Nachhaltigkeit

DS Smith veröffentlicht Studie zu vermeidbarem Kunststoff

Plastikschalen stellen eine große Chance für Ersatzprodukte dar.
(Bild: John Nguyen/PA Wire)

Den Bericht „Transforming the Supermarket Aisle“, hat DS Smith zusammen mit White Space, einem Wachstumsstrategie-Beratungsunternehmen, ausgearbeitet. Er identifiziert Plastikverpackungen, beispielsweise Schalen mit frischen Produkten und Schrumpffolie, die Supermärkte durch alternative, erneuerbare Materialien ersetzen können. Die fünf identifizierten Kategorien machen jährlich mehr als 70 Mrd. Plastikverpackungen aus (mehr als 1,5 Mio. t) und werden von dem Verpackungsunternehmen als Chancen zur Reduzierung und zum Ersatz hervorgehoben.

Miles Roberts, CEO von DS Smith, erklärt: „Es ist offensichtlich, dass wir vor einer großen Aufgabe stehen. Unsere Studie weist jedoch schon auf mögliche Lösungen hin und zeigt, dass einfache Änderungen beim verwendeten Material einen großen Unterschied für den Handel darstellen und im kommenden Jahrzehnt den Plastikverbrauch millionenfach reduzieren könnten. Es gibt zwar keinen Königsweg, aber wir wissen, dass nachhaltige, auf Fasern basierte Verpackungen eine wichtige Rolle spielen und sowohl für unsere Kunden als auch für die Verbraucher attraktiv sind."

Papier und Karton hat eine Recycling-Rate von 85 Prozent in Europa und bietet Marken zusätzliche Vorteile, wie digitale Bedruckung und Personalisierung. DS Smith hat die folgenden Gebiete identifiziert, in denen im Einzelhandel Innovation oder Ersatz möglich ist:

1.    Plastik-Trays: Die Plastik-Trays in den Regalen der Supermärkte werden oft übersehen, da sie von den Kunden nicht mit nach Hause genommen werden. Es existieren auf Fasern basierende Alternativen, damit diese aus den Regalen entfernt werden können.
2.    Schalen mit frischen Produkten: Plastikschalen werden in ganz Europa häufig für die Verpackung von Frischeprodukten verwendet und stellen eine große Chance für Ersatzprodukte dar.
3.    Schrumpffolie: Fast alle Soft-Drink-Einheiten werden mit Schrumpffolie umwickelt. Hersteller ziehen Alternativen zu Plastik in Betracht. Laut DS Smith werden Wellpappe- und Klebe-Lösungen als „nächste Generation" angesehen.
4.    Fertiggerichte: Verpackungsbedürfnisse sind in der Kategorie der Fertiggerichte komplexer, aber auch hier findet bereits eine Änderung statt und Alternativen aus Wellpappe werden dank weiterer Innovationen eingeführt.
5.    Fleisch, Fisch und Käse: Dieses Segment stellt eine bedeutende Möglichkeit für Innovationen und Veränderungen dar, wobei auf Fasern basierende Alternativen gut positioniert sind.

55 Prozent der europäischen Konsumenten befürworten Karton, im Vergleich zu 7 Prozent, die Plastik, und 1 Prozent, die Polystyrol befürworten. Während 85 Prozent der europäischen Konsumenten bereit sind, einen Aufschlag von 12 Prozent für nachhaltige Verpackungen zu zahlen, glauben nur ein Drittel (36 Prozent) der Europäer, dass Marken und Händler genug unternehmen, um nachhaltigere Verpackungen einzuführen.
Roberts fügt hinzu: „Diese Ersatz-Möglichkeiten sind nur die Spitze des Eisbergs, vor allem wenn man zusätzliche Bereiche wie den E-Commerce oder die Industrie betrachtet. Es muss noch mehr getan werden, aber wir beginnen heute zunächst mit der Ermittlung bedeutender Möglichkeiten im Handel. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unseren Kunden, um auf diese Chance zu reagieren."

Die identifizierten 1,5 Mio. t sind nur ein Teil der 20 Mio. t an Plastikverpackungen, die jährlich in Europa für Einzelhandel, Konsumgüter und E-Commerce produziert werden. Während die Industrie mit Verpackungsinnovationen und Neugestaltungen mit recycelbaren Materialien reagiert, sind Industrie und Regierung wichtige Akteure für zukünftige Fortschritte.

Der von DS Smith in Auftrag gegebene Bericht schätzt, dass der Gesamtmarkt für den Ersatz dieser Artikel rund 5,7 Mrd. GBP pro Jahr beträgt. Allein der Bereich Schalen für frische Produkte hat für die Faserindustrie ein potenzielles Volumen von über 2 Mrd. GBP pro Jahr.

Neben der Zusammenarbeit mit der Industrie ruft DS Smith die Regierungen auf, mehr zu unternehmen. Im Vereinigten Königreich gibt es beispielsweise eine Reihe von wichtigen geplanten Rechtsvorschriften, die den Sektor beeinflussen sollen. Einmal etabliert, könnten Initiativen wie eine Plastiksteuer, erweiterte Verantwortungen der Hersteller, Rücknahmerichtlinien und die Einführung von Pfandrückgabesystemen den Kreislauf der Verpackungen verbessern und Innovation fördern.

DS Smith will im September 2019 in Brüssel einen Innovation Think Tank veranstalten, um seine kontinuierliche Förderung der Lösungsfindung im Bezug auf Plastikersatz zu unterstützen und lädt Branchenführer und Kunden dazu ein, sich hier anzumelden:

https://www.dssmith.com/emf-partnership

Über die Firma
DS Smith Packaging Deutschland Stiftung & Co. KG
Fulda
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