Home Themen Milchprodukte Die Faltverpackung: auf dem Weg vom Underdog zum Verpackungsstar?

Verpackungskonzept für Aufschnittanwendungen

Die Faltverpackung: auf dem Weg vom Underdog zum Verpackungsstar?

Whatever you slice, wePACK! Die Verpackungsmaschine wePACK 7000 von Weber Maschinenbau ist konsequent auf Aufschnittanwendungen ausgerichtet.
Whatever you slice, wePACK! Die Verpackungsmaschine wePACK 7000 von Weber Maschinenbau ist konsequent auf Aufschnittanwendungen ausgerichtet.

Lebensmittelverarbeitende Betriebe müssen heutzutage einen anspruchsvollen Spagat zwischen verschiedenen Anforderungen an eine Lebensmittelverpackung bewältigen. Dabei stellen die verschiedenen Anspruchsgruppen Verbraucher, LEH und Gesetzgebung teils ähnliche und teils ganz unterschiedliche Anforderungen an eine Aufschnittverpackung.

Diese reichen von Produktschutz und Verlängerung der Haltbarkeit, attraktives Packungsdesign, effiziente und wirtschaftliche Herstellung der Packungen in geeigneter Qualität bis hin zu Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit. Es braucht also Verpackungskonzepte, die möglichst all dem gerecht werden. Die Faltverpackung ist eines dieser Verpackungskonzepte.

Die Genussmanufaktur Wein aus dem Schwarzwald hat dies erkannt und sieht in der Faltverpackung schon seit 2008 das richtige Verpackungskonzept, um ihren traditionsreichen Schwarzwälder Schinken nachhaltig und ressourcenschonend zu verpacken – und in einer Komplettlinie von Weber Maschinenbau die passende Linienlösung.

Der Schwarzwälder Schinken gelangt auf einer vollautomatisierten Linie von Weber Maschinenbau in die Faltverpackung.
Der Schwarzwälder Schinken gelangt auf einer vollautomatisierten Linie von Weber Maschinenbau in die Faltverpackung.

Lösungen nach Maß

Zur Produktion der Schinkenspezialität setzt das Familienunternehmen Wein auf eine vernetzte Weber-Komplettlinie. Von LED-Scanner und Slicer über vollautomatischen Einleger, Tiefziehverpackungsmaschine bis hin zur Kontrollwaage hat der hessische Lösungsanbieter alles für die Aufschnittproduktion und -verpackung aus einer Hand geliefert.

Dazu zählt auch die nahtlose Integration von Third Party Equipment wie der Falt- und Etikettieranlage. Dadurch ist es dem Lösungsanbieter möglich, die Integration von Slicern, Automatisierung, Verpackung und End-of-line Equipment auf ein neues Level zu heben und gleichzeitig Schnittstellen zu vermeiden. Grenzen zwischen einzelnen Komponenten verschwinden, sodass die komplette Aufschnittlinie zu einer Einheit verschmilzt.

Im Fokus einer Linienkonfiguration stehen immer die Anforderungen des Kunden – von Leistungsparametern über Produkt und Anwendung bis hin zur gewünschten Verpackung. So entwickeln die Weber Experten stets individuelle Lösungen. Über eine solche Lösung freut sich auch die Firma Wein. Rund 3 Millionen Schwarzwälder Schinken pro Jahr finden dort auf der vollautomatisierten Linie nun ihren Weg in die Faltverpackung.

Edler Schinken ressourcenschonend verpackt: Die Genussmanufaktur Wein nutzt seit 2008 Faltverpackungen.
Edler Schinken ressourcenschonend verpackt: Die Genussmanufaktur Wein nutzt seit 2008 Faltverpackungen.

Nachhaltig, praktisch, kostengünstig

In einer Zeit der stetig zunehmenden Single-Haushalte verlieren größere Packungen weiter an Bedeutung. Faltverpackungen stellen einen geeigneten Weg dar, den Wunsch nach kleinen Portionen von Aufschnittware mit einem überschaubaren Einsatz an Verpackungsfolie zu erfüllen. Vor diesem Hintergrund liegt die Einwaage von Faltverpackungen in der Regel um die 80 Gramm.

Rund 2/3 weniger Kunststoffeinsatz fordert die Faltverpackung im Gegensatz zu herkömmlichen Verpackungskonzepten. Angesichts der ökologischen Vorteile gegenüber materialintensiveren Hartfolienverpackungen überrascht es, dass sich diese bis dato im deutschen Markt noch nicht stärker durchsetzen konnten.

„Wenn ein Produkt in einer schön präsentierten Trayverpackung neben einer Faltverpackung liegt, entscheiden sich die meisten Konsumenten für die schönere Verpackung“, sagt Anja Hofer-Kohrs, bei der Firma Wein verantwortlich für das Marketing. „Wenn ich eine ganze Schinkenscheibe in einem Fenster sehe, dann ist das eben ein anderes Bild, als eine gefaltete Schinkenscheibe.“

Optik vor Funktion? Geht es nach der Firma Wein, würde das Unternehmen am liebsten durchgängig die Rohschinkenspezialitäten in die Faltverpackung bringen. Der Hauptgrund: Faltverpackungen sind aufgrund des niedrigen Einsatzes von Verpackungsfolien in Zeiten begrenzter Ressourcen die bessere Wahl. In der weiteren Folge sinkt der Aufwand für die Beschaffung der Folien.

Es passen mehr Meter auf eine Rolle – was letztlich die Transportkosten senkt und den Lieferverkehr reduziert. Ist die Verpackung leer, profitiert der Verbraucher, indem auch das Abfallvolumen sinkt – mit weiteren positiven Effekten bei der Entsorgung und dem Recycling.

Auch im LEH bringt die Faltverpackung Vorteile mit sich. „Ich kann mehr Produkte auf den gleichen Stellplatz bekommen und habe damit die Chance, mein Sortiment ganz einfach zu erweitern“, erklärt Anja Hofer-Kohrs. Damit erhöht sich durch die Faltverpackung der Platz für den Verkauf – ein Aspekt, der gerade in den Kühlregalen von Bedeutung ist.

„Kühlflächen im Handel sind teuer.“ Außerdem bietet die Faltpackung die Möglichkeit das Produkt stehend zu präsentieren, was normalerweise mit Weichfolienpäckchen nur schwer möglich ist. Angesichts dieser Vorteile überrascht es, dass sich die Faltverpackung im deutschen Lebensmitteleinzelhandel so schwertut.

Bei Wein im Schwarzwald sind sie davon überzeugt, dass es nur die Verbraucher und der Einzelhandel in der Hand haben, die intelligenteren Verpackungen zu fördern. Wie das funktionieren kann, zeigt der Blick ins Nachbarland. Nach Auskunft von Andreas Hofer gibt es bei einem führenden Discounter in Polen den Schinken nur noch in der Faltverpackung. 

Cite Ich kann mehr Produkte auf den gleichen Stellplatz bekommen und habe damit die Chance, mein Sortiment ganz einfach zu erweitern.

Anja Hofer-Kohrs

Weber liefert Komplettlinien aus einer Hand – von Produktvorbereitung über Slicer und Einleger hin zu Verpackungsmaschine und End-of-Line Equipment.
Weber liefert Komplettlinien aus einer Hand – von Produktvorbereitung über Slicer und Einleger hin zu Verpackungsmaschine und End-of-Line Equipment.

Beratung zu Verpackungskonzepten

Ist die Faltverpackung also immer die beste Lösung zur Verpackung von Aufschnittware? Nein. Bei der Bewertung und Wahl des passenden Verpackungskonzeptes müssen viele Faktoren berücksichtigt werden. Denn unterschiedliche Produkte erfordern unterschiedliche Verpackungen. Außerdem gilt es, den Spagat zwischen verschiedenen Anforderungen der unterschiedlichen Anspruchsgruppen zu bewältigen.

Weber steht Kunden aktiv bei der Bewältigung diesen Herausforderungen zur Seite. Die Verpackungs- und Folienexperten bei Weber fungieren gegenüber Kunden als unabhängige, fachliche Berater, um diese bestmöglich und umfassend zu unterstützen. Weber steht mit allen großen Folienherstellern in engem Kontakt und kann so auf ein breites Angebot mit individuellen Lösungen zurückgreifen. Insbesondere die Vor- und Nachteile einzelner Recyclingkonzepte können aufgezeigt werden oder was ggf. an den Thermoformern geändert werden muss, um die Materialien der Zukunft zu verarbeiten.

Die Weber Hochleistungs-Tiefziehverpackungsmaschine wePACK 7000 ist schon heute in der Lage, alle auf dem Markt erhältlichen Materialien zu verarbeiten und überzeugt als speziell auf Aufschnittanwendungen ausgerichtete Verpackungsmaschine mit weiteren Vorteilen wie dem konsequenten Einsatz von elektrischen anstatt pneumatischen Antrieben.

Über die Firma
Weber Maschinenbau GmbH
Breidenbach
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