Logistik

Unternehmen für Industrie 4.0-Projekte gesucht

Der Einsatz von Smart Devices in Produktion und Logistik ist immer wieder ein großes Thema in den Transferprojekten des Innovationslabors. (Bild: Fraunhofer)

„Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Innovationslabor entwickeln in diesen Projekten gemeinsam mit einem Unternehmen eine Lösung für ein ganz konkretes Problem im betrieblichen Alltag“, erläutert Andreas Nettsträter vom Fraunhofer IML, im Innovationslabor zuständig für die Durchführung der Transferprojekte, das Prinzip und verspricht einen „Innovationssprung im Tandem“. Interessierte Unternehmen aus der Region und aus ganz Deutschland können sich ab sofort über die Teilnahme an einem solchen Projekt informieren. Für 2019 sind zwei Ausschreibungsrunden mit jeweils fünf Projekten geplant, die auf sechs Monate angelegt sind.

„Unternehmen da abholen, wo sie stehen“

Bislang hat das Innovationslabor insgesamt neun Transferprojekte umgesetzt. Ob Fehlervermeidung bei Inventuren, eine effizientere quittungslose Zustellung oder vorausschauende Instandhaltung: Die Ergebnisse aus den bereits abgeschlossenen Transferprojekten zeigen beispielhaft, wie kleine und mittelständische Unternehmen ihre Innovations- und Zukunftsfähigkeit durch den Einsatz digitaler Technologien steigern können. In den laufenden Projekten stehen kostengünstige Lösungen für mehr Transparenz in der Produktion, zukunftsfähige Transportdienstleistungen oder VR-basierte Schulungskonzepte auf der Agenda. Das Themenspektrum für neue Projekte ist breit gefächert: Industrie 4.0, Dienstleistungen und Digitalisierung lauten die Schlagworte. Die in dem Forschungsprojekt entwickelten Technologien, Methoden und Werkzeuge verbleiben beim Unternehmen. „In den Transferprojekten berücksichtigen wir die besonderen Anforderungen von mittelständischen Unternehmen und holen sie dort ab, wo sie stehen“, so Andreas Nettsträter. „Damit bieten wir den Unternehmen bei einem begrenzten Aufwand und einem überschaubaren Risiko einen sehr guten Einstieg in Forschung und Entwicklung.“ Jedes Projekt wird mit 50.000 Euro aus den Mitteln des Innovationslabors gefördert, das Unternehmen bringt Personal- und Sachmittel ein.

Über das Innovationslabor Hybride Dienstleistungen

Das Innovationslabor Hybride Dienstleistungen in der Logistik (www.innovationslabor-logistik.de) ist ein interdisziplinäres Forschungsprojekt, in dem technologische Innovationen für eine Social Networked Industry entwickelt werden. Ein Fokus liegt dabei auf der Mensch-Technik-Interaktion. Die Ausgestaltung der Innovationen zu hybriden Dienstleistungen wird durch so genannte Showcases in fünf Bereichen gewährleistet: Handel, Produktionslogistik, Transport, Instandhaltung und Virtual Training. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt über eine Laufzeit von 4,5 Jahren mit mehr als 10 Millionen Euro. Das Innovationslabor soll zum einen die digitale Vorreiterrolle des Standorts Dortmund in Bezug auf Dienstleistung und Logistik stärken, zum anderen die Akzeptanz und die Einführung neuer technischer Lösungen im Umfeld von Industrie 4.0 beschleunigen. Zahlreiche akademische und industrielle Partnernetzwerke sowie weitere Sozialpartner und Multiplikatoren aus der Metropole Ruhr und darüber hinaus sind in die Arbeit des Innovationslabors eingebunden. Das Innovationslabor im Internet: 

 

Über die Firma
Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML
Dortmund
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