Metallverpackung

Zahlreiche Möglichkeiten der Vernetzung durch das Internet of Things

Bei Rückrufen von Getränkedosen können Kunden via IOT über den Code direkt benachrichtigt werden.
(Bild: Crown)

Laut des Berichts „The Future of Smart Packaging to 2021“ von Smithers Pira wächst die Kategorie der intelligenten Verpackung (Smart Packaging) rasant. Derzeit wird die Branche auf ungefähr 5,3 Milliarden US-Dollar geschätzt, bei einem erwarteten Wachstum von acht Prozent auf über 7,8 Milliarden US-Dollar bis 2021.

Für IoT-basierte Aktivitäten eignen sich Metallverpackungen gut, da sie eine Reihe von Möglichkeiten zur Platzierung von Codes, wie beispielsweise QR- oder Data-Matrix-Codes, in einer Vielzahl von Formaten bieten. Durch die Integration von IOT-Funktionen wird der Nutzen, den Metall als Verpackungssubstrat zu bieten hat – auch in Zusammenhang mit anderen Schlüsselmerkmalen wie herausragende Nachhaltigkeitsaspekte sowie Tragbarkeit – noch weiter verbessert.

Crown erklärt auf den relevanten Messen wie der Brau Beviale, wie eine erfolgreiche IOT-Implementierung im Unternehmen aussehen kann.
(Bild: Crown)

Vernetzung durch IOT

Insgesamt bietet IOT die Möglichkeit, Verbraucher­erlebnisse zu steigern und gleichzeitig einer Marke greifbare Daten zu liefern. Durch die Einführung eines eindeutigen Codes auf der Produktverpackung können sich Marken direkt mit Verbrauchern vernetzen. Diese Codes können als Bestandteil von Promotions oder Wettbewerben verwendet werden, oder um Einzelheiten zu Produktechtheit, Nährwert- oder Allergeninformationen zu liefern.

Und wie funktioniert es? Im ersten Schritt muss eine Marke eine Cloud-basierte Plattform zur Verwaltung der Codes und Daten anlegen, die entweder direkt durch die Marke oder über einen Drittanbieter realisiert wird, was häufig der Fall ist. Anschließend bestellt die Marke codierte Verpackungen von ihrem Lieferanten, welcher wiederum eindeutige Codes von der Cloud-Plattform anfordert und diese in den Produktionslauf einbaut. Werden diese Codes dort aufgedruckt, wo sie gescannt werden können (sie sind beispielsweise sichtbar und nicht von einer Lasche verdeckt oder an einem Ende verborgen), scannt sie die Abfüllanlage und sendet die nachfolgenden Rückverfolgungsdaten an die Cloud. Im Anschluss an die Distribution erreichen die Produkte Verbraucher und jeder eindeutige Code wird gelesen und gescannt – normalerweise über eine Mobilfunkanwendung, welche ebenfalls separat entwickelt werden muss. Dieser Code wird in der Cloud erfasst und die entsprechenden Daten werden an den Verbraucher zurückgesendet. Letztendlich hat der Verbraucher ein verbessertes und maßgeschneidertes Erlebnis, während die Marke Zugriff auf Live-Daten erhält – sei es durch die Lieferkette oder direkt von den Verbrauchern über ihre IP-Adresse.

Durch Apps bekommt der Kunde ein maßgeschneidertes Erlebnis, während die Marke Zugriff auf Live-Daten erhält.
(Bild: Crown)

Datengewinnung von Verbrauchern

Die Menge an Daten, die gewonnen werden kann, verleiht einer Marke einen erheblichen Mehrwert, da sie hilfreich ist, um Ansätze für zukünftige Verbraucherinteraktionen zu entwickeln. Der eindeutige Code kann auch feinere Einzelheiten wie den Standort, das Wetter zum Zeitpunkt des Scannens und sogar den Zeitpunkt des Konsums erfassen, wodurch das Konsumverhalten noch besser nachvollzogen werden kann. Der Erfolg individueller Kampagnen kann leicht kontrolliert werden, sodass Marketingteams Inhalte basierend auf dem erstellen können, was dem Verbraucher am ehesten Anreiz bietet, die Codes zu scannen.

Es ist ratsam, eine „stets verfügbare“ Methode zu wählen, um die größtmögliche Datenmenge als auch Effektivität zu erreichen. Dies bedeutet allerdings, dass Codes fortwährend und über das gesamte Angebot der Marke verwendet werden müssen und nicht nur beispielsweise im Rahmen einer einmaligen Sommer-Promotion. Zur Förderung der Kundenbindung müssen Marken sicherstellen, dass Inhalte aktuell und relevant sind. Deshalb ist es eine gute Idee, verschiedene nicht-monetäre Optionen einzubinden, damit die Verbraucher sich nicht gedrängt fühlen, diese Produkte zu kaufen.

Die Entwicklung selbst erstellter Software bedeutet auch, dass alle gewonnenen Daten der Marke gehören, und nicht Dritte die Daten erfassen und anschließend eine Nutzungsgebühr erheben.

Korrekt angewandt, ermöglicht es die IOT-Technologie den Marken, die vollständige Transparenz ihrer Lieferketten wiederzugewinnen. Werden Händler und Einzelhändler aufgefordert, die IOT-Codes zu scannen, können Produkte leicht nachverfolgt und die Mengen noch effizienter kontrolliert werden. Ein Konsumanstieg könnte zum Beispiel über Interaktion mit dem Verbraucher festgestellt werden, sodass Einzelhändler Waren entsprechend vorbereiten und umleiten können, bevor dieser Anstieg überhaupt beginnt.

Schutz vor Fälschungen

Eindeutige Codes können auch die Echtheit von Produkten bestätigen und dabei behilflich sein, Entwendungen nachzuverfolgen. Ist beispielsweise ein Produkt illegal über Grenzen versandt worden, könnte ein Einzelhändler durch das Scannen des Codes erkennen, dass das Produkt nicht über die richtigen Kanäle angekommen ist. Aber auch wenn ein Code mehr als nur einmal verwendet wird, ist das System in der Lage, die relevanten Beteiligten zu warnen und Fälschungen hervorzuheben. Durch das Einbinden von Rückverfolgbarkeitsdaten kann festgestellt werden, wo ein Produkt entwendet wurde, sodass weitere Untersuchungen möglich sind. Auf ähnliche Weise kann ein Verbraucher durch einen einfachen Scan die Echtheit des Produktes überprüfen, was besonders attraktiv bei Produkten wie Säuglingsnahrung ist, bei denen Eltern zu Recht vorsichtig sind.

Qualitätskontrolle

IOT kann auch dazu beitragen, die Auswirkungen eines Produktrückrufs zu minimieren, welcher das Ansehen einer Marke beschädigen und erhebliche Kosten für die Implementierung und Verwaltung verursachen kann. Am Beispiel von Getränkedosen können eindeutige Codes den Herstellern bei der Feststellung behilflich sein, welche Einheiten betroffen sind, und so einen Rückruf anstoßen, indem sie den Käufer direkt über den Code benachrichtigen. So können Verbraucher darauf hingewiesen werden, das Produkt zurückzusenden und eine Erstattung in Form eines Ersatzes, Gutscheins oder Geschenks zu erhalten. Auf diese Weise wird der Verbraucher zufriedengestellt, die Markentreue gestärkt und schließlich auch das Markenimage gefördert.

Sind die eindeutigen Codes noch nicht von den Verbrauchern gescannt worden, besteht gegebenenfalls auch die Möglichkeit, die Produkte vor dem Verkauf zu lokalisieren und so einen öffentlichen Rückruf zu vermeiden. Dies ist natürlich die ideale Situation, da Kosten vermieden oder reduziert werden können und das Ansehen der Marke geschützt wird.

Augmentierte Realität (AR)

Augmentierte Realität wird verstärkt in verschiedenen Branchen eingesetzt, einschließlich der Verpackungsindustrie. Es ist heute möglich, das Kundenerlebnis zu erweitern, indem mobile Geräte genutzt werden, um ein virtuelles Produkt oder Erlebnisinhalte über die reale Welt hinaus darzustellen, sodass sie im selben Raum wie der Verbraucher zu existieren scheinen.

Interaktive Anwendungen, heruntergeladen auf beispielsweise ein Smartphone oder Tablet, können die in der Dekorationsphase der Herstellung auf einer Dose aufgebrachten Grafiken als Schnittstelle verwenden, die es dem Nutzer ermöglichen, den Inhalt durch die Verpackung hindurch zu sehen. Diese Anwendungen können auch auf ein breites Spektrum von Inhalten zugreifen, die für Werbekampagnen erstellt worden sind. Das Einsetzen dieser Technologie, die Marken mit wertvollen Einkaufsdaten im Rahmen kreativer Werbekampagnen versorgt, erfordert keine Änderung des Füllprozesses, wobei die Kosten auf ein Minimum beschränkt bleiben.

Eine IOT-Vision der Zukunft

Die Annahme, dass in naher Zukunft sämtliche Verpackungen eine einzigartige ID als Teil des Herstellungsprozesses erhalten werden, ist naheliegend. Auf diese Weise könnten Verpackungen mit intelligenten Geräten innerhalb der Lieferkette während der Verwendung durch den Verbraucher und des Recyclings interagieren. Eindeutige IDs ermöglichen unverwechselbare Interaktionen und bieten eine große Vielfalt an Vorteilen. Auch die Auswirkungen auf die Verpackungs­industrie sind weitreichend, da jeder Beteiligte in der Lieferkette von der Nutzung der Technologie profitieren wird. Diese vorausschauenden Initiativen werden Teil unseres Alltags werden – wie Verpackungen es bereits sind – und Crown beabsichtigt, an vorderster Front der von ihm bedienten Industrien und Märkte zu stehen.

Zum Unternehmen

Über Crown Holdings, Inc.
Crown Holdings, Inc. ist durch seine Tochtergesellschaften ein führender Anbieter von Verpackungsprodukten für Verbrauchermarketing-Unternehmen weltweit. Die Zentrale befindet sich in Philadelphia, USA.

Über den Autor
Autorenbild
Didier Sourisseau, Präsident Crown Europe

Über die Firma
Crown Holdings, Inc.
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