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Hier finden Sie den aktuellen Geschäftsklimaindikator für den Verpackungssektor, erstellt durch das Ifo Institut. In ihm erfahren Sie, wie sich die Bereiche Papier und Pappe, Kunststoff, Glas, Holz sowie Weißblech im Juli 2018 entwickelt haben.

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Der Indikator für das Geschäftsklima im Verpackungssektor, der vom Ifo Institut für Wirtschaftsforschung im Rahmen des Konjunkturtests ermittelt wird, tendierte im Juli leicht nach unten. Zwar beurteilten die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage etwas positiver, ihr Optimismus im Hinblick auf die Geschäftsaussichten hat jedoch nachgelassen. Der Auslastungsgrad der Gerätekapazitäten erhöhte sich im Laufe der letzten drei Monate und war mit 88 Prozent auch höher als zur gleichen Zeit des Vorjahres.

Erneute Besserung: Deutlich aufgehellt hat sich das Geschäftsklima bei Faltschachteln. Die Unternehmen stuften ihre momentane Geschäftssituation noch positiver ein und blickten nun auch wieder sehr optimistisch in die Zukunft. Auch in der Sparte Feinkartonagen tendierte die Stimmung merklich nach oben. Hier resultiert dies aus der nun wieder sehr günstigen Bewertung der aktuellen Lage. Der Klimaindikator bei Vollpappekartonagen ist leicht gestiegen, da der Pessimismus in den Erwartungen abgeklungen ist. Etwas aufgehellt hat sich die konjunkturelle Stimmung bei Beuteln. Man hoffte auf eine Besserung der gegenwärtig nach wie vor unbefriedigenden Geschäftslage. In der Sparte Wellpappen und -kartonagen konnte sich der Geschäftsklimaindikator gut auf dem Stand vom Vormonat behaupten. Im Hinblick auf den künftigen Geschäftsverlauf kam jedoch eine leichte Skepsis auf. Im Gesamtbereich Papier waren die Geräte mit 88 Prozent etwas höher ausgelastet als vor drei Monaten und vor Jahresfrist (jeweils 87 Prozent).
Weitere Abkühlung: Die Verschlechterung des Geschäftsklimas im Bereich Kunststoff resultiert vor allem aus der Entwicklung in der Sparte Beutel, Tragetaschen und Säcke. Nach der vorübergehenden Besserung der momentanen Lage im Vormonat gewannen die negativen Urteile wieder die Oberhand. Die Perspektiven wurden zwar nicht mehr so pessimistisch eingeschätzt, angesichts unzureichender Auftragsreserven soll die Produktion jedoch weiter gedrosselt werden. Auch bei Dosen, Hülsen und Kästen trübte sich die Stimmung etwas ein. Dagegen hellte sich das Geschäftsklima in der Sparte Flaschen und sonstige Hohlkörper bis 5 l erneut auf. Die Geschäftslage wurde noch günstiger eingestuft als zuletzt, eine wesentliche Änderung der Gesamtsituation zeichnete sich offenbar für die nahe Zukunft nicht ab. Die gute konjunkturelle Stimmung bei Hohlkörpern über 5 l blieb stabil. Im Durchschnitt aller Sparten verringerte sich der Auslastungsgrad der Geräte leicht (82 Prozent), er entsprach aber etwa dem Stand vom Vorjahr.
Klimaindikator unverändert: Der Geschäftsklimaindikator in der Sparte Getränkeflaschen hat nachgegeben. Die momentane Geschäfts­situation wurde zwar überwiegend als gut bezeichnet, in den Erwartungen hielten sich jedoch Zuversicht und Skepsis lediglich die Waage. Da wieder mehr neue Order verbucht werden konnten, der Produktionsausstoß aber unverändert blieb, erhöhte sich der Auftragsbestand insgesamt. Obwohl auch Lieferengpässe auftraten, zielten andererseits die Produktionspläne auf Drosselungen ab. Eine weitere leichte Aufhellung des ohnehin überdurchschnittlich günstigen Klimas ergab sich bei Verpackungs- und Medizinglas. Nachfrage und Fertigung zogen an, Auftragsreserven sind reichlich vorhanden. Die Produktion soll weiter expandieren. Spielräume für Anhebungen der Verkaufspreise in den kommenden Monaten wurden, wie bei Getränkeflaschen, nicht gesehen. Am Nutzungsgrad der Produktionskapazitäten (100 Prozent) hat sich im Durchschnitt beider Glassparten nichts verändert (Vorjahr 98 Prozent).
Leichte Verschlechterung: In der Sparte Holzpackmittel und Paletten tendierte das Geschäftsklima geringfügig nach unten. Zwar überwogen bei der Bewertung der aktuellen Situation die positiven Stimmen die negativen noch mehr als zuletzt, hinsichtlich der Entwicklung im kommenden halben Jahr wurde aber der Optimismus von einer leichten Skepsis verdrängt. Neue Aufträge konnten abermals mehr verbucht werden, die Produktion wurde forciert. Auch der Gesamtbestand an Aufträgen wurde aufgestockt und lag weiterhin über dem saisonal üblichen Maß. Da zudem vereinzelt Lieferschwierigkeiten auftraten, waren die Produktionspläne noch etwas häufiger auf Steigerungen angelegt. Den Meldungen nach zu schließen, werden die Verkaufspreise demnächst weiter heraufgesetzt werden. Mit 92 Prozent waren die Geräte mehr ausgelastet als vor drei Monaten und als zur gleichen Zeit des Vorjahres.
Sinkende Tendenz: Der Indikator für die konjunkturelle  Stimmung bei Feinstblechpackungen ist erneut zurückgegangen. Die gegenwärtige Lage wurde bei Weitem nicht mehr so positiv eingestuft wie im Vormonat, in den Erwartungen gewannen sogar die skeptischen Stimmen die Oberhand. Die Nachfrage belebte sich, die Fertigung wurde aber nur wenig erhöht. Dadurch konnte der Gesamtbestand an Aufträgen aufgestockt werden und das Normalmaß übertreffen. Da aber andererseits wieder ein leichter Lagerdruck entstanden ist, kündigten die Produktionspläne nur vereinzelt Steigerungen an. Den Meldungen der Testteilnehmer nach zu schließen, werden sich in den nächsten Monaten höhere Verkaufspreise nicht durchsetzen lassen. Der Nutzungsgrad der Gerätekapazitäten nahm von 82 Prozent im April auf 85 Prozent zu, vor einem Jahr betrug er sogar nur 80 Prozent.

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