Pressefrühstück auf der Fachpack

Positiver Geschäftsverlauf bei Multivac

Für das Jahr 2019 gab sich Multivac-CEO Boekstegers auf der Fachpack trotz aller Unwägbarkeiten „moderat optimistisch“. (Bild: Redaktion)
Für das Jahr 2019 gab sich Multivac-CEO Boekstegers auf der Fachpack trotz aller Unwägbarkeiten „moderat optimistisch“. (Bild: Redaktion)

„Unser Geschäft entwickelt sich entgegen dem allgemeinen Markttrend weiterhin gut“, erklärt Hans-Joachim Boekstegers. „Unsere Produktionskapazitäten sind voll ausgelastet und wir verzeichnen eine positive Entwicklung in allen Geschäftsbereichen. Vor allem unsere Tiefziehverpackungsmaschinen verkaufen sich die geschnitten Brot.“ Nachdem der Umsatz 2017 nahezu die 1-Mrd.-Euro-Marke erreicht hatte, rechnet Multivac für das laufende Geschäftsjahr mit einem Umsatzwachstum in der Größenordnung von bis zu zehn Prozent. Dennoch bestünden zahlreiche wirtschaftspolitische Risiken und Herausforderungen, die sich im auch im kommenden Jahr auf unser Geschäft auswirken werden – dazu zählten etwa die Abschottungs-Politik der USA, die Folgen des Brexit, ein zunehmender Nationalismus in Italien und Polen, aber auch Schutzzölle und stark schwankende Rohstoffpreise. „Für das Jahr 2019 sind wir dennoch moderat optimistisch“, schließt Boekstegers seinen Bericht zur Geschäftslage.

Firmenjubiläum: Multivac Marking & Inspection

Multivac Marking & Inspection feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum als Mitglied der Unternehmensgruppe. „Die Akquisition dieses Unternehmens war damals ein erster strategischer Schritt bei der Ausrichtung von Multivac zu einem Anbieter von Komplettlösungen“, kommentiert Boekstegers. „So wurden in den letzten Jahren die beiden Geschäftsfelder ‚Kennzeichnung‘ und ‚Inspektion‘ konsequent ausgebaut und wir zählen heute zu den führenden Anbietern von Lösungen in diesem Bereich.“

Eröffnung des Produktionsstandorts in Bulgarien

In Bulgarien wurde im Juni 2018 die offizielle Eröffnung der ersten Produktionsstätte in Osteuropa gefeiert – und damit das globale Fertigungsnetzwerk weiter ausgebaut. Der bulgarische Standort in der Nähe von Sofia umfasst ein Fabrikgebäude für die Teileproduktion der Unternehmensgruppe, ein modernes Lager beziehungsweise Logistikzentrum, ein Trainingscenter sowie ein Verwaltungsgebäude. Neben der bulgarischen Vertriebs- und Servicegesellschaft sind auch ein internationales Shared Service Center für IT, strategischen Einkauf sowie Design und Service im neuen Komplex untergebracht. „Mit qualifiziertem Fachpersonal produzieren wir dort im Dreischichtbetrieb Maschinenteile und Baugruppen. Dabei kommen moderne Dreh- und Fräsmaschinen zum Einsatz, wie wir sie auch an unserem Hauptsitz in Deutschland verwenden. Das heißt für unsere Kunden, dass sie auch die gleiche Qualität wie von in Deutschland produzierten Systemen erhalten“, erklärt Boekstegers. Die Kapazitäten seien schon jetzt voll ausgelastet und so erwartet Boekstegers, den Standort in den kommenden ein bis zwei Jahren noch einmal zu spiegeln.

EU Kunststoffstrategie

Mit Blick auf die aktuell viel diskutierte EU Kunststoffstrategie gab Boekstegers zu bedenken, dass sich die EU-Forderung zur Verwertung der Kunststoffe nur auf die Recyclingfähigkeit konzentriere. Der Mehrwert einer Kunststoffverpackung während ihres Lebenszyklus, etwa Haltbarkeitsverlängerung von Lebensmitteln ohne Konservierungsstoffe und Schutz beziehungsweise Sicherheit für den Verbraucher durch versiegelte Verpackungen, werde dabei nicht berücksichtigt. Neue Verpackungskonzepte müssten vergleichbare Vorteile wie herkömmliche Lösungen in puncto Schutz und Haltbarkeit des verpackten Produkts bieten, sonst werde der ohnehin schon hohe Anteil an weggeworfenen respektive verdorbenen Lebensmitteln weiter steigen. Neue Verpackungskonzepte sollten zudem mit Rücknahmesystemen kompatibel sein und nicht zuletzt müsse recyclingfähiges Material als solches erkennbar sein – idealerweise für den Konsumenten, mindestens aber für den Verwerter.

Mit den Verpackungstechnologien von Multivac lassen sich laut Boekstegers schon heute Verpackungskonzepte für einen reduzierten Ressourcenverbrauch und eine erhöhte Recyclingfähigkeit realisieren: „Unsere Maschine sind so ausgelegt, dass sie unterschiedlichste Packstoffe problemlos verarbeiten können. Darüber hinaus streben wir konsequent die Packstoffreduzierung bei der Verpackungsherstellung durch spezifische Ausstattungsoptionen sowie ein entsprechendes Packungsdesign an. Und nicht zuletzt arbeiten wir gemeinsam mit führenden Herstellern von Verpackungsmaterialien an der Entwicklung von neuen Verpackungskonzepten, etwa unter Verwendung von recyclingfähigen Materialien, wie beispielsweise Monomaterialien oder faserbasierten Packstoffen.“

Über die Firma
Multivac Sepp Haggenmüller SE & Co.KG
Wolfertschwenden
Newsletter

Das Neueste von
neue verpackung direkt in Ihren Posteingang!