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Rückblick

Ein Löffel genügt

Reklame P3 keimtötend. Um 1930/1935.
Reklame P3 keimtötend. Um 1930/1935.

Im Jahr 1929 startete Henkel, Düsseldorf, mit der Vermarktung seiner sogenannten P3-Reinigersparte für Industrie und Handwerk. Der Oberflächenreiniger entwickelte sich zu einem neuen, bedeutenden Geschäftsbereich. Inspiriert wurde Dr. Hugo Henkel während einer USA-Reise 1928, dort experimentierte man mit phosphatsauren Salzen (Trinatriumphosphat). Henkel erkannte die Chancen der neuartigen, chemischen Oberflächenreinigung und zurück in Deutschland begann er sofort in großem Stil zu untersuchen und zu forschen. Die ersten P3- – wie das neue Produkt genannt wurde – Verbraucher waren beispielsweise gewerbliche Wäschereien, Krankenhäuser, Hotels, Gaststätten, Flaschenabfüller sowie die komplette Milch- und Lebensmittelindustrie. Bei allen spielte Hygiene und Sauberkeit eine große Rolle, und auch preislich war der Reiniger interessant. Der Markenartikel „Imi“, das erste Waschmittel mit Natriumphosphat, entstand in Zusammenhang mit der P3-Entwicklung und wurde zeitgleich in den Handel gebracht. Verpackt war das P3-Pulver, das durch verschiedene Mischverhältnisse mit Wasser zur Anforderung passend angemischt wurde, zuerst in Holzfässer für Großmengen oder in spezielle Kleingebinde mit Messlöffel. Slogans, wie „Ein Löffel genügt“ (1935) oder „Blitzblank – metallgeschont – keimfrei (um 1930), unterstützten die Markteinführung enorm. 

Heute unter Dachmarke Bonderite

Heute ist P3 als einer der ältesten Markennamen von Henkel nicht mehr präsent. Das Unternehmen hat den Reiniger unter dem Dach von Bonderite, einem Unternehmensteil, bei dem alle Speziallösungen angeboten werden, angesiedelt.

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