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Lebensmittelverpackungen

Recyclingfähigkeit von Weißblech für Lebensmittelverpackungen

Verbraucher können mit ihrer Wahl im Supermarkt dazu beitragen, nachhaltige Weißblechverpackungen zu fördern.
Verbraucher können mit ihrer Wahl im Supermarkt dazu beitragen, nachhaltige Weißblechverpackungen zu fördern.
(Bild: Initiative Lebensmitteldose)

Demzufolge ist Weißblech das perfekte Material für Multirecycling. In der Praxis bedeutet dies, dass auch bereits recyceltes Material in einem nächsten Schritt erneut stofflich wiederverwertet werden kann.

Aufgrund seiner magnetischen Eigenschaften ist Verpackungsstahl das am leichtesten zu sammelnde und wiederzuverwertende Verpackungsmaterial. Dr. Peter Biele, CEO der Thyssenkrupp Rasselstein GmbH, Deutschlands einzigem Weißblechhersteller, erklärt: „Verpackungsstahl hat mit Blick auf die Nachhaltigkeit als meist recycelter Verpackungswerkstoff großes Zukunftspotenzial. Schon seit über zehn Jahren übertrifft Verpackungsstahl in Deutschland stabil die im neuen Verpackungsgesetz geforderten Recyclingquoten. Mit einer aktuellen Recyclingrate in Deutschland von 90,4 Prozent und in Europa von 80,5 Prozent ist Weißblech der Spitzenreiter unter allen Verpackungsmaterialien. Allein in Deutschland wurde 2017 so viel Weißblech recycelt, dass aus dem daraus produzierten Stahl 27 Eiffeltürme hergestellt werden könnten.“

Die Lebensmitteldose besteht aus nachhaltigem und nahezu hundertprozentig recycelbarem Weißblech.
Die Lebensmitteldose besteht aus nachhaltigem und nahezu hundertprozentig recycelbarem Weißblech.
(Bild: Thyssenkrupp Rasselstein)

Multirecycling spart Ressourcen und CO2

Multirecycling hat zwei entscheidende Vorteile – Ressourceneinsparung und die Verbesserung der Umweltbilanz aufgrund vieler aufeinanderfolgender Nutzungs- und Recyclingzyklen. Ein Beispiel: nach sieben Recyclingzyklen sind aus ursprünglich einer Tonne Stahl 4,6 Tonnen Stahlprodukte hergestellt worden. Bei der Nutzung von Stahl- und Weißblechschrott im Rahmen der Rohstahlerzeugung werden zudem deutliche CO2-Einsparungen realisiert.

Auch wenn Verpackungsstahl aufgrund seiner annähernd hundertprozentigen Recyclingfähigkeit schon heute nachhaltig ist, arbeitet die Muttergesellschaft, die Thyssenkrupp Steel Europe AG, die das Vorprodukt Warmband zur Herstellung von Verpackungsstahl produziert, an einem ganz großen Schritt: an der Zukunft einer nahezu klimaneutralen Stahlerzeugung. Für Verpackungsstahl bedeutet dies, dass künftig auch in Andernach klimaneutraler Stahl zu Weißblech weiterverarbeitet werden kann. Und so sieht die Klimainitiative von Thyssenkrupp konkret aus: Zum einen wird Thyssenkrupp Steel künftig anstelle Kohlenstoff Wasserstoff als Reduktionsmittel im Hochofenprozess einsetzen. So wird Wasserdampf statt CO2 freigesetzt. Zugleich wandelt das Unternehmen bereits entstandene Treibhausgase in wertvolle Chemieprodukte wie Methanol oder Ammoniak um. Ziel ist es, bis 2050 die Stahlproduktion CO2-neutral zu machen.

Bei der Produktion von Stahlprodukten kommt immer ein gewisser Anteil an Stahlschrott zur Kühlung zum Einsatz.
Bei der Produktion von Stahlprodukten kommt immer ein gewisser Anteil an Stahlschrott zur Kühlung zum Einsatz.
(Bild: Thyssenkrupp Rasselstein)

Nachhaltigkeit rückt in Fokus der Verbraucher

Das Thema Nachhaltigkeit rückt zunehmend auch in den Fokus der Verbraucher und spielt demzufolge eine wichtige Rolle bei Kaufentscheidungen. Bereits 85 Prozent der Konsumenten ist die Nachhaltigkeit der Verpackung wichtig – Tendenz steigend. Mit der Kaufentscheidung im Supermarkt kann der Verbraucher einen großen Einfluss darauf nehmen, welche Verpackungen in Zukunft im Handel erhältlich sein werden und ob diese nachhaltig sein werden. Doch auch mit der Rückführung einer Dose in ein organisiertes Rücknahmesystem beeinflusst der Konsument das Funktionieren des Materialkreislaufs. Richtige Mülltrennung im Haushalt ist hierfür das A und O. In der EU liegt die Recyclingrate momentan bei circa 80,5 Prozent. „Alle Beteiligten – vom Hersteller über den Handel, die Dualen Systeme bis hin zur Recyclingwirtschaft – müssen die Öffentlichkeit deutlich besser informieren, um noch mehr Dosen in die Getrennterfassungssysteme zu bringen und die Zahl der Fehlwürfe zu verringern. Denn einfacher als mit dem magnetischen und nahezu zu 100 Prozent recycelbaren Verpackungsmaterial Weißblech geht Kreislaufwirtschaft nicht“, kommentiert Andreas Knein, Geschäftsführer der DWR – Deutsche Gesellschaft für Weißblechrecycling mbH, einem Tochterunternehmen von Thyssenkrupp Rasselstein.

Weißblech im Kampf gegen Food Waste

Auch das Thema Food Waste ist aktueller denn je. Weißblechdosen sorgen dafür, dass Lebensmittel sehr lange ohne Kühlung haltbar sind, da sie in der Dose vor Licht und Luft geschützt werden. Food Waste ist bei Stahlverpackungen daher kein Thema. Die Entscheidung pro Dose hat auch auf dieser Ebene einen enormen positiven Einfluss darauf, wieviel vermeidbares CO2 entsteht.

Verbraucher, Hersteller und Handel können demzufolge im Verpackungsbereich zur Schonung der Umwelt und zur Reduktion von CO2 beitragen, indem sie ein Verpackungsmaterial wählen, das für einen geschlossenen Materialkreislauf, für Multirecycling und den sicheren Schutz des Füllguts steht. Jede recycelte Dose hilft, knappe Primärressourcen zu schonen und CO2 zu verringern. Thyssenkrupp Rasselstein trägt aktiv schlussendlich dazu bei, den Materialkreislauf zu schließen, indem das Unternehmen durch eigene Rückführungssysteme – die Deutsche Gesellschaft für Weißblechrecycling mbH für den privaten und die Kreislaufsystem Blechverpackungen Stahl GmbH für den gewerblich/industriellen Sektor –  den Wertstoffkreislauf von Verpackungsstahl in Deutschland sichert.

Über die Autorin
Autorenbild
Nicole Korb

Kommunikation + Marktentwicklung, Thyssenkrupp Rasselstein

Über die Firma
ThyssenKrupp Rasselstein GmbH
Andernach
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