Etikettieren

Storck optimiert die Distribution mit Kennzeichnungstechnik

Storck gehört zu den zehn größten Süßwarenherstellern der Welt und exportiert seine Produkte in mehr als hundert Länder. Durch seine modernen Logistikzentren an den Produktionsstandorten im westfälischen Halle und thüringischen Ohrdruf kann das Unternehmen in Europa einen 24-Stunden-Lieferservice anbieten. Um schnell und flexibel auf die Anforderungen der Märkte reagieren zu können, optimiert Storck fortlaufend alle Prozesse. Zuletzt stand neben der Neuorganisation der Lieferkette auch die Aktualisierung der Kennzeichnungstechnik auf dem Programm.

Im Storck-Verteilzentrum setzt der Betreiber auf Palettenetikettierer von Rea Label. (Bild: Rea)

Komplexe Ausgangslage

Um den Transport und die Kennzeichnung von Paletten zu automatisieren und manuelle Eingriffe zu reduzieren, sollten in den Hochregallagern in Halle und Ohrdruf Palettenetikettierer am Übergang zur Verladehalle integriert werden. Für die Durchführung gab es einen engen Zeitrahmen: Die Installation musste bei laufendem Betrieb stattfinden und das standortübergreifende Projekt vor der Hochphase für das Weihnachtsgeschäft abgeschlossen sein.

Minutiöse Planung

Angesichts dieser Herausforderung überließ Storck nichts dem Zufall: Das Unternehmen gab eine umfassende Marktsichtung inklusive Anbietervergleich in Auftrag und holte ein Projektteam der FH Bielefeld mit ins Boot, um verschiedene Lösungsansätze zu prüfen. Die Entscheidung fiel schließlich auf Palettenetikettierer von Rea Label, die mit robustem Gehäuse, stabiler Mechanik, bedienfreundlicher Software, modernen Schnittstellen und zukunftsfähiger Technik überzeugten. Darüber hinaus konnte der Service von Rea mit hoher Flexibilität, umfassender Verfügbarkeit sowie einem detaillierten Konzept punkten und die zuverlässige Umsetzung garantieren.

Normgerecht kennzeichnen

Trotz knapper Deadline wurden an beiden Standorten fristgerecht jeweils acht Palettenetikettierer am Übergang vom Hochregallager zur Verladehalle implementiert. An dieser Stelle werden Paletten über vier Fahrstuhlschächte auf eine Transportanlage mit acht Bahnen verteilt. Anschließend werden sie im Stillstand dreiseitig auf der Längs-, Stirn- und Rückseite etikettiert. Eine servomotorische Höhenverfahrung ist nicht erforderlich. Die Daten zu jeder Palette werden per Profibus-Schnittstelle von der Fördertechnik an die jeweilige Etikettiereinheit übermittelt, Abmessungen und Kanten erkennt der Palettenetikettierer automatisch. Damit hält die Systemlösung die in den GS1-Normen genannten Positionen für Etiketten genau ein. Bei dreiseitiger Etikettierung ist es möglich, pro Stunde bis zu 80 Paletten abzufertigen. Die Labels enthalten produkt- und auftragsspezifische Daten für Speditionen und Kunden, wie Routeninformationen, Gewicht, Mindesthaltbarkeitsdatum und Artikelnummer.

Einfaches Handling

Die Palettenetikettierer konnte der Anbieter reibungslos in den Logistikprozess integrieren, sodass sie im täglichen Betrieb einfach zu steuern sind: Sie arbeiten vollautomatisch und werden dezentral überwacht, alle Meldungen werden visualisiert. Die Bedienung kann alternativ auch an der Linie über ein integriertes Terminal mit beleuchtetem LCD-Klarschrift-Display und bedienerfreundlichem Touch Panel erfolgen. Darüber hinaus verfügt jedes System über eine dreifarbige Stableuchte, die dem Personal den jeweiligen Betriebsstatus anzeigt.

Alles digital

Industrie 4.0 ist Standard bei Rea Label: Die Schnittstellenprogrammierung für die Datenkommunikation ermöglicht die komfortable Eingliederung der Palettenetikettierer in die bestehende Infrastruktur und die Anbindung an das Lagermanagementsystem (LMS) von Storck. Die just in time benötigten Druckdaten werden vom übergeordneten LMS direkt an die Palettenetikettierer übertragen. Die Etiketten werden inline gedruckt und anschließend normgerecht appliziert. Die Schnittstelle Fördertechnik/Etikettierer wurde über eine DP/DP-Kopplung realisiert, auch die sicherheitsrelevanten Signale werden digital verarbeitet.

Flexibles System

Der automatische Datenaustausch ist bei Rea Label ebenso selbstverständlich wie eine große Auswahl an Thermo-Transfer-Druckmodulen. Daher ist es möglich, auch spezielle Kundenwünsche umzusetzen. Durch den Einsatz hochwertiger Komponenten und die integrierte, frei programmierbare SPS können die Systeme variabel konfiguriert werden. Die Geräteumhausung schützt vor Staub, falls nötig sorgt eine Heizung oder Klimaanlage für die optimale Betriebstemperatur. Die Palettenetikettierer sind auch in Edelstahlausführung erhältlich und für Kühlbereiche mit Temperaturen bis -24 °C geeignet.

Zukunftsfähige Lösung

Bei Storck zeigen sich die Verantwortlichen mit den Paletten­etikettierern von Rea Label sehr zufrieden: „Wir haben eine leistungsstarke, zukunftsfähige Lösung gefunden, die wir bedarfsgerecht an aktuelle und künftige Vorgaben anpassen können. Damit können wir schneller und flexibler auf den Markt reagieren als bisher", berichtet Frank Müller, Leiter des Storck-Logistikzen­trums in Halle.

Über den Autor
Autorenbild
Sonja Britta Reber, für Rea Label

Über die Firma
REA Elektronik GmbH
Mühltal
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