Digitalisierung

HP Brand Dinner zum Digitaldruck

Kampagnen und limitierte Editionen sind neue Marketingstrategien der Brands.
(Bild: HP)

Sie ist im Grunde zu gleichen Teilen gelebte Realität und Trend: Digitalisierung. Bis zum Jahr 2020, so die Erwartung, gibt es 30 Milliarden digitale Geräte, 40 Trilliarden Gigabyte Daten und circa zehn Millionen Apps. Dies führt zu Veränderungsprozessen in allen Bereichen des Lebens – bis hin zur Verpackung und der Art und Weise, wie sie bedruckt wird. Und die Erwartungen sind hoch. Nicht wenige Unternehmen sehen im Digitaldruck den Schlüssel für mehr Customer-Engagement und Innovationen: Mass Customization, Special Editions und variable Daten lauten einige der Stichworte, die nicht zuletzt in den Marketingabteilungen der Unternehmen die Herzen höherschlagen lassen. Denn Kampagnen und limitierte Editionen sind speziell im FMCG-Bereich die neue Erfolgsstrategie der Markenartikler.

Best Practice: Die digitale Komplettlösung

Für die dritte Success-Story des Abends war der Anwender höchstpersönlich gekommen: Detlef Behrens, geschäftsführender Gesellschafter der Pfäffle Group, berichtete über seine Erfahrungen mit digitalen Drucklösungen und wie sich hier neue Geschäftsmodelle ableiten lassen. Das Unternehmen entwickelt, bedruckt, veredelt und konfektioniert Verpackungslösungen für faktisch jede Branche, vom Büro- bis zum Pharmaartikel.  Digitaldruck und seine Chancen fasst Behrens wie folgt zusammen: „1 = 80 Millionen“. Und meint damit die Vision, dass die Pfäffle-Welt künftig eine auf jeden Einwohner der Bundesrepublik Deutschland individuell abgestimmte Verpackung erstellen kann.

Um dies zu erreichen, ist es natürlich nicht genug, sich eine Digitaldruck-Lösung wie die HP Indigo 30000 zu beschaffen, wenn auch diese eine entscheidende Rolle spielt. Am Fallbeispiel Lindt zeigte Behrens auf, wie ein solches Projekt erfolgreich abgewickelt wird: Allen Anfang macht – nach erteiltem Auftrag – die Pfäffle-IT. Hier entstehen Front- und Backend für die Eingabemaske, über die Kunden ihre gewünschte Individualisierung gestalten können. Im Fall der Lindt-Marke Hello beinhaltete dies sowohl eine Texteingabe für Namen und Grußformel als auch das Hochladen eines Bildes. Nach erfolgreicher Verarbeitung der Daten ging der Druckjob an die installierte HP Indigo 30000, die die Kartonverpackung entsprechend individualisierte. War dies erfolgt, übernahm der Co-Packaging-Service von Pfäffle, der die vorher von Lindt gesendeten Schokoladentafeln verpackte und anschließend an die Konsumenten versandte.

Womit „packt“ eine Verpackung Kunden?

Jetzt anmelden zum Brand Dinner in Düsseldorf

 

Aktion und Reaktion auf Saison, Zeitgenössisches, Soziales, sogar Tierisches, beispielsweise der Hype um das Einhorn, gewinnen immer mehr an Bedeutung für Marken, Brands und Handelsunternehmen. Essenziell dabei ist, wie die Interaktion mit dem Konsumenten über die Message der Produktverpackung transportiert werden kann.

Wie schnell solche Aktionen im Digitaldruck heutzutage realisiert werden können und welche Reaktionen beim Konsumenten daraufhin ausgelöst werden, beantworten die Referenten der Roadshow „HP Brand Dinner“. Die nächste Station ist Düsseldorf, am 18. September 2019. Interesse? Dann schicken Sie eine Mail an nicole.ceccantini@hp.com.

Anwendungsbeispiel Müsliverpackung

Mymuesli – My Packaging

 

Seit 2007 mixen Kunden auf mymuesli.de ihre Müslis nach Lust und Laune zusammen: Die derzeit 80 Zutaten ermöglichen über 566 Billiarden Kombinationen. Doch bisher war nur das Müsli personalisierbar. Jede einzelne Dose mit einem individuellen Label zu versehen und das in hoher Qualität und in Auflagen von mehreren tausend Stück am Tag, war eine Herausforderung, der sich Mymuesli zusammen mit Labelprint 24 gestellt hat. Dafür wurde der gesamte Herstellungsprozess automatisiert: Die individualisierten Etiketten werden innerhalb weniger Stunden auf einer HP Indigo WS 6800 gedruckt, veredelt und am nächsten Tag als Etikettenrolle an die Fertigungslinie nach Passau geliefert. Heute hat der Kunde die Möglichkeit, aus unterschiedlichen Dosendesigns zu wählen, einen Namen für sein Müsli zu vergeben und seine Müslikreation mit eigenen Worten zu beschreiben.

Das ist der Ablauf: Nachts werden die Druckdaten der Besteller automatisiert abgerufen und auf ihre Druckbarkeit geprüft. Druckfertig aufbereitet werden sie als Auftrag für die HP Indigo WS6800 im ERP-System von Labelprint 24 hinterlegt. Um Zuordnung und Qualität der Etiketten sicherzustellen, werden die personalisierten Etiketten permanent von Kameras getrackt. Zusätzlich überprüfen die Kamerasysteme per Datenbankabgleich, ob jedes Etikett auch vorhanden ist. Sollte ein Etikett fehlen, wird es automatisch wieder in die zu produzierende Queue eingefügt und beim nächsten Drucktermin produziert. Von der Datenübernahme bis zum Versand der fertigen Dosenetiketten dauert es circa zwölf Stunden. Die Anlieferung der bedruckten Etikettenrollen bei Mymuesli erfolgt am nächsten Tag.

Über den Autor
Philip Bittermann

Chefredakteur neue verpackung

Über die Firma
HP DEUTSCHLAND
Böblingen
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