Alu-Aerosoldosen auf Rekordniveau

Aerobal-Mitgliedsfirmen produzieren erstmals mehr als 6 Mrd. Dosen

Nach dem Rekordjahr 2018 erwartet Aerobal-Präsident Leopold Werdich für 2019 eine Normalisierung des Marktes.
(Bild: Aerobal)

Der Löwenanteil aller produzierten Aluminiumdosen entfällt dabei auf die Mitgliedsunternehmen von Aerobal, der International Organisation of Aluminium Aerosol Container Manufacturers. Aerobal meldet allein für seine 26 Mitglieder für das Jahr 2018 eine Gesamtproduktion von knapp über 6 Mrd. Dosen. Damit wird diese Schallmauer von den Aerobal-Firmen erstmals übertroffen und entspricht einem Wachstum von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresergebnis. Die in Aerobal organisierten Firmen repräsentieren somit etwa drei Viertel aller auf der Welt hergestellten Aluminium-Aerosoldosen.

Kosmetiksektor größter Abnehmer

Laut Aerobal gingen 2018 nahezu 84 Prozent der gesamten Produktion in den Kosmetiksektor. Allein auf Deodorants und Parfums entfielen dabei 57 Prozent. Hair Sprays mit rund 9 Prozent und Hair Mousse mit circa 6 Prozent nahmen ebenfalls noch größere Teile der Produktion auf. Neben der Kosmetikindustrie waren vor allem der weite Markt der Haushaltsgüter mit 7 Prozent und der pharmazeutische Sektor mit 6 Prozent von Bedeutung.

Auf hohem Niveau tendierten die beiden regional bedeutendsten Märkte in Europa und Nordamerika stabil mit nur geringfügigen Veränderungen. Hingegen unterstrichen die weiterhin aufstrebenden Märkte in Mittel- und Südamerika sowie im asiatisch-pazifischen Raum mit einem soliden einstelligen Wachstum auch 2018 wieder ihr überdurchschnittliches Zukunftspotenzial. Den größten Entwicklungssprung aber machte, wenn auch von einem relativ niedrigen Niveau kommend, der Markt im Mittleren Osten mit zweistelligen Zuwachsraten.

Zufrieden mit dieser Entwicklung und der Marktsituation zeigt sich Aerobal-Präsident Leopold Werdich. Er erwartet für das Jahr 2019 eine Normalisierung der Nachfrage: „Nach den vielen Wachstumsrekorden in den vergangenen Jahren wird unsere Industrie in diesem Jahr etwas durchatmen können, sodass sich auch die Lieferzeiten auf einem normalen Niveau einpendeln dürften. Dabei wird die zunehmende Nachfrage nach Körperpflegeprodukten wie Dusch- und Rasierschäume, Sonnensprays und Trockenshampoos die Marktentwicklung in den nächsten Monaten stützen. Hinzu kommt ein steigendes Interesse pharmazeutischer Kunden an der Aluminium-Aerosoldose. Hier werden die Vorteile dieses Packmittels zunehmend geschätzt. Ich denke da vor allem an die hohe Sicherheit der Dosen, ihre einfache und komfortable Handhabung sowie an die hygienische und punktgenaue Applikation der Wirkstoffe.“

Einsatz von Recyclingmaterial gefordert

Aerobal-Generalsekretär Gregor Spengler hat noch ein weiteres wichtiges Thema ausgemacht, das die Branche stark beschäftigt: „Die Aluminium-Aerosoldosenhersteller diskutieren zurzeit mit ihren Lieferanten und Kunden, auch Recyclingmaterial für die Herstellung der Dosen einzusetzen. Hier müssen vor dem Hintergrund begrenzter Schrottverfügbarkeit wirtschaftliche, logistische, umwelt- und sicherheitsrelevante Fragen berücksichtigt und sorgfältig abgewogen werden.“

Grundsätzlich kann Aluminium als Verpackungsmaterial in Sachen Nachhaltigkeit punkten. Denn als „permanentes“ Material kann Aluminium immer wieder und beliebig oft ohne Qualitätsverlust recycelt werden, um daraus hochwertige Produkte für unterschiedlichste Anwendungsbereiche herzustellen. Mit Aluminiumverpackungen können also selbst ambitionierte Nachhaltigkeitsziele erreicht werden. Dazu passt auch, dass die Dosenhersteller in enger Zusammenarbeit mit ihren Kunden Legierungen entwickelt haben, die es ermöglichen, das Gewicht der Aluminiumdosen nochmals signifikant zu reduzieren.

Über die Firma
Aerobal International Organisation of Aluminium Aerosol Container Manufacturers
Düsseldorf
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