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Den Faltschachtelherstellern und der Kartonindustrie steht ab sofort mit der überarbeiteten FFI Technischen Richtlinie „Gute Rillbarkeit“ ein Praxis orientiertes Verfahren für die Bewertung der Rillbarkeit von Faltschachtelkarton zur Verfügung.

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Der FFI reagiert mit dieser Richtlinie auf die am Markt zu beobachtende steigende Zahl an Anfragen von Kunden nach technischen Werten zur Beurteilung der Rillbarkeit von Karton. Zugleich ist die derzeit geltende DIN Norm 55437 zur Bewertung der Rillbarkeit mit einigen Unzulänglichkeiten verbunden:  

—    In der DIN Norm wird eine unrealistisch lange Dauer für den Rillvorgang für Proberillungen angegeben.

—    Es existiert keine Vorgabe für die Bedruckung der Oberseiten bei Probe­rillungen.

Mit Hilfe des in der Richtlinie beschriebenen Verfahrens können praxisnahe Proberillungen hergestellt und diese anschließend sowohl optisch als auch technisch bewertet werden, um

—    die für das Kartonmaterial geeigneten Rillparameter mit einer Stanzrillplatte zu ermitteln,

—    den für diese Rillparameter geltenden Faltfaktor zu ermitteln sowie

—    die labortechnische Überprüfung der Rillbarkeit einer Kartoncharge in der Praxis zu ermöglichen.

Bereits 2015 wurde im Rahmen der Überarbeitung der „FFI/VMK Techni­schen Richtlinie Qualitätsmerkmale für Faltschachtelkarton“ von Mitglie­dern des Technischen Ausschusses des FFI in Zusammenarbeit mit zwei Stanzformher­stellern unter Federführung der Hochschule München, Studienrichtung Verpackungs­technik, ein erster Entwurf der FFI Technischen Richtlinie „Gute Rillbarkeit“ entwickelt und veröffentlicht. In der Zwischenzeit hat der FFI die Technische Richtlinie in zwei Stufen mit den Marktpartnern validiert und überarbeitet.

 

Über den Fachverband Faltschachtel-Industrie e.V. (FFI)

Der FFI – Fachverband Faltschachtel-Industrie e.V. vertritt seit 1948 die Interessen von mehr als 60 Unternehmen mit über 80 Produktionsstandorten dieses Industriezweigs, der jährlich ca. 860.000 Tonnen Faltschachteln produziert, was einem Produktionswert von rund 1,86 Mrd. Euro entspricht. Die FFI-Mitglieder repräsentieren dabei rund zwei Drittel des Branchenumsatzes. Die Faltschachtelbranche beschäftigt ca. 9.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in vielfältigen Berufsbildern. Branchenspezifische Berufe wie Verpackungs­ingenieur, Drucker, Packmitteltechnologe, Verpackungsentwickler oder Mediengestalter gehören ebenso dazu wie kaufmännische, technische und logistische Berufe. Traditionell zeigt sich die Industrie mit derzeit rund 700 Auszubildenden zukunftsorientiert und verantwortungsbewusst. Der FFI unterstützt seine Mitglieder mit vielfältigen Produkten sowie Dienstleistungen und trägt so nachhaltig zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit bei. Das Gremien- und Informationsangebot des FFI ist einmalig in Europa. Er sorgt systematisch für Know-how Transfer und Kompetenzsteigerung durch Informationsver­anstaltungen und Fortbildungsseminare, aber auch mit Leitfäden, Richtlinien, Mustern und Checklisten.

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FFI Fachverband Faltschachtel-Industrie e. V.

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