Verpackungsmaschinen

Lösungen für Primär- und Sekundärverpackungen

Zu den auf der Messe Premiere feiernden Exponaten zählen neben einem vielseitigen Verpackungssystem für Schlauchbeutel auch ein Kartonierer für den mittleren Leistungsbereich und ein kompakter, ergonomischer Sammelpacker. Alle Maschinen tragen zu einer nachhaltigen Produktion bei: während die Schlauchbeutelmaschine Pack 403 neben klassischen mehrschichtigen Kunststofffolien auch Monomaterialien verarbeiten kann, kann der Sammelpacker Elematic 2001 aufgrund seines größeren Toleranzbereichs gebogene Kartonzuschnitte verarbeiten, die sonst Ausschuss wären. Die rotierende Aufrichttechnologie des Kliklok MEC ermöglicht es, recyceltes und dünneres Material zu verwenden. Am Stand informiert Bosch Packaging Technology zudem über nachhaltige Verpackungslösungen wie das papierbasierte Verpackungskonzept Pearl.

Nutzerfreundliches Design überzeugt

Mit der Pack 403 bringt Bosch Packaging Technology in Europa die nächste Generation von Schlauchbeutel-Verpackungsanlagen auf den Markt. Als Nachfolger der Pack 401 ist die vollautomatisierte Pack 403 für das horizontale Verpacken bei mittlerer bis hoher Geschwindigkeit vorgesehen. Die schmale Maschine eignet sich insbesondere für das Verpacken von Riegeln, Keksen und Crackern sowie Schokolade. Die Pack 403 produziert bis zu 800 Verpackungen pro Minute bei einer Foliengeschwindigkeit von 90 Metern pro Minute. Auf der Maschine können Kissenbeutel, Seitenfalzbeutel und Beutel mit integrierten Öffnungshilfen verpackt werden. Zu den Neuerungen zählen ein herausnehmbares Austrageband, verbesserte Quersiegel- und Siegelrandeinheiten und ein intuitives, anwenderfreundliches Design.

Hinweisschilder und Einstellspindeln erleichtern Formatumstellungen an der Maschine und reduzieren Stillstandszeiten. Über ein abnehmbares Austrageband werden fehlerhafte Packungen zuverlässig ausgeworfen. „Unsere neue Pack 403 bietet mittleren bis großen Herstellern eine vollautomatisierte Verpackungslösung, die besonders einfach zu bedienen, reinigen und warten ist. So werden Stillstandszeiten auf ein Minimum reduziert und die Gesamtanlageneffektivität gesteigert“, erläutert Bob Veltman, Produktmanager bei Bosch Packaging Technology. „Hersteller können das System einfach nachrüsten, indem sie es um zusätzliche Optionen wie einen Kartonierer erweitern.“

Kartonierer mit schnellem Formatwechsel

Ein Beispiel für einen Kartonierer mit breitem Formatbereich zeigt Bosch Packaging Technology mit dem Kliklok MEC. Er eignet sich für Verpackungsanwendungen, die von einer 20 mm dicken Pizza bis zu einem 100 mm hohen Kuchen reichen. Die Maschine verarbeitet bis zu 170 Schachteln pro Minute. „Wir haben den Kliklok MEC so konzipiert, dass er den Kundenanforderungen nach einem zukunftssicheren hygienischen Design entspricht und dabei bedien- und wartungsfreundlich bleibt. Die Maschine zeichnet sich ebenso durch schnelle Formatwechsel und eine sehr gute Zugänglichkeit aus“, erläutert Janet Darnley, Produktmanagerin bei Bosch Packaging Technology.

Der Kartonierer verfügt über vollflächige Türen, die einen optimalen Zugang für schnelle und leichte Umrüstungen und Wartungsarbeiten ermöglichen. Formatwechsel erfolgen werkzeuglos, sind leicht reproduzierbar und lassen sich von nur einem Bediener in zehn bis zwölf Minuten durchführen. Aufgrund eines offenen Edelstahlrahmens und geneigter Oberflächen erfüllt die Maschine strenge Hygienestandards und ist nach IP65 klassifiziert, wodurch sie leicht zu reinigen ist. Ein weiteres Merkmal ist die serienmäßige Erkennung offener Kartonlaschen. Sie verhindert, dass offene oder teilweise geöffnete Schachteln die Maschine verlassen und ermöglicht damit eine hohe Produktqualität.

Formatflexibilität und effiziente Packstoffverwertung

Basierend auf seiner Systemkompetenz bietet Bosch Packaging Technology auch eine passende Lösung für die Endverpackung: die Elematic 2001, die auf der Fachpack 2019 erstmals vorgestellt wird. Der Sammelpacker zeichnet sich durch sein kompaktes, ergonomisches und einfaches Maschinendesign aus und eignet sich für die gebräuchlichsten Primärpackstile wie horizontale und vertikale Schlauchbeutel, Faltschachteln, Becher und Tiefziehpackungen. Die Maschine wurde speziell für schwierig zu verarbeitende Produkte, wie Beutel, entwickelt. „Wir verwenden ein spezielles Verfahren, welches die Kartonformung ohne die Einwirkung von Kräften auf das Produkt vollzieht. Dies trägt zum Schutz der Produkte bei“, erklärt Bernhard Vaihinger, Produktmanager bei Bosch Packaging Technology.

Im Vergleich zum Vorgängermodell, der Elematic 2000, benötigt die neue Anlage 25 Prozent weniger Platz. Konfigurierbare Module und optionale Funktionen ermöglichen eine einfache Integration in neue und bestehende Produktionsumgebungen. Mit Geschwindigkeiten bis 40 Sammelpackungen pro Minute und einem Einlauf für bis zu 600 Produkte pro Minute ist die Elematic 2001 einer der schnellsten und flexibelsten Sammelpacker auf dem Markt. Die Anlage ist in verschiedenen Versionen für Wrap-Around-Kartons, Trays mit Innen- oder Außenstülper erhältlich.

Formatwechsel lassen sich einfach durchführen und dauern im Durchschnitt sechs Minuten. Nach dem Formatwechsel läuft die Maschine direkt ohne weitere Feineinstellungen mit voller Leistung weiter und stellt regalfertige Verpackungen her. Die Elematic 2001 kann aufgrund einer neuentwickelten Zuschnitt-Vorschubbewegung selbst gebogene Zuschnitte, die aufgrund von Feuchtigkeit und wechselnden Temperaturen verursacht werden, tolerant verarbeiten. Dadurch müssen Betreiber weniger Zuschnitte wegwerfen, was zu einer nachhaltigeren Produktion beiträgt.

Beim Design der Pack 403 stand die Benutzerfreundlichkeit im Fokus.
(Bild: Bosch Packaging Technology)

Nachhaltige Konzepte für Primär- und Sekundärverpackungen

Gemäß dem Leitthema der diesjährigen Fachpack „Umweltgerechtes Verpacken“ informiert Bosch Packaging Technology über seine Ansätze zu mehr Nachhaltigkeit und die damit verbundenen Entwicklungen. „Nachhaltige Materialien und Produktqualität müssen Hand in Hand gehen. Daher arbeiten wir aktuell daran, dass unsere Maschinen mit nachhaltigen Materialien auch bei hohen Geschwindigkeiten zuverlässig arbeiten“, erläutert Torsten Sauer, Projektleiter Sustainability bei Bosch Packaging Technology. „Wir entwickeln und testen unterschiedliche Ansätze und setzen mit Kunden bereits konkrete Projekte um.“

Ein Ansatz betrifft Schlauchbeutelverpackungen. Diese werden durch die Nutzung von Monomaterialien nachhaltiger, da sie zu einem sehr hohen Prozentsatz aus nur einem Kunststoff bestehen und sich dadurch gut recyceln lassen. Eine Alternative dazu sind Papierverpackungen. Da das Material jedoch gegenüber Kunststofffolien deutlich steifer ist, erweist sich die Faltung an der Quer- und Längsnaht als Herausforderung. In systematischen Material- und Maschinentestreihen erarbeitet Bosch Packaging Technology derzeit die optimalen Formatteilkonturen für die Papierformung.

Mit seinem schwedischen Kooperationspartner Billerud Korsnäs hat der Maschinenbauer das Verpackungskonzept Pearl entwickelt. Es soll zeigen, wie speziell geformte und ideal dimensionierte kleine Verpackungen zu einer nachhaltigeren Zukunft beitragen können. Die geformten Papierkapseln entstehen durch die Formbarkeit des Materials Fibreform, ein von Billerud Korsnäs patentiertes 3-D-formbares Papier. Die Verarbeitung des Materials erfolgt auf Maschinen von Bosch und ermöglicht kreative und nachhaltige Verpackungslösungen aus Papier.

Zusammen mit Billerud Korsnäs entstand das papierbasierte Verpackungskonzept Pearl.
(Bild: Bosch Packaging Technology)

Globales Service-Netzwerk

Bosch Packaging Technology stellt seinen Kunden ein umfassendes globales Service-Netzwerk zur Verfügung. Dazu gehören vorbeugende Wartungen in geplanten Zeitabständen, um unerwartete Stillstandszeiten zu reduzieren ebenso wie Beratungsleistungen zum Thema Ersatzteilmanagement oder Software-Updates. Die Trainingsakademie bietet praktische Schulungen zur Maschinenoptimierung an. Industrie-4.0-basierte Assistenzlösungen, beispielweise VR-Tutorials für schnelle Formatwechsel, runden das Leistungsportfolio ab.

Um mehr über die neuen Verpackungsmaschinen und die Nachhaltigkeitsansätze von Bosch Packaging Technology zu erfahren, lädt das Unternehmen Besucher vom 24. bis 26. September auf die Fachpack in Halle 1, Stand 204.

Über die Autorin
Autorenbild
Angelina Bosse

Product Group Secondary Packaging, Bosch Packaging Technology

Über die Firma
Bosch Packaging Systems AG
Beringen
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