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Neuer Beschluss 2020 im Bereich Farbtonabweichung bei Schmuckfarben

Die derzeit 14 österreichischen Gerichtssachverständigen aus dem Fachbereich Druckereiwesen zu Gast bei Schur Flexibles und der Koenig & Bauer GmbH.
(Bild: Schur)

Die Schur Flexibles Group führt in ihrem Portfolio zur Verpackungsveredelung alle aktuell gängigen Druckverfahren (Kupfertief-, Flexo-, Offset, sowie Digital-Druck) und verfügt in ihren spezialisierten Standorten über fundiertes Know-How und höchste Kompetenz in diesem Bereich. Neben der stetigen internen Sicherstellung höchster Qualitätsstandards und dem Bestreben für die Kunden das für ihre Produkte optimale Druckerzeugnis zu produzieren, ist es der Gruppe ebenfalls wichtig, sich darüber hinaus für die Optimierung der Prozesse und Standards der Industrie zu engagieren

Den Konvent organisierten die Gerichtssachverständigen Stefan Zoister (OÖ) und Harald Sexl (Bgld.). Die derzeit 14 österreichischen Gerichtssachverständigen aus dem Fachbereich Druckereiwesen treffen einander nun seit mehr als zehn Jahren zum fachlichen Gedankenaustausch zu einem Konvent. Neben diesem Austausch über spezielle Fälle aus den Fachgebieten des Druckereiwesens, der End- und Weiterverarbeitung werden Branchenüblichkeiten präzisiert. 2019 wurde erstmalig beschlossen, dass Branchen-Standards von den Sachverständigen festgelegt werden. Im Bereich des Druckereiwesens ist nicht alles durch Normen oder Richtlinien festgelegt. Eine koordinierte, geschlossene und einvernehmliche Meinungsbildung zu verschiedenen Themen kann daher für die Branche nur einen Vorteil bringen.

Dieser Konvent findet jedes Jahr bei anderen Gastgebern statt. Ende 2019 waren die Sachverständigen bei der Schur Flexibles Holding und bei der Koenig & Bauer GmbH in Maria Enzersdorf zu Gast. Dieser ist Hersteller von speziellen Druckmaschinen für den Banknoten und Wertpapierdruck. CEO des Unternehmens, Michael Schernthaner, begrüßte die Experten und eröffnete damit die Diskussion der aktuellen Themen.

Neue Grenzwerte für Farbtonabweichungen in Bezug auf Schmuckfarben

Für die Verpackungsbranche gelang in Bezug auf Farbabweichungen im Druck mit Schmuckfarben die Einigung auf folgenden Vorschlag: „Farbabweichungen von Schmuckfarben gelten aus gutachterlicher Sicht mit einer Farbdifferenz zwischen genehmigtem Andruckmuster und der Auflage von maximal DeltaE 2,5 als fachgerecht ausgeführt.“

Schmuckfarben (Spotfarben) werden in der Regel dann eingesetzt, wenn sich der gewünschte Farbton nicht mit den Prozessfarben zusammensetzen lässt oder besondere Effekte erzielt werden sollen. Die Entscheidungsgrundlage für die Verwendung von Schmuckfarben liegt oft im besonders hohen Qualitätsanspruch hinsichtlich der Farbwiedergabe und der Auflagendurchgängigkeit der Abnehmer. Einen wichtigen Faktor, einigten sich die Sachverständigen, für die Beurteilung der Qualität des jeweiligen Druckerzeugnisses stellt jegliche Farbtonabweichung der Schmuckfarbe der Auflage vom genehmigten Andruckmuster dar. Auch Farbtonschwankungen innerhalb der Auflage müssen entsprechend vermieden werden.

Nach eingehenden Recherchen am Markt, besonders bei Druckereien, die für die Verpackungsindustrie tätig sind, stellten die Experten fest, dass der Wert von DeltaE von <2,5 hinsichtlich Farbabweichung und Auflagendurchgängigkeit allgemein toleriert werden kann und auch prozesstechnisch umsetzbar ist. Dieser Wert sollte sowohl für die Kontrolle Andruckmuster / Auflage als auch innerhalb der Auflage herangezogen werden und konnte für die Druckverfahren Tiefdruck, Flexodruck, Offset und Siebdruck verifiziert werden. Dies schließt allerdings den Digitaldruck aus, der im Hinblick auf die Farbtoleranzen im nächsten Jahr gesondert analysiert werden soll.

Abgerundet wurde der Tag durch einen Fachvortrag Zoisters zum Thema „Neue Entwicklungen in der flexiblen Lebensmittelverpackung“. Mit umfassenden Informationen konnte die Schur Flexibles Group den Sachverständigen wichtige Neuheiten vorstellen und damit die Position als Packaging Pioneer untermauern.

Über die Schur Flexibles Group

Die Schur Flexibles Group mit Hauptsitz in Wiener Neudorf hat sich auf innovative, hochwertige und maßgeschneiderte Hochbarriere-Verpackungslösungen für die Lebensmittel-, Tabak- und Pharmaindustrie spezialisiert.

Mit ihrer integrierten Wertschöpfungskette von Extrusion über Druck und Kaschierung bis hin zur umfangreichen Beutelerzeugung erwirtschaftet die in 2012 gegründete Gruppe aktuell einen Gesamtumsatz von rund 520 Mio. Euro (pro forma) und gehört damit zu den führenden Unternehmen der Branche in Europa. Schur Flexibles beschäftigt 1.900 Mitarbeiter und umfasst 14 Unternehmen mit 22 Produktionsstätten in West- und Osteuropa, die alle hoch spezialisiert sind und jeweils auf ihrem Gebiet Technologieführerstatus genießen. Dieses Center of Excellence-Konzept macht die Gruppe zu einem attraktiven und kompetenten Partner für Kundenunternehmen ausgewählter Branchen.

 

 

 

Über die Firma
Schur Flexibles Holding GesmbH
Wiener Neudorf
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