Startseite Themen Lebensmittel Baden-Württembergs Umweltminister besucht KBA-Metalprint

Franz Untersteller

Baden-Württembergs Umweltminister besucht KBA-Metalprint

Den Besuch von Franz Untersteller, Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft im grün-roten Landeskabinett sowie der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag, Kerstin Andreae, zusammen mit Lokalpolitikern, Unternehmern und Technik-Experten hatte der Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft (BVMW) organisiert, dem auch KBA-Metalprint Geschäftsführer Ralf Gumbel angehört.

Wie KBA-Metalprint mitteilte, bemängelte Umweltminister Franz Untersteller, dass sich die Energiewende-Diskussion nur noch als Strompreis-Diskussion bemerkbar mache. Das Thema Energieeffizienz sei „eines der meist unterschätzten Themen überhaupt in der ganzen Energiedebatte". Als Politiker sähe er sich mit den unterschiedlichsten Wünschen aus der Industrie konfrontiert: Hersteller von Umwelttechnik hofften auf deren Förderung, andere Industriezweige wehrten sich gegen weiter einengende Vorschriften.

Man müsse helfen Energieeffizienz zu einem Geschäftsmodell zu machen. Dies würde nur über öffentliche Fördermittel gelingen. Als Ansatz nannte Untersteller laut KBA-Metalprint ein Programm, das kleinen und mittelständischen Unternehmen verbilligte Kredite gewährt, wenn sie alte Elektromotoren oder Pumpen gegen effizientere Technologie austauschen.

Zum Metalldruck gehören Lackier- und Trocknungsprozesse sowie die Reinigung der entstehenden Emissionen. KBA-Metalprint baut seit den 1960er Jahren Abluftreinigungsanlagen als Bestandteil der eigenen Produktionslinien. Inzwischen kann die in Stuttgart entwickelte thermisch-regenerative Abluftreinigung (TRA) beispielsweise Schad- und Geruchsstoffe fast vollständig (> 99,8 Prozent) oxidieren. Bei optimierten Produktionsbedingungen arbeitete das System autotherm und könne zusätzlich extern nutzbare Energie erzeugen, so KBA-Metalprint.

Geschäftsführer Ralf Gumbel und der zuständige Bereichsleiter Dietmar Decker berichteten von einem noch wenig ausgeprägtem Interesse für effiziente Luftreinhaltung außerhalb von Westeuropa und Nordamerika. „Lösemittel hat einen Heizwert fast wie Heizöl. Wenn Abluft nur gereinigt wird, um gesetzliche Bestimmungen zu erfüllen, ist dies die falsche Philosophie", so Gumbel und Decker. Mit der Technologie von KBA-Metalprint könnten bis zu 82 Prozent der Lösemittel-Energie wieder für die Produktion zurückgewonnen werden. Man müsse deshalb, so Decker, die Abluftreinigung „als Feuerungsanlage mit TA-Luft-Garantie" betrachten.

Unter der Leitung von Matthias Hänel entwickelte KBA-Metalprint eine Wärmespeicher-Technologie, die beispielsweise im Solarturm-Kraftwerk in Jülich zum Einsatz kommt. Die Lösung hat das F&E-Stadium verlassen und könnte praktisch für die Speicherung von Solarenergie und deren Nutzung während der sonnenlosen Tageszeit eingesetzt werden. „Die Förderung von Investitionen in Wärmerückgewinnung könnte ebenso helfen wie die Honorierung von Energieeinsparung", so Decker.

(mns)

 
Newsletter

Das Neueste von
neue verpackung direkt in Ihren Posteingang!