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Krones senkt Umsatz- und Ertragsprognose

Der Auftragseingang stieg von Januar bis September 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 9,0 % auf 2.940,0 Mio. Euro. Akquisitionseffekte hatten keine spürbaren Auswirkungen auf den Auftragseingang. Ende September 2018 lag der Auftragsbestand von Krones mit 1.487,3 Mio. Euro um 11,6 % über dem Vorjahrjahreswert (1.332,6 Mio. Euro).

Sondereffekt sowie steigende Kosten belasten die Ertragskraft

Trotz höherer Umsätze unterschritten die wichtigsten Ertragskennzahlen der ersten neun Monate 2018 die Vorjahreswerte. Verantwortlich hierfür waren hauptsächlich gestiegene Kosten für Material und Personal sowie der unvorteilhafte Produktmix. Darüber hinaus wurde das Ergebnis im 3. Quartal durch Aufwendungen im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich für den Aufbau des Produktionsstandorts in Ungarn beeinflusst. Von Januar bis September 2018 ging das Ergebnis vor Steuern (EBT) im Vergleich zum Vorjahr um 17,0 % auf 139,4 Mio. Euro zurück. Die EBT-Marge verringerte sich von 6,7 % im Vorjahr auf 5,2 %. Bereinigt um die einmaligen Kosten erwirtschaftete Krones in den ersten neun Monaten eine EBT-Marge von annähernd 6 %. Das Ergebnis nach Steuern unterschritt im Berichtszeitraum mit 99,4 Mio. Euro den Vorjahreswert um 13,3 %. Von 3,68 Euro im Vorjahr auf 3,16 Euro fiel das Ergebnis je Aktie. Ohne die einmaligen Kosten wären das Konzernergebnis und das Ergebnis je Aktie auf Vorjahresniveau.

Den Free Cashflow verbesserte Krones in den ersten drei Quartalen 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 102,0 Mio. Euro auf minus 140,0 Mio. Euro. Das durchschnittliche Working Capital der vergangenen vier Quartale in Relation zum Umsatz erhöhte sich auf 28,8 % (Vorjahr: 26,5 %). Im Vergleich zum 30. Juni (28,8 %) blieb es jedoch stabil. Aufgrund des niedrigeren Ergebnisses fiel im Berichtszeitraum der Return on Capital Employed (ROCE), also das Ergebnis vor Zinsen und Steuern im Verhältnis zum durchschnittlich gebundenen Nettokapital, auf 12,3 % (Vorjahr: 14,6 %).

Krones passt Prognose für 2018 an

Auf Grundlage der vorliegenden Zahlen für die ersten neun Monate 2018 und den Planungen für das vierte Quartal senkt das Unternehmen seine Umsatz- und Ertragsprognose. Wegen steigender Kosten für Material und Personal sowie Anlaufkosten und einmaliger Aufwendungen für die Erweiterung des Global Footprint plant Krones, bereinigt um einmalige Aufwendungen, für das Gesamtjahr 2018 eine operative EBT-Marge von rund 6,5 %. Die bisherige Zielgröße betrug 7,0 %.

Gemäß den aktuellen Planungen wird das Unternehmen im Jahr 2018 beim Umsatz um 4 % wachsen und somit die bisherige Zielgröße von 6 % nicht erreichen. Gründe dafür sind negative Währungseffekte und die Verschiebung von Großprojekten. Bei der dritten Zielgröße, dem Working Capital im Verhältnis zum Umsatz, ist Krones zuversichtlich, die kommunizierte Planzahl von 28 % zu erreichen.

Mittelfristige Ziele werden später erreicht

Zur Kompensation von Kostensteigerungen und Stärkung der Ertragskraft setzt Krones im Rahmen des Strategieprogramms Value umfangreiche Maßnahmen um. Darüber hinaus hat das Unternehmen die Preise mit Wirkung zum 1. Mai 2018 um durchschnittlich 4,5 % für alle Maschinen der Abfüll- und Verpackungstechnik und der Prozesstechnik erhöht. Noch greifen die strategischen Maßnahmen von Krones nicht vollumfänglich.

Grundsätzlich hält Krones an seinen Mittelfristzielen von einer EBT-Marge von 8 % und einem Working Capital im Verhältnis zum Umsatz von 22 % fest. Diese zu erreichen wird allerdings ein bis zwei Jahre länger als geplant in Anspruch nehmen. Die neue Mittelfristplanung wird Krones voraussichtlich im Februar 2019 mit Vorlage der Vorabzahlen für das Geschäftsjahr 2018 veröffentlichen.

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Krones AG
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