Digitalisierung

Gallus und Schmid Rhyner kooperieren in der Digitallackierung

Im Zentrum der Kooperation zwischen Gallus und Schmid Rhyner steht die digitale Veredlung.

(Bild: DragonImages – Fotolia)

Die Unternehmen Gallus Ferd. Rüesch, Steinemann Technologie sowie Schmid Rhyner arbeiten schon seit einigen Jahren eng zusammen. Gallus, bekannt für seine Etikettendruckmaschinen, integriert die DEU (Digital Embellishment Unit) von Steinemann in seine Labelfire 340 (Breite 340 mm). Hierdurch ist es möglich, digitale Druckerzeugnisse auf hohem Niveau zu veredeln. Das Kernstück dabei ist das Modul von Steinemann, Hersteller von In- und Offline-Lackiereinheiten für die grafische Industrie. Die für die digitale Veredelung entscheidenden und auf die Maschine ausgerichteten Lacke stellt Schmid Rhyner dem laut eigenen Angaben führenden Schweizer Hersteller und Entwickler der patentierten Di-Var-Technologie hergestellt.

Seit 2017 in der Labelfire

Bereits 2002 hat Schmid Rhyner seine Di-Var-Lack-Technologie für die digitale Veredelung patentieren lassen. 2011 integrierte Steinemann die Technologie in ihre Offline-Maschine D-Max, welche 2014 auf den Markt kam. Dieses aufeinander abgestimmte System (Lack/Maschine) wurde 2017 mit der digitalen Folienprägung (D-Foil) ergänzt, was die Marktakzeptanz noch vergrößerte.

Die Vorteile dieses Systems erkannte Gallus und integrierte 2017 die Einheit als DEU (Digital Embellishment Unit) in sein digitales Flaggschiff im Etikettendruck, der Gallus Labelfire. An den „Innovation Days“ 2018 wurde von Gallus diese Maschine das erste Mal mit integrierter DEU präsentiert. Das Interesse der Kunden war laut Unternehmensangaben überwältigend. Nach erfolgreichen Feldtests ist das Modul mittlerweile im industriellen Einsatz.
Als Erstanwender arbeitet bereits das Wiener Unternehmen Inisgnis-Etiketten mit der Gallus Labelfire samt integrierter DEU. Dass sie die digitalen Prozesse innerhalb kürzester Zeit beherrschten, zeigt sich darin, dass sie bereits im Dezember 2018 einen „Goldenen Pixel Award“ für ihre innovativen Produkte entgegennehmen durften.

Reduzierte Time-to-Market

Die Vorteile der Digitaltechnologie sind vor allem Time-to-Market und die Reduktion von Produktionsmaterialien. So sind keine teuren und aufwendigen Druckformen nötig. Kleine Korrekturen bis hin zu gänzlich neuen Lösungen können an der Maschine entwickelt und sofort produziert werden. Inkjet ist zusätzlich als einzige Technologie in der Lage innerhalb des Sujets das ganze Spektrum von Einzeltropfen bis zur Relief-Applikation zu verwirklichen. Inline und in einem Durchgang lassen sich dabei Glanz-, Matt- sowie haptische Relief-Effekte in verschiedenen Höhen erzeugen. Auch ist es möglich, einen metallischen Doming-Effekt durch die Folienprägung zu erzielen, welcher sonst nur im Siebdruck umsetzbar ist.
Mit der Anfang Mai unterschriebenen Rahmenvereinbarung zwischen Schmid Rhyner und Gallus wird die Weiterentwicklung für zukunftsorientierte Digitallösungen nun auch formell unterstrichen.

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