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Hier finden Sie den aktuellen Geschäftsklimaindikator für den Verpackungssektor, erstellt durch das Ifo Institut. In ihm erfahren Sie, wie sich die Bereiche Papier und Pappe, Kunststoff, Glas, Holz sowie Metall im August 2018 entwickelt haben.

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Das Geschäftsklima im Verpackungssektor, das vom Ifo Institut für Wirtschaftsforschung im Rahmen der Konjunkturumfragen ermittelt wird, tendierte im August erneut leicht nach unten. Die Unsicherheiten über die Entwicklung der weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen schlagen sich zunehmend in dem nachlassenden Optimismus in den Geschäftserwartungen der Unternehmen nieder. Die aktuelle Lage befindet sich trotzdem weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.

Leichte Stimmungseintrübung: Das Geschäftsklima im Bereich Papier und Kartonagen hat leicht nachgegeben, liegt jedoch aber weiterhin deutlich über dem langfristigen Mittelwert. Während die sehr gute Lage von den Unternehmen leicht nach unten korrigiert wurde, nahm der Optimismus mit Blick auf die kommenden Monate wieder zu. Die Nachfragedynamik verlor weiter an Schwung und der Auftragsbestand wurde erstmals seit mehr als einem Jahr als nicht mehr als gut eingeschätzt. Die Produktionspläne der Hersteller bleiben jedoch expansiv ausgerichtet. Dies ist auch auf eine leicht anziehende Nachfrage aus dem Ausland zurückzuführen. Die Preisentwicklung war in den vergangenen Monaten expansiv ausgerichtet. Auch in den kommenden Monaten sind vielerorts Preiserhöhungen geplant.
Erneute Abkühlung: Das Geschäftsklima gab im Kunststoffbereich zum sechsten Mal in Folge nach. Das generelle Niveau liegt jedoch weiterhin sehr hoch. Der Rückgang war auf verstärkt pessimistische Erwartungen der Unternehmen zurückzuführen. Die aktuelle Lage wurde hingegen nahezu unverändert als sehr gut eingeschätzt. Die Nachfragedynamik bleibt weiterhin verhalten. Zudem nahm die Zufriedenheit mit dem Auftragsbestand merklich ab. Die Produktion soll weiter angehoben werden. Vom Ausland werden jedoch kaum zusätzliche Impulse erwartet. Der Personalbestand soll weitestgehend konstant gehalten werden. Größere Neueinstellungen sind vorerst nicht geplant. Die Preisdynamik bleibt leicht expansiv ausgerichtet.
Unveränderte Stimmung: Im Bereich der Holzverpackungen ist das Geschäftsklima nahezu konstant geblieben. Auf der einen Seite waren die befragten Unternehmer merklich zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage, jedoch trübten sich die Erwartungen auf der anderen Seite ein. Die Nachfragedynamik ist weiterhin expansiv ausgerichtet, jedoch nicht mehr so stark wie noch im Winter. Dies spiegelt sich auch im Auftragsbestand wider. Die Lagerbestände werden weiterhin als zu klein empfunden, jedoch entspannte sich hier die Lage zuletzt wieder etwas. Die Produktion soll ausgeweitet werden. Die Exporterwartungen bleiben verhalten. Auch bei den Personalplanungen ist Zurückhaltung eingekehrt. Nach vielen Neueinstellungen Anfang des Jahres suchen nur noch vereinzelt Unternehmen neue Mitarbeiter. In den vergangenen Monaten wurden vielerorts die Preise erhöht, auch für die Zukunft ist dies geplant, wenn auch etwas weniger stark als zuletzt.
Leichte Abwärtstendenz: Das Geschäftsklima im Bereich Glasherstellung tendierte leicht nach unten. Während die Unternehmer merklich zufriedener waren mit ihrer aktuellen Geschäftslage, erwarten sie kaum noch eine weitere Verbesserung in den kommenden Monaten. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die sehr gute Geschäftslage sich kaum noch weiter steigern kann. Die Nachfrage entwickelte sich wenig dynamisch im Vormonat. Auch die Zufriedenheit mit dem aktuellen Auftragsbestand nahm ab. Die Lager sind weiterhin geräumt. Auch deshalb soll die Produktion weiter angehoben werden, wenn auch etwas weniger stark als im Vormonat. Aus dem Ausland werden weiterhin kontinuierlich neue Aufträge erwartet. Aufgrund dessen soll zusätzliches Personal eingestellt werden. Die Preise konnten im Vormonat kaum noch angehoben werden. Für die kommenden Monate ist sogar davon auszugehen, dass es vereinzelt zu Preissenkungen kommen wird.
Weitere Verschlechterung: Im Metallbereich ist der Geschäftsklimaindex zum neunten Mal in Folge gefallen. Dies war auf eine deutlich schlechtere Lageeinschätzung zurückzuführen. Die Erwartungen korrigierten die Unternehmen hingegen leicht nach oben. Ein Grund dafür könnte die zunehmende Unzufriedenheit mit dem aktuellen Auftragsbestand sein. Auch die Lager füllten sich in den letzten beiden Monaten merklich. Die Produktion war vielerorts rückläufig. Produktionsanhebungen waren seltener geplant als noch in den letzten Monaten. Auch aus dem Ausland werden kaum zusätzliche Aufträge erwartet. Die Mitarbeiterzahl soll tendenziell verringert werden. Die Preise konnten vermehrt angehoben werden. Weitere Preissteigerungen sind vereinzelt geplant.

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ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V.

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