die Schichtdicken zur Erzielung ausreichender Barriereeigenschaften zu hoch wären. Der Zusatz von PA6 in der Multi-Layer-Lösung reduziert die Gesamtschichtdicke signifikant und verbessert die mechanische Stabilität der Folie, was zu einer geringeren Wahrscheinlichkeit des Aufreißens der Verpackungsfolien während des Transports und der Logistik führt. Dies führt zu einem niedrigeren Prozentsatz an Lebensmittelabfällen und somit zu einer wesentlich besseren CO2-Bilanz in einer Lebenszyklusanalyse.

Verfahren ermöglicht Gewinnung hochwertiger Granulate

APK und DSM gehen nun auch die „End-of-Life“-Phase des Lebenszyklus einer mehrschichtigen PE/PA6-Verpackungsfolie mithilfe des APK-Verfahrens Newcycling an, einer Technologie, die es ermöglicht aus komplexen gemischten Kunststoffabfällen und Multi-Layer Verbunden (beispielsweise Multi-Layer-Barriereverpackungen) wieder hochwertige Granulate zu gewinnen mit Eigenschaften, die nahezu denen von neu hergestellten Kunststoffen entsprechen. Mit konventionellen Recyclingverfahren ist das nicht möglich.

„Darüber hinaus arbeitet das Newcycling-Verfahren sehr kosteneffizient und bietet eine wettbewerbsfähige, nachhaltige Materialquelle. Die Regranulate, die aus mehrschichtigen PE/PA6-Verpackungsabfällen erzeugt werden, können wieder in anspruchsvollen flexiblen Verpackungen eingesetzt werden, was dem Ziel einer Kreislaufwirtschaft entgegenkommt“, erklärt Florian Riedl, Leiter Business Development bei APK.

Im vierten Quartal dieses Jahres soll die erste kommerzielle Newcycling-Anlage in Betrieb gehen.

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