Recycling/Marketing

Coca-Cola ruft zum Boykott auf – gegen die eigene Marke

Mit der Aktion will Coca-Cola die noch recht magere Recycling-Quote von 26 Prozent in Belgien verbessern.
(Bild: Coca-Cola)

Auf den ersten Blick ist es ein Boykottaufruf. In Belgien und den Niederlanden tauchen Plakate und Motive im Social Web auf, auf denen zu lesen ist: „Kauft keine Coca-Cola“. Darunter geht es weiter: „... wenn ihr uns nicht beim Recyceln helft.

Und das ist weder eine Provokation von Wettbewerbern noch ein Appell von Verbraucherschützern oder Aktivisten. Coca-Cola selbst will mit der Kampagne seine Ziele voranbringen. Der Konzern hatte angekündigt, bis spätestens 2025 all seine Verpackungen der Wiederverwertung zuzuführen und in Europa mindestens zur Hälfte recyceltes Plastik für die Flaschen zu verwenden. Und das gehe nur, wenn die Kunden mitmachen.

Mit der Botschaft will Coca-Cola weltweit auf Tour gehen: Vor allem auf Festivals und in Städten sowie in Social Media wird der Getränkekonzern den Sommer über mit den Motiven präsent sein.

In Belgien ist laut Unternehmen der Anteil wiederverwerteten Plastiks mit 26 Prozent nicht besonders hoch – weil zu wenige Flaschen zurückkommen und stattdessen im Müll oder gar auf der Straße und im Meer landen. Außerdem werde auf Festivals in Belgien erstmals Coca-Cola aus zu 100 Prozent wiederverwertetem Plastik angeboten.

Dazu kommen in anderen Ländern clevere Anwendungen für den markentypischen Coke-Schwung aus dem Logo: Der zeigt zum Beispiel in Italien an, wo sich die Coke-Flasche direkt zum Recycling wegwerfen lässt (Agentur: Publicis Italia).

Dieser Beitrag stammt von unseren Kollegen vom Verlag Werben & Verkaufen.

Auf unserem Portal finden Sie außerdem Informationen zur Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens sowie unsere Meldung über die jüngste Investition in den Mehrwegstandort Deizisau.

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Coca Cola GmbH
Berlin
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