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Wasserversorgung in Mexiko-Stadt

Ohne Plastikflaschen geht es nicht

Die Menschen nutzen Flaschenwasser für den persönlichen Konsum. Leitungswasser wird hingegen gerade noch für den Haushalt und zum Waschen verwendet.
Die Menschen nutzen Flaschenwasser für den persönlichen Konsum. Leitungswasser wird hingegen gerade noch für den Haushalt und zum Waschen verwendet.

(Bild: yes or no)

8,9 Mio. Menschen leben in Mexiko-Stadt – das ist ein wenig mehr als in Österreich oder der Schweiz. Der gesamte Ballungsraum hat sogar über 21 Mio. Einwohner. Damit ist Mexiko-Stadt die weltweit drittgrößte Megacity hinter Tokio und Mumbai – und sie steht vor einer enormen Herausforderung: der Versorgung ihrer Bewohner mit Trinkwasser.

Frisches Trinkwasser aus Plastikflaschen

Aus den Wasserhähnen fließendes Wasser ist häufig durch Sedimente oder Einfärbungen erkennbar belastet. Wenn es denn überhaupt fließt, denn im Wassernetz der Stadt kommt es immer wieder zu Störungen. 18 Prozent der Bevölkerung leben offiziell mit einer nur unregelmäßig funktionierenden Wasserversorgung. Eine andere Quelle für Wasser sind die als „Pipas“ bekannten Tankwagen. Doch dessen Qualität ist ebenso unklar wie seine Herkunft.

Da die Wasserversorgung so schlecht ist, verbrauchen die Bewohner von Mexiko-Stadt je nach Schätzung jährlich 250 bis 500 l Trinkwasser in Plastikflaschen. Es ist für sie die einzig sichere Quelle für Trinkwasser. Die Menschen nutzen es für den persönlichen Konsum – bis hin zum Kochen. Leitungswasser wird hingegen gerade noch für den Haushalt und zum Waschen verwendet.

Energierecycling als sinnvollste Option

Also sind Plastikflaschen in Mexiko-Stadt wichtig für das Wohl und die Gesundheit der Bewohner. Damit aus diesen Plastikflaschen kein Umweltproblem wird, muss der Abfall ordentlich entsorgt und verwertet werden. Die beste und einfachste Möglichkeit wäre hier die Sammlung und thermische Verwertung von Kunststoffabfällen. Dieses Energierecycling hat sogar einen doppelten Nutzen: Einerseits sauberes Trinkwasser für die Bevölkerung. Andererseits kann die im Kunststoff enthaltene Energie zur Strom- und Wärmegewinnung eingesetzt werden.

Hintergründe der Wasserkrise

Durch die geografische Lage von Mexiko-Stadt ist die Wasserbeschaffung eine Herausforderung. Früher lag die Metropole inmitten eines Salzwassersees, heute wird das Grundwasser abgepumpt. Ein Erdbeben im November 1985 trug maßgeblich zur heutigen Situation bei.
Seit weit über 100 Jahren wird das Wasser der Millionenstadt aus Tiefbrunnen gefördert. Etwa 3.000 Brunnen im Stadtgebiet pumpen es aus Tiefen um 400 m empor. Dadurch sackt der Boden der Stadt ein. Satellitenmessungen der Europäischen Raumfahrtagentur ESA ergaben 2014 für große Teile des Stadtgebiets Sinkraten um 30 cm pro Jahr. An manchen Stellen sind es sogar 50 cm jährlich.

Als Folge davon treten immer wieder neue Schäden an den Wassersystemen auf. Leitungen brechen, Abwasser sickert in Trinkwasserleitungen ein, Gefälle kehren sich um. Über 40 Prozent des geförderten Wassers geht durch Lecks verloren. Angesichts dieser Situation ist trotz aller Anstrengungen der Stadtverwaltung keine Besserung in Sicht.

Als ein Beschleuniger der Wasserengpässe gilt das starke Erdbeben vom 19. November 1985. Am Morgen dieses Tages wurden neben zahlreichen Gebäuden und Straßen auch die unterirdischen Wasser- und Abwasserrohre stark beschädigt. Viele Haushalte hatten danach kein Wasser mehr. Bei anderen floss nur eine trübe Flüssigkeit aus der Leitung. Unter den Bewohnern verbreitete sich die Abneigung gegen das Leitungswasser. Zudem warnte kurz darauf die Stadtverwaltung davor, das Wasser zum Kochen oder Trinken zu verwenden. Sauberes Wasser aus Plastikflaschen stellt deshalb die einzige Lösung für die Bewohner von Mexiko-Stadt dar.

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