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Umweltschonende Kennzeichnung

Edeka setzt auf die Laserkennzeichnung bei Bio-Obst.
(Bild: Andreas – Adobe Stock)

Diese Lösung kommt ohne Tinten und Klebstoffe aus – außerdem lässt sie sich leicht in automatisierte Prozesse integrieren. Der Handelskonzern Edeka nutzt dieses System der Lasermarkierung bereits für Bio-Obst und -Gemüse. Zunächst waren es Mangos, Ingwer, Süßkartoffeln und Kokosnüsse, die auf diese Weise direkt mit Informationen versehen wurden. Inzwischen sind auch Avocados, Kiwis, Wassermelonen, Kürbisse, Zitrusfrüchte und auch Gurken ohne Etiketten verfügbar. Beim sogenannten „Smart Branding“ werden mit einem hochauflösenden Laser Schrift und Logo auf die Frucht aufgebracht. Dabei werden lediglich Pigmente auf der äußeren Schale entfernt. Die Frucht wird nicht beschädigt – Geschmack, Haltbarkeit und Optik bleiben davon unbeeinflusst.

Etiketten aus Zellulose, Stein un d Zuckerrohr

Um die Umweltbilanz bei der Kennzeichnung zu verbessern, bieten die Unternehmen aber auch biologisch abbaubare Etiketten aus nachwachsenden Rohstoffen an. Hersteller können damit hochwertige Produkte wie Bio-Lebensmittel, Getränke oder Kosmetik mit einer umweltfreundlichen Verpackung versehen. Das Etikettenmaterial und der Klebstoff sind dabei biologisch abbaubar. Das Obermaterial solcher Etiketten besteht beispielsweise aus Zellulose und kann nach Gebrauch in der Biotonne oder dem Kompost entsorgt werden.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgen Anbieter mit Etiketten, die aus dem Rohstoff Stein bestehen – genauer gesagt aus dem Pulver gemahlener Steine. Dieses Pulver fällt als Abfallprodukt in Steinbrüchen an und wird mithilfe von recyceltem Polyethylen gebunden. Das Steinpapier, bei dem kein Wasser oder Bleichmittel zum Einsatz kommt, hat einen um zwei Drittel geringeren CO2-Fußabdruck als Papierzellstoff. Anwender können den Erdölverbrauch zudem mithilfe von Etiketten aus Bio-Folie reduzieren. Der Kunststoff basiert auf nachwachsenden Rohstoffen wie Zuckerrohrgranulat und lässt sich wie herkömmliche PE-Folie verarbeiten.

Intelligente Labels könnten in Zukunft helfen, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren.
(Bild: Serj Siz`kov – Adobe Stock)

Intelligente Labels gegen Lebensmittelverschwendung

Etiketten können aber nicht nur durch das Material, aus dem sie bestehen, einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Als intelligente Etiketten beziehungsweise Sensor-Label sollen sie künftig die tatsächliche Haltbarkeit von Lebensmitteln ermitteln und so Lebensmittelverlusten entgegenwirken. Einer Studie der Gesellschaft für Kon­sumforschung (GfK) zufolge wirft jeder Bundesbürger durchschnittlich 55 kg Lebensmittel im Jahr weg. Insgesamt landen so 4,4 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Da die Lebensmittelproduktion mit einem hohen Ressourcenverbrauch verbunden ist, leistet der Beitrag zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.

Es gibt inzwischen zahlreiche Projekte und Kooperationen zwischen Wirtschaft und Forschung mit dem Ziel, diese Abfälle zu vermeiden. In absehbarer Zeit soll das wenig exakte Mindesthaltbarkeitsdatum durch neue Möglichkeiten abgelöst werden. Intelligente Labels und Sensoren versprechen, der oft zu vorzeitigen Entsorgung von Nahrungsmitteln ein Ende zu setzen.

Die Möglichkeiten der Kennzeichnungstechnik reichen also weit über das bloße Aufbringen von Daten hinaus. Neue Technologien und Funktionen machen sie zu einem immer wichtigeren Teil der Verpackungslinie.

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