Jubiläum

Fachpack: Von der regionalen Fachausstellung zur europäischen Fachmesse

So sah das Messegelände im Jahr 1979 von oben aus.
(Bild: Nürnberg Messe)

Als regionale Fachausstellung für Verpackung startete die Fachpack im Jahr 1979 mit 88 Ausstellern und rund 2.000 Besuchern in Nürnberg. Wenn sie vom 24. bis 26. September im Jubiläumsjahr 2019 wieder ihre Tore öffnet, erwarten rund 1.600 Aussteller an ihren Messeständen etwa 45.000 Fachbesucher. Als Fachmesse für Verpackungen, Prozesse und Technik ist sie heute der Treffpunkt der europäischen Verpackungswirtschaft.

Zeichen der Zeit erkannt

Alles begann 1978 mit einer Idee des damaligen Messedirektors Dr. Hartwig Hauck und dem Marketingleiter Walter Hufnagel. Diese stellten fest, dass es vermehrt Einzelanfragen von Vertretern der Verpackungsbranche gab, die das neue und moderne Nürnberger Messegelände für Hausmessen mieteten. Darunter das Verpackungskontor König, die heutige Firma Illig, sowie der Handelsvertreter Gert Erhardt.

Nach Gesprächen mit Branchenkennern und Marktrecherchen wurde der Eindruck bestätigt, dass es Bedarf an einer Verpackungsausstellung gab. Ein Messekonzept wurde entwickelt und ein Anschreiben an potenzielle Aussteller formuliert – da die Zeit drängte, wurde eine Einkehr auf der Wies´n am Rande eines geschäftlichen Termins in München dafür genutzt. „1979 wurden lediglich 100 Postkarten zur Ausstellerakquise verschickt. Und bei der Messepremiere einige Monate später waren 88 Aussteller dabei“, erklärt CEO Peter Ottmann, der zusammen mit CEO Dr. Roland Fleck der Nürnberg Messe vorsteht.

Für die Premierveranstaltung im Jahr 1979 verschickte die Messe 100 Akquise-Postkarten – es folgten 88 Anmeldungen.
(Bild: Nürnberg Messe)

Was Kunden schätzen

Seitdem entwickelt sich die Fachpack bestens: 1995 beteiligten sich erstmals über 400 Aussteller, 2003 konnte die 1.000er-Ausstellermarke geknackt werden, 2015 verbuchten die Veranstalter zum ersten Mal über 40.000 Fachbesucher. Und 2018 kamen 38 Prozent der Fachpack-Aussteller und 25 Prozent der Fachbesucher aus dem überwiegend europäischen Ausland.

Was macht die Attraktivität der Fachpack aus? „Die Fachpack ist schon immer eine Messe für Macher. Vor allem drei Dinge sind es, die Aussteller und Besucher an der Fachpack heute ganz besonders schätzen“, weiß Cornelia Fehlner, die seit 2017 Leiterin der Fachpack ist, und fährt fort: „Ihre Dauer, immer drei knackige Tage; das nahezu komplette Angebot entlang der Prozesskette Verpackung – von den Maschinen und der Logistik über die Packstoffe und Packhilfsmittel bis hin zu Druck und Veredelung; sowie das attraktive Rahmenprogramm mit den beliebten Vortragsforen Packbox und Techbox, den trendigen Sonderschauen und spannenden Preisverleihungen.“

Das Erfolgsgeheimnis bis heute

Retrospektiv nach dem Erfolgsgeheimnis der Fachpack gefragt, antwortet Peter Ottmann: „Wir haben den Markt immer intensiv beobachtet und reagieren zeitnah auf Entwicklungen.“ Beispiel Wellpappenindustrie: Sie suchte eine Heimat und fand sie in den 90er-Jahren in Nürnberg – inklusive des beliebten Forums Wellpappe. Aber auch die flexiblen Verpackungen und die große Schar der Kennzeichnungsspezialisten zeigten im Laufe der Jahre immer stärker Flagge auf der Fachpack. Mit dem Deutschen Verpackungsinstitut (DVI) zog Ende der 90er-Jahre zudem ein Partner mit seinem renommierten Verpackungspreis in die Messehallen. Schließlich ist Nürnberg – zentral in der Mitte Europas gelegen – auch zu einem Anlaufpunkt für die osteuropäische Branche geworden. Nach dem Fall der Mauer und des Eisernen Vorhangs war die Frankenmetropole verkehrstechnisch einfach gut zu erreichen. Heute kommt jeder vierte Fachpack-Besucher aus dem Ausland, allen voran aus Österreich, Tschechien, Polen, Italien, der Schweiz, den Niederlanden, Frankreich, Slowenien, Großbritannien/ Nordirland und Belgien.

Im Jahr 1995 verzeichnete die Fachpack erstmals über 400 Aussteller.
(Bild: Nürnberg Messe)

Treue Aussteller der ersten Stunde

Obwohl sich die Fachpack im Laufe der Zeit stark verändert hat, größer und ihre Aussteller- und Besucherbeteiligung immer europäischer wurde, gibt es Unternehmen, die die Messe von Anfang an begleiten. Elf sind es an der Zahl (von den damals 88 Ausstellern), die sowohl bei der Erstveranstaltung 1979 als auch im Jubiläumsjahr 2019 mit dabei sind. Auf diese Aussteller ist Cornelia Fehlner besonders stolz: „Es ist nicht selbstverständlich, über 40 Jahre an jeder Fachpack-Messe teilzunehmen und keine auszulassen. Für dieses außerordentliche Engagement möchten wir uns ganz besonders bedanken.“

Zu den Ausstellern der ersten Stunde zählen Beck Packautomaten GmbH & Co. KG – Verpackungsmaschinen, Bluhm Systeme GmbH, Breitner Abfüllanlagen GmbH, Collischan GmbH & Co. KG, Hade Heinrich Dornseifer KG, Hugo Beck Maschinenbau GmbH & Co. KG, Illig Maschinenbau GmbH & Co. KG, Kartonveredlung Knapp GmbH, Koch Pac-Systeme GmbH, Mezger Heftsysteme GmbH sowie MSK Verpackungs-Systeme GmbH.

Fachpack 2019: „Morgen entsteht beim Machen“

Dass Unternehmen möglichst keine Fachpack verpassen möchten, liegt auch daran, dass Messen Märkte widerspiegeln und die Trends der Zukunft zeigen. So auch die Fachpack 2019, die unter ihrem Slogan „Morgen entsteht beim Machen“ in diesem Jahr das Leitthema „Umweltgerechtes Verpacken“ ausgerufen hat. Dies findet sich beispielsweise in den Vortragsforen, Sonderschauen, Preisverleihungen und an zahlreichen Messeständen der Aussteller wieder. Die Fachpack versteht sich als eine Plattform für Zukunftsthemen. Sie zeigt schon heute, dass die Verpackung von morgen zugleich im Dienst der Umwelt und der Verbraucher steht und dabei den gesamten Kreislauf im Blick hat.

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NürnbergMesse GmbH
Nürnberg
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