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„Marke = Kurs Halten“, so lautet das Motto des diesjährigen Verpackungsdialogs im Verpackungs-Museum Heidelberg. Der renommierte Branchentreff will klassische Hersteller-Marken untereinander und mit der Verpackungsindustrie ins Gespräch bringen. Und das, wie bereits in den letzten Jahren, auf Geschäftsführungs- und Inhaberebene.

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Fußball-Weltmeister Philipp Lahm, jetzt Inhaber der Marke Schneekoppe, spricht am 18. Oktober auf dem Verpackungsdialog des Verpackungsmuseums Heidelberg über die Steuerung der Marke. (Bild: Nadine Rupp)

Fußball-Weltmeister Philipp Lahm, jetzt Inhaber der Marke Schneekoppe, spricht am 18. Oktober auf dem Verpackungsdialog des Verpackungsmuseums Heidelberg über die Steuerung der Marke. (Bild: Nadine Rupp)

Es sind wahrlich stürmische Szenerien, mit denen klassische Hersteller-Marken im Discount-Zeitalter immer häufiger konfrontiert werden. Um erfolgreich navigieren und Kurs halten zu können, ist eine starke Marke entscheidend. Glaubwürdigkeit beim Verbraucher und Kongruenz zum Markenkern führen die Marke auch auf „Nebenstrecken“ zum Erfolg. Gleiches gilt für das Marken-Design und die Fragen des Verpackungs-Auftritts.

Vier Markenführer teilen ihre Erfahrungen

Auf dem 21. Deutschen Verpackungsdialog am 18. Oktober 2018 äußern sich Marken-„Kapitäne“, die persönlich das Steuer führen: Über „Ronnefeldt“-Tee, eine Marke, die sich seit über 150 Jahren treu bleibt, spricht der Unternehmer Jan-Berend Holzapfel.

Frank W. Hein tritt als Enkel des Firmengründers am Beispiel der Traditionsmarke „Pustefix“ den Beweis an, wie wichtig eine starke Marke ist: „Die Marke Pustefix ist eine echte Markenikone, die überall auf der Welt mit dem Herkunftsland Deutschland verbunden ist und auch assoziiert wird. Das markante Verpackungsdesign verbindet die Marke noch heute mit ihren Anfängen und sichert ‚Pustefix‘ eine starke Wiedererkennung und Differenzierung“, so Hein.

Dr. Rüdiger Mittendorff stellt mit „Sebamed“ eine Körperpflege-Marke vor, die seit Jahrzehnten ihre ganz eigenen Wege beschreitet und gerade dadurch zu einem kopierten Vorbild einer neuen Kategorie geworden ist.

Last but not least wird Fußball-Weltmeister Philipp Lahm, der die Mehrheit am traditionsreichen Naturkosthersteller Schneekoppe übernommen hat, Einblicke in die „Steuerung“ der Marke „Schneekoppe“ geben, an deren Ausrichtung unter seiner Ägide möglicherweise vorsichtige Kurskorrekturen vorgenommen werden. Lahm prophezeit der Marke eine gute Zukunft, wenn er sagt: „Als Spitzensportler habe ich mich schon immer mit gesunder Lebensführung auseinandergesetzt – deshalb war mir Schneekoppe von Anfang an sympathisch. Schneekoppe steht als Traditionsmarke für einfache und gesunde Ernährung. Wir wollen mit Schneekoppe wachsen. Also müssen wir uns überlegen, wie wir die Marke wieder stark machen, wie wir mit unseren Produkten glaubwürdiger werden oder welche Verpackungen zu uns passen. Und wir wollen neue Partner finden, mit denen wir langfristig zusammenarbeiten.“