Auszeichnung

Peter Schmidt Group erhält silbernen Nagel beim ADC Wettbewerb

Begleitet wurde das Projekt von einer Kampagne auf Instagram.
(Bild: Peter Schmidt Group)

Das Projekt, für das täglich in der Agentur anfallender Kaffeesatz zu hochwertigen Pflegeprodukten aufbereitet wurde, lieferte Geschäftspartnern der Der Peter Schmidt Group neue Denkanstöße – und überzeugte auch die Juroren des Art Directors Club Deutschland: In der Kategorie „Nachhaltiges Design“ machten sie „Grace of Waste“ zum einzigen und höchst prämierten Projekt – mit einem silbernen Nagel. Die Trophäen des ADC gelten als eine der wichtigsten Auszeichnungen für kreative Exzellenz in Deutschland.

Nachhaltigkeit von Produkt und Verpackung

„Grace of Waste“ entstand im Herbst 2018 bei der Peter Schmidt Group aus einem einfachen Gedanken an der Kaffeemaschine: Der dort täglich gesammelte Kaffeesatz landete im Müll – obwohl es sich hierbei um ein Naturprodukt mit zahlreichen wertvollen Eigenschaften handelt. Die Kreativen entwickelten eine Upcycling-Idee und produzierten aus dem Kaffeesatz ein Set aus drei unterschiedlichen Seifen. Dieses sollte als hochwertiges Weihnachtsgeschenk für Geschäftspartner dienen und die Diskussion darüber anstoßen, wie nachhaltige Gestaltung aussehen kann. Dementsprechend hörte das Projekt nicht bei der Produktion der Seifen auf: Für die Verpackung nutzte die Agentur einen Karton aus wiederverwerteten Kaffeebechern; die Typografie wurde optimiert, um den Einsatz von Druckfarbe zu minimieren, überhaupt wurde auf Farbe weitestgehend verzichtet.  Eine Kampagne auf Instagram wiederum baute einen Spannungsbogen auf, involvierte die Zielgruppe und sorgte dafür, das Projekt über den Empfängerkreis hinaus bekannt zu machen.

„Es war und ist ureigenstes Privileg, aber auch Verpflichtung von Gestaltern neue Denkansätze und Lösungen zu gesamtgesellschaftlichen Themen beizusteuern. Der Fakt der mittlerweile existenzbedrohenden Umweltverschmutzung unserer Erde ist ein solches, und wir Designer sollten uns die Frage nach unserem Beitrag dazu stellen. Er erschüttert und hinterfragt die meisten unserer Erzeugnisse im Kern. Es ist ein Dilemma von Gestaltung, dass wir Dinge mit viel Ressourcenaufwand erzeugen, die zudem oftmals keiner braucht“, erläutert Heidrun Angerer, die als Executive Creative Director das Projekt verantwortete. „Grace of Waste zeigt einen Ansatz, welche zahlreichen Möglichkeiten es für Gestalter und Marken gäbe – und dass ein konsequent nachhaltiges Herangehen keine Abstriche in der Ästhetik bedeuten muss. Es ist ein erster Schritt, der auch unsere Kunden anregen soll und auf das wir viele weitere Schritte folgen lassen möchten – integriert in jedes unserer zukünftigen Projekte.“

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Peter Schmidt Group
Frankfurt am Main
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