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Die Maschinenbauer in Deutschland haben den wachsenden Unsicherheiten im Exportgeschäft im ersten Halbjahr 2018 erfolgreich getrotzt: In den ersten sechs Monaten dieses Jahres legten die Maschinenauslieferungen laut VDMA um nominal 4,3 Prozent oder 3,5 Mrd. Euro auf 86,7 Mrd. Euro zu.

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Die deutschen Maschinenbauer haben auch 2016 wieder kräftig im Ausland investiert. (Bild: Andrey Armyagov – Fotolia)

Im ersten Halbjahr 2018 verzeichnete der deutsche Maschinenbau ein erhöhtes Exportaufkommen. (Bild: Andrey Armyagov – Fotolia)

Im Vergleichszeitraum des Vorjahrs waren die Maschinenexporte laut VMDA noch um 5,9 Prozent gestiegen, im Gesamtjahr 2017 um knapp 8 Prozent. „Die Androhung und Einführung von Zöllen oder extra-territorialen Sanktionen verunsichert natürlich viele Investoren. Allerdings spiegelt sich das im Maschinenbau erst mit einer gewissen Verzögerung wider, weil viele Kundenprojekte langfristig geplant und bereits erteilte Aufträge eine Durchlaufzeit von mehreren Monaten haben. Außerdem ist deutsche Maschinenbautechnologie weiterhin in vielen Ländern sehr gefragt, um dort die Modernisierung voranzutreiben“, erläutert VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers.

USA bleiben wichtigster Exportmarkt

Auch im ersten Halbjahr 2018 blieben die USA der wichtigste Exportmarkt für Maschinenlieferungen aus Deutschland – ganz knapp vor China. Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten legten um 5,5 Prozent auf 9,26 Mrd. Euro zu. Die Exporte nach China erhöhten sich um 12 Prozent auf 9,23 Mrd. Euro. Damit gingen 10,7 Prozent aller Maschinenlieferungen aus Deutschland in die USA, der Anteil Chinas erhöhte sich auf 10,6 Prozent. Mit einigem Abstand folgten dahinter Frankreich (plus 1,6 Prozent auf 5,66 Mrd. Euro), Italien (plus 12,5 Prozent auf 4,15 Mrd. Euro) und Großbritannien (plus 0,7 Prozent auf 3,74 Mrd. Euro). Die Exporte in die EU-Länder insgesamt legten um 3,4 Prozent auf 40,76 Mrd. Euro zu.

Türkei schwächelt, Russland und Indien ziehen an

Ein deutliches Minus verzeichnete im ersten Halbjahr das Exportgeschäft in die Türkei, das um 6,6 Prozent auf 1,79 Mrd. Euro fiel. „Das ist wahrscheinlich nur ein erster Vorgeschmack auf das, was da noch kommen wird. Durch den raschen Verfall der türkischen Lira verteuert sich für unsere türkischen Kunden der Einkauf von Maschinen deutlich“, mahnt Wiechers. Die Türkei rangiert auf Platz 14 der wichtigsten Abnehmerländer. Auch die Maschinenlieferungen nach Mexiko gingen deutlich um 8,7 Prozent auf 1,42 Mrd. Euro zurück, sie waren 2017 allerdings auch besonders kräftig gestiegen. Gut entwickelte sich in den ersten sechs Monaten das Geschäft mit Russland (plus 11,7 Prozent auf 2,88 Mrd. Euro) und Indien (plus 10,2 Prozent auf 1,6 Mrd. Euro).

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