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Lohnverpacken

Dienstleistungen für Pharma

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Die Verpackung als solche hat über den Lauf der Zeit immer mehr Dimensionen erhalten. Gleichermaßen hat sich auch die Altoaner Wellpappenfarbik, aus der die heutige Panther Group hervorging, in ihren mittlerweile 117 Jahren Firmengeschichte immer weiterentwickelt. Nicht, dass das Unternehmen mit Stammsitz in Tornesch, Schleswig-Holstein, darüber seinen Wurzeln untreu geworden wäre; noch immer betreibt die familiengeführte Gruppe fünf Wellpappe-produzierende und -verarbeitende Unternehmen. Hier entstehen alle gängigen Wellenarten für die wichtigen Abnehmerkreise von Wellpappeverpackungen: B-, C-, E- und F-Welle sowie Doppelwelle FE, EE, BC, EB sowie EX.

Doch kamen über die Jahre immer mehr Aspekte hinzu: Mittlerweile umfasst das Leistungsspektrum einen Druckbetrieb für Preprint-Erzeugnisse, einen Betrieb für offsetbedruckte, hochwertig veredelte Verpackungen, ein Unternehmen für POS-Displays, einen Abpackbetrieb sowie eine Abfertigungsspedition.

Für das Thema Nachhaltigkeit, das aktuell in aller Munde ist, war das Unternehmen ohnehin bereits gut vorbereitet, schließlich besteht Wellpappe grundsätzlich aus einem nachwachsenden Rohstoff. Außerdem kommen in der Produktion bis zu 80 Prozent Recyclingpapier zum Einsatz.

Um auch spezielle Kundenwünsche zeitnah erfüllen zu können, sind in der F-&-E-Abteilung in Wustermark nicht weniger als 13 Mitarbeiter beschäftigt – und außerdem zwei Plotter. Für die Produktion im industriellen Maßstab werden nach wie vor händisch Stanzwerkzeuge hergestellt, die das Unternehmen dann für eineinhalb Jahre vorhält – für den Fall, dass der Kunde noch einmal nachbestellt. Hierdurch summieren sich die gelagerten Stanzwerkzeuge in Wustermark auf einige Tausend. Die Nachorderquote bei einzelnen Projekten beläuft sich auf durchschnittlich circa 30 Prozent.

 

Dienstleistungen für den Pharmabereich

Das spannendste Wachstumsfeld der letzten Jahre war laut Carin Hilmer-Brenziner, die die Gruppe gemeinsam mit ihrem Bruder Axel Hilmer führt, klar der Onlineversand (vor allem Retouren stellen den Versandhandel hier vor Herausforderungen). Aber auch, wenn dieser Bereich zweifelsohne auch künftig für starke Umsätze sorgen wird, hat sich das Unternehmen nun ein völlig neues Arbeitsfeld erschlossen: Pharma. Zwar bietet Panther bereits seit längerer Zeit den sogenannten Paka-Packaging-Service an, mit dem die Gruppe eine umfassende Kommissionier,- Lager- und Logistik-Dienstleistung anbietet. Doch war der streng regulierte Pharmabereich bisher davon ausgenommen. Dass es zu dieser Portfolio-Erweiterung kam, geht auf eine direkte Kundenanfrage zurück. Denn auch, wenn dem Unternehmen durch seine Aktivitäten in der Lebensmittelindustrie anspruchsvolle Prozesse kein fremdes Terrain waren, so stellte der Einstieg ins Pharmageschäft noch einmal eine besondere Herausforderung dar: Für die Leistungen in diesem hoch regulierten Bereich musste Panther seinen Betrieb für eine Herstellerlizenz nach GMP (Good Manufacturing Practice, Gute Herstellungspraxis) qualifizieren. Denn ohne eine solche darf ein Dienstleister nicht einmal Beipackzettel umpacken oder Aufkleber auf Pharmaverpackungen aufbringen. Weiterhin war es nötig, die Distributionserlaubnis GDP (Good Distribution Practice, gute Vertriebspraxis von Humanarzneimitteln) zu erwerben.

Um die entsprechenden Zulassungen zu erhalten, investierte Panther sowohl in Personal als auch Infrastruktur. So wurden neue Stellen für eine Qualified Person als auch einen Produktionsleiter geschaffen. Außerdem rüstete das Unternehmen im Zuge des Projektes einen Teil einer bereits bestehenden Halle in Wustermark in eine 3.000 m2 große klimageführte Zone um. Hier sollen künftig beispielsweise für den Apothekenbereich POS-Aktionen und Serviceverpackungen erzeugt werden.

Über den Autor
Autorenbild
Philip Bittermann, Chefredakteur neue verpackung

Über die Firma
Panther Packaging GmbH & Co. KG
Tornesch
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