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Recycling

Grüner Punkt fordert politische Unterstützung bei Rezyklaten

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In Deutschland fehlten laut Michael Wiener, CEO des Grünen Punks, die Abnehmer von Rezyklaten, weil neuer Kunststoff deutlich günstiger sei.
(Bild: Digitalstock – Fotolia)

Als Experte unter anderem geladen: Michael Wiener, CEO des Grünen Punkts. Wiener machte klar, dass deutlich mehr Rezyklate eingesetzt werden könnten: „Erstens, wie weit sind wir bei der Entwicklung von Rezyklaten? Kurz gesagt: Ziemlich weit! Zweitens, wie sieht es mit der Nachfrage nach Rezyklaten aus? Trotzdem ziemlich schlecht!“

Die Rezyklate eigneten sich heute auch für hochwertige Anwendungen wie Verpackungen, trotzdem: „Wir bleiben auf unseren Rezyklaten sitzen, weil es für Rezyklate keinen Markt gibt. Zunächst ist neuer Kunststoff einfach deutlich günstiger. Neuer Kunststoff hat riesige Skaleneffekte, der Ölpreis ist seit Jahren niedrig und bei der Mineralölsteuer wird er sogar bevorzugt. Externe Kosten von neuem Plastik werden bislang völlig ausgeklammert.“

Der Markt brauche daher dringend eine entsprechende politische Förderung. „Wenn es Einsatzquoten gäbe, so würde die Industrie in Windeseile investieren, um die nötigen Quoten und Mengen zur Verfügung zu stellen“, zeigte sich Wiener überzeugt. „Wie schaffen wir es, mehr Rezyklate aus Kunststoffverpackungen im Kreislauf zu führen? Mit einer Industrie, die Verantwortung übernimmt, mit einer verbindlichen Einsatzquote für Rezyklate, mit nachhaltiger Beschaffung und mehr Förderung.“

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