Anzeige
Holzpackmittel

HPE: Kosten- und Zeitdruck in der Branche nehmen zu

Anzeige
Die Palettenproduktion von 2016 bis 2018. (Bild: HPE)
Die Palettenproduktion von 2016 bis 2018. (Bild: HPE)

„Trotz wirtschaftspolitisch unruhiger Zeiten mit offener Eskalationsspirale ist die deutsche Holzpackmittelindustrie angesichts eines soliden Wirtschaftswachstums in Deutschland und neuer Impulse aus dem Auslandsgeschäft zuversichtlich gestimmt und geht von steigenden Absatzmengen für das Gesamtjahr 2018 aus. Wir sehen die deutsche Wirtschaft und unsere Branche weiter auf Wachstumskurs, so war etwa das Bruttoinlandsprodukt  im zweiten Quartal 2018 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 0,5 Prozent höher als im Vorquartal. Im ersten Quartal 2018 hatte es einen Anstieg des BIP um 0,4 Prozent gegeben, “ erklärt Hasdenteufel. Sowohl der Inlandsmarkt als auch die Exporte konnten in diesem Jahr zulegen. Diese parallele Entwicklung der deutschen Wirtschaft belebt unmittelbar die Verkäufe der Holzpackmittelindustrie, da nahezu jedes ausgeführte Produkt entweder verpackt und/oder auf einer Palette befördert wird. Auch innerdeutsch macht sich dies bemerkbar: Infolge höherer Konsumausgaben der privaten Haushalte und des Staates werden immer mehr Waren auf Paletten aus Holz befördert. Die Beschäftigung, die Einkommen sowie die private und staatliche Konsumnachfrage steigen. Zudem erhöhte sich die Investitionstätigkeit, insbesondere bei Ausrüstungen, Bauten und sonstigen Anlagen.

Die Kistenproduktion von 2016 bis 2018. (Bild: HPE)
Die Kistenproduktion von 2016 bis 2018. (Bild: HPE)

Gute Wirtschaftslage – vorsichtige Geschäftserwartungen

Damit setzt sich der volumenmäßige Aufwärtstrend der vergangenen Jahre auch 2018 für die Branche fort. Die Risiken, vor allem im außenwirtschaftlichen Umfeld, sind allerdings weiterhin hoch und schwer kalkulierbar. Die Lagebeurteilung in der Holzpackmittelbranche und der deutschen Wirtschaft insgesamt ist nach wie vor überdurchschnittlich positiv. Bei den Geschäftserwartungen werden die Akteure hingegen vorsichtiger: Die Holzpackmittelbranche beurteilt die Aussichten für die kommenden sechs Monate  leicht rückläufig. Im gesamten verarbeitenden Gewerbe ist der Geschäftsklimaindex nach zuletzt sechs Rückgängen in Folge allerdings wieder gestiegen. Dies ist auf merklich optimistischere Erwartungen der Industriefirmen zurückzuführen, vor allem in der Automobilbranche. Mehrere Unternehmen planen, die Produktion anzuheben. Die aktuelle Lage schätzen diese Unternehmen hingegen etwas weniger gut ein.

Vorlaufzeiten vieler Aufträge werden kürzer

„Wir sind darauf vorbereitet, dass sich die vorsichtige Einschätzung der Branche für die kommenden Monate auch schnell wieder zum Positiven verändern kann. Denn wir beobachten nach wie vor, dass die Vorlaufzeit vieler Aufträge für Holzpackmittel und Paletten immer kürzer wird, “ so Hasenteufel weiter. Dies sei ein wichtiger Indikator, denn zusätzlich sei eine grundsätzliche Order-Zurückhaltung nicht erkennbar. Gleichzeitig stelle die Kurzfristigkeit der Aufträge eine zusätzliche Herausforderung für unsere Betriebe hinsichtlich maschineller und personeller Flexibilität dar. Regionale Nähe und schlanke Strukturen helfen hier im Wettbewerb. Unabdingbar sei aber auch die Flexibilität und das seit Monaten hervorragende und außergewöhnliche Engagement der Mitarbeiterinen und Mitarbeiter, die mit Überstunden und Extraschichten ganz wesentlich dazu beitragen, dass die Kunden die bestellten Holzpackmittel rechtzeitig in der gewünschten Ausführung und Qualität erhalten.

Umsatzwachstum um knapp 30 Prozent im 1. Halbjahr

Die Hersteller von Holzpackmitteln (Betriebe ab 50 Beschäftigten) konnten ihren Gesamtumsatz im 1. Halbjahr 2018 mit fast 470 Mio. Euro um knapp 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigern, wobei der Inlandsumsatz um 30,8 Prozent und der Auslandsumsatz um 18,9 Prozent zulegte. Auch die Zahl der Beschäftigten ist um gut 19 Prozent gestiegen. Damit setzt sich der bereits im ersten Quartal festgestellte Trend fort. Gleichwohl gilt es anzumerken, dass die Daten statistisch überzeichnet sind. Der Grund hierfür: Die Zahl der in der amtlichen Statistik erfassten Betriebe – es werden nur die größeren Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten gezählt – nahm zu Jahresbeginn um 9,6 Prozent auf 50 Betriebe zu, ist seitdem aber unverändert geblieben. Die Zahl der Beschäftigten stieg im Vergleich zum ersten Quartal 2018 leicht auf 4.555 an. Der HPE geht derzeit davon aus, dass auch die Produktionsmengen auf Jahressicht um rund 5 Prozent zulegen werden. Dabei ist die Dynamik bei der Herstellung von Holzpaletten etwas ausgeprägter ist als bei den Kisten und Exportverpackungen.

Über die Firma
Bundesverband (HPE) e.V. Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackungen
Bad Honnef
Newsletter

Das Neuste von
neue verpackung direkt in Ihren Posteingang!