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Reduce – Reuse – Recycle

Dreimal „R“ für mehr Ressourcenschonung

Initiative »Pöppelmann Blue«: Geschlossener Materialkreislauf durch Produkte aus hohem PCR-Anteil, die nach Verwendung selbst wieder recyclingfähig sind.
Initiative „Pöppelmann Blue“: Geschlossener Materialkreislauf durch Produkte aus hohem PCR-Anteil, die nach Verwendung selbst wieder recyclingfähig sind.
(Bild: Pöppelmann)

Beste Schutzwirkung gegen äußere Einflüsse, ein geringes Gewicht und wettbewerbsfähige Kosten – Kunststoff besitzt zahlreiche Vorzüge, die ihn für viele Artikel, z. B. Lebensmittel oder Pharmaprodukte, zum optimalen Verpackungsmaterial macht. Umso wichtiger ist es, besondere Anstrengungen dafür zu unternehmen, den wertvollen Werkstoff nachhaltiger einzusetzen und die Umwelteinflüsse, z. B. durch unzulängliche Entsorgung, zu verringern.

Pöppelmann macht’s ressourcenschonender

Die Pöppelmann Gruppe aus Lohne, in vier verschiedenen Geschäftsbereichen auf die Verarbeitung von Kunststoffen spezialisiert, sieht sich in der Pflicht und stellt sich aktiv ihrer Verantwortung. Die Unternehmensgruppe hat sich zum Ziel gesetzt, ihre Prozesse und Produkte so umweltbewusst wie möglich zu gestalten. Expertenteams der vier Divisionen arbeiten an Lösungen für ressourcenschonende Artikelkonzepte und effiziente Produktionsverfahren. Mit der unternehmensweiten Initiative „Pöppelmann Blue“ bündelt der Kunststoffverarbeiter divisionsübergreifend alle Aktivitäten, die einen geschlossenen Materialkreislauf anstreben. Das beinhaltet die Entwicklung von Lösungen, bei denen ein möglichst hoher Anteil von Post-Consumer-Rezyklaten (PCR) zur Herstellung eines Produkts eingesetzt wird und durch die Art und Weise der Gestaltung eine Wiederverwertung des Materials auf gleicher Qualitätsstufe gewährleistet. Um den Materialkreislauf zu schließen, müssen diese Produkte aus Recyclingkunststoff selbst recyclingfähig sein.

Die Snack-Tomaten-Verpackung in Gitterstruktur erzielt Materialeinsparungen von bis zu 30 Prozent .
Die Snack-Tomaten-Verpackung in Gitterstruktur erzielt Materialeinsparungen von bis zu 30 Prozent .
(Bild: Pöppelmann)

Produktentwicklung unter ganzheitlicher Betrachtung

Eine der vier Divisionen der Gruppe ist Pöppelmann Famac. Hier werden Verpackungen und Funktionsteile für die Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie sowie den Bereich Medizintechnik konzipiert und hergestellt. Die Produktentwicklung orientiert sich dabei an einer ganzheitlichen Betrachtungsweise des Verpackungssystems. Das beinhaltet nicht nur eine recyclinggerechte Auslegung der Verpackungen in Bezug auf Material, Farbe, Form und mehr, sondern auch unter weiteren Aspekten, die sich unter dem Stichwort „Eco Design“ zusammenfassen lassen. Dabei werden die Umwelteinwirkungen von Verpackungen entlang ihres gesamten Lebensweges – also während der Rohmaterialherstellung, der weiteren Verarbeitung zu eigentlichen Verpackungsmaterialien und der Verpackung selbst, bei Lagerung und Transport bis hin zur Sortierung und der Verwertung von Verpackungsabfällen – in die Entwicklung einbezogen.

Marco von Döllen, Vertriebsleiter Pöppelmann Famac, beschreibt, wie der Geschäftsbereich Famac das erklärte Unternehmensziel Ressourcenschonung konkret umsetzt: „Im Mittelpunkt unserer Anstrengungen für einen nachhaltigeren Umgang mit Ressourcen stehen drei R, hinter denen sich die Schlagworte ‚Reduce’, ‚Reuse’ und ‚Recycle’ verbergen. ‚Reduce’ bedeutet, dass wir uns bemühen, wo möglich, den Einsatz von Kunststoff zu reduzieren. Mit ‚Reuse’ ist die Wiederverwendung unserer Produkte gemeint. Und mit ‚Recycle’ streben wir eine bestmögliche Recyclingfähigkeit an.“ Mit verschiedenen ressourcenschonenden Verpackungskonzepten hat die Division Famac bereits eine Reihe von Erfolgen erzielt:

Transport- und Lagerkapazitäten reduzieren: Mit dem E2-Rechner von »Pöppelmann Famac« lässt sich die perfekte Ausnutzung der Kisten ganz unkompliziert 
berechnen.
Transport- und Lagerkapazitäten reduzieren: Mit dem E2-Rechner von „Pöppelmann Famac“ lässt sich die perfekte Ausnutzung der Kisten ganz unkompliziert berechnen.
(Bild: Pöppelmann)

Reduce – gut geschützt, deutlich weniger Material

Die Reduce+ Serie setzt auf Ressourcenschonung durch deutliche Reduktion des Materialeinsatzes. In Kooperation mit Merulin Gartenbauservice entwickelte der Verpackungsspezialist z. B. einen transparenten Kunststoffeimer, mit dem sich Snack-Tomaten ressourcenschonenderer und gleichzeitig optisch noch attraktiver verpacken lassen: Der Tomateneimer wird im Spritzgussverfahren in Gitterstruktur gefertigt. So werden Materialeinsparungen von bis zu 30 Prozent erzielt. Gleichzeitig ist der Eimer sehr stabil, hervorragend maschinengängig und dabei besonders leicht. Die Gitterstruktur ermöglicht außerdem eine optimierte Belüftung des bei gekühlter Lagerung. Insgesamt erweist sich die Verpackung als sparsam auf ganzer Linie, denn der reduzierte Materialeinsatz schont nicht nur Ressourcen. Das geringere Gewicht trägt darüber hinaus zur Senkung der Logistikkosten sowie der DSD-Gebühren bei. Die erfolgreiche Einführung des Tomatengittertopfs bestätigt das Konzept. Und so plant man bei „Pöppelmann Famac“, die Reduce+ Serie weiter auszubauen.

Reuse – perfekt ausgenutzte E2-Kiste statt Einwegkarton

Mehr Ressourcenschonung entlang der gesamten Lieferkette ist auch das Ziel der BR 003-Behälterserie. Das modulare System der Rechteckschalen-Serie für Großverbraucher-Anwendungen bietet selbst bei gemischten Behältergrößen eine effiziente Nutzung von E2-Kisten für bis zu 40 Gebinde. Das macht es leicht, auf Einweg-Kartons zu verzichten und auf die wiederverwendbaren E2-Behältnisse umzusteigen. Alle Schalen haben zudem einheitliche Deckelgrößen und unterscheiden sich nur in ihrer Höhe. Das gestaltet auch die Befüllung effizienter, da in der Produktion weniger Formatwechsel vorgenommen werden müssen. Darüber hinaus reduziert die verbesserte Auslastung der Transportkisten die benötigten Lager- und Logistikkapazitäten deutlich. Durch eine verringerte Anzahl benötigter E2-Kisten wird außerdem der Reinigungsaufwand gesenkt, was ebenfalls Ressourcen einspart. Mit dem von Pöppelmann Famac entwickelten Online-Rechner lässt sich die perfekte Ausnutzung der E2-Kisten ganz einfach berechnen. 

 

Universalverpackung aus Polypropylen: Der Kunststoffanteil stammt zu 100 Prozent aus Post-Consumer-Recycling-Granulat, das aus Verpackungsabfällen aus den Dualen Systemen gewonnen wird.
Universalverpackung aus Polypropylen: Der Kunststoffanteil stammt zu 100 Prozent aus Post-Consumer-Recycling-Granulat, das aus Verpackungsabfällen aus den Dualen Systemen gewonnen wird.
(Bild: Pöppelmann)

Recycle – Closed Loop für Non-Food-Verpackungen

Ein komplett geschlossener Materialkreislauf, welcher im Bereich der Lebensmittelverpackungen aufgrund gesetzlicher Vorschriften und fehlender Zertifizierungen für Rohstoffquellen aus haushaltsnahen Sammlungen noch nicht möglich ist, lässt sich im Non-Food-Bereich bereits realisieren.

Im Rahmen der Initiative „Pöppelmann Blue“ hat der Kunststoffspezialist Universalverpackungen aus Polypropylen in der Farbe „Recycling Blue“ entwickelt. Ihr Kunststoffanteil stammt zu 100 Prozent aus Post-Consumer-Recycling-Granulat, das aus Verpackungsabfällen aus den Dualen Systemen gewonnen wird. Nach der Verwendung gelangen diese Verpackungen über die Sammlung der Dualen Systeme in die Wiederverwertung. Das Rezyklat kann für die Produktion neuer Verpackungen eingesetzt werden. Somit ist sichergestellt, dass der Materialkreislauf geschlossen ist, fossile Ressourcen geschont werden und der wiederverwendete Kunststoffanteil aus dem Verpackungsmüll steigt. Die ressourcenschonenden Verpackungen lassen sich ganz individuell auf Kundenwünsche abstimmen und sind in verschiedenen Größen und Formaten als Becher, Eimer oder Schale realisierbar.  Sie werden aktuell für Pflanzendünger eingesetzt. Pöppelmann Famac wurde für diese Entwicklung mit dem Deutschen Verpackungspreis in Gold in der Kategorie „Nachhaltigkeit“ ausgezeichnet. 

Closed Loop: Das zurückgewonnene Rezyklat der Universalverpackungen kann für die Produktion neuer Verpackungen eingesetzt werden und schließt so den Materialkreislauf.
Closed Loop: Das zurückgewonnene Rezyklat der Universalverpackungen kann für die Produktion neuer Verpackungen eingesetzt werden und schließt so den Materialkreislauf.
(Bild: Pöppelmann)

4-Stufen-Modell kategorisiert Herkunft und Anteil des Recyclingmaterials

Dank der engen Zusammenarbeit der vier Pöppelmann Divisionen profitieren diese gegenseitig von den in einzelnen Geschäftsbereichen erarbeiteten Konzepten zur Ressourcenschonung. Aktuell verarbeitet die Pöppelmann Gruppe Kunststoff in 480 verschiedenen Varianten zu hochwertigen Produkten. In vielen Bereichen werden bereits seit Langem Post-Industrial-Rezyklate eingesetzt, seit einiger Zeit auch Post-Consumer-Rezyklate. Übergeordnetes Ziel ist dabei immer die bestmögliche ökologische Verträglichkeit der Produkte unter Berücksichtigung wirtschaftlicher und technischer Aspekte. Um Kunden eine noch bessere Orientierung zu ermöglichen, setzt Pöppelmann auf noch mehr Transparenz hinsichtlich der Herkunft und des Anteils an Recyclingmaterial der verschiedenen Artikel. Die Division Pöppelmann Teku, spezialisiert auf Produkte für den Erwerbsgartenbau, macht jetzt mit dem 4-Stufen-Modell den Anfang: Es kategorisiert die verschiedenen Produkte des Geschäftsbereichs hinsichtlich des Produktanteils und der Herkunft sowie der Recyclingfähigkeit des eingesetzten Materials – von Produkten aus einem komplett geschlossenen Materialkreislauf über zu 100 Prozent recyclingfähigen Produkten bis hin zu noch nicht recycelbaren Artikeln. Das Modell ist ein weiterer Schritt der Gruppe in ihrer strategischen Ausrichtung auf ein verantwortungsvolles Handeln im Umgang mit fossilen Ressourcen. Und so liegt auch die Unterstützung zweier maßgeblicher Initiativen, die die Kreislaufwirtschaft vorantreiben wollen, durch Pöppelmann nahe: Die Unternehmensführung unterzeichnete das New Plastics Economy Global Commitment der Ellen-MacArthur-Stiftung sowie das europaweite Branchenbündnis Circular Plastics Alliance. „Die Ziele beider Initia­tiven passen sehr gut zu unserer Unternehmenspolitik und insbesondere zu den Produktkonzepten für den Materialkreislauf, die wir bereits in unserer Unternehmens­initiative ‚Pöppelmann Blue’ entwickeln“, erklärt Matthias Lesch, Geschäftsführer der Pöppelmann Gruppe.

Über Pöppelmann Famac

Ressourcenschonung unter ganzheitlicher Betrachtung: Verpackungsspezialist Pöppelmann Famac engagiert sich, wie die gesamte Pöppelmann Gruppe, für einen nachhaltigeren Umgang mit fossilen Rostoffen. Die Division setzt in Verpackungsfragen auf ein Konzept aus Materialreduzierung, Wiederverwendung und Recycling und stellt mit Recuce+ und einer Behälterserie für E2-Kisten innovative Lösungen vor. Im Rahmen der unternehmensübergreifenden Initiative „Pöppelmann Blue“, die einen geschlossenen Materialkreislauf anstrebt, entwickelte der Geschäftsbereich Universalverpackungen die aus mehr als 90 Prozent Post-Consumer-Recycling-Granulat gefertigt werden und mit dem Deutschen Verpackungspreis in der Kategorie „Nachhaltigkeit“ ausgezeichnet wurden.

Über den Autor
Autorenbild
Gerhard Brock, Projektierung/Verkauf im Bereich Famac, Pöppelmann GmbH & Co. KG

Über die Firma
Pöppelmann Kunststoffwerk-Werkzeugbau GmbH & Co.
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