Recyclinggerechte Verpackung

FH Campus Wien aktualisiert Circular Packaging Design Guideline

Die FH Campus Wien hat im Februar dieses Jahres die Circular Packaging Design Guideline herausgegeben. Nun werden diese in Hinblick auf neue rechtliche Rahmenbedingungen erweitert und helfen Anwendern mit aktualisierten detaillierten Ausführungen von Designkriterien.
(Bild: FH Campus Wien)

Produzenten von Verpackungen stehen vor immer weiteren Herausforderungen in der Kreislaufwirtschaft. Vor allem beim Verpackungsdesign von Kunststoffverpackungen führen die erweiterten rechtlichen Rahmenbedingungen, die durch die neu in Kraft getretene europäische Einwegkunststoff-Richtlinie aufgekommen sind, zu neuen Anforderungen für die Industrie. Es gibt nur wenige Entscheidungshilfen, wenn es um die Frage geht, wie man eine Verpackung gestaltet, damit sie wirklich gut recycelt werden kann.

„Um ein ganzheitlich ökologisches Verpackungsdesign erfolgreich umzusetzen, benötigt es Entscheidungshilfen für die Industrie und die strukturierte Organisation verpackungsrelevanter Daten“, sagt Mag. Ernst Krottendorfer PhD, Geschäftsführer Packforce Austria – das österreichische Verpackungsforum, Managing Partner Circular Analytics TK GmbH sowie Lehrender der FH Campus Wien, dazu.

Daher arbeitet der Fachbereich Verpackungs- und Ressourcenmanagement der FH Campus Wien gemeinsam mit Stakeholdern der Branche an der stetigen Weiterentwicklung der Circular Packaging Design Guideline.

Ständige Aktualisierung bringt Sicherheit für Verpackungsbranche

In der neuen Auflage werden wichtige gesetzliche Änderungen und technologische Neuerungen berücksichtigt. Die wichtigsten Änderungen sind:

> Aktualisierung der rechtlichen Rahmenbedingungen aufgrund neuer EU-Verordnungen, vor allem aufgrund der neuen Einwegkunststoff-Richtlinie (2019/904/EG, engl.: Single Use Plastics Directive)

> Erweiterung der Designempfehlungen für nachhaltige und recyclingfähige Verpackungen für alle Packstoffe

> Streichung der Mindestgröße von Folien-Artikeln, die im Verwertungssystem erfasst werden können sowie der Hinweis auf die Erfassung von opaken PET-Flaschen und Nicht-Getränkeflaschen-PET (sofern A-PET) im österreichischen Verwertungssystem

> Erweiterung der Empfehlungen für Packhilfsmittel für Verpackungen aus Kunststoff sowie der Designempfehlungen für Verpackungen aus Papier / Pappe / Karton

> darüber hinaus wurden spezifische Hinweise überarbeitet (z.B. Grenzwerte von Barrierematerialien)


Die Guideline umfasst auch Erklärungen zur umfassenden Bewertung der Nachhaltigkeit von Verpackungen und Designempfehlungen, die für alle Akteure entlang der Supply-Chain hilfreich sind. „Wir arbeiten gemeinsam mit Vertreten der gesamten Wertschöpfungskette an der Entwicklung langfristiger Lösungen und stehen europaweit in Kontakt mit Institutionen, welche sich mit der Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft beschäftigen. Auf diesem Weg unterstützen wir heimische Unternehmen und forschen an der grenzübergreifenden Harmonisierung der Guideline“, so Manfred Tacker, Leiter des Fachbereichs Verpackungs- und Ressourcenmanagement der FH Campus Wien.

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