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Intralogistik

DM Drogerie Markt setzt in neuem Verteilzentrum auf Robotik

Der eingesetzte Kuka-Roboter kann mehrere Gebinde gleichzeitig greifen und auf diese Weise eine Versandpalette bis zu drei Mal schneller kommissionieren, als es ein Mensch schaffen könnte.
Der eingesetzte Kuka-Roboter kann mehrere Gebinde gleichzeitig greifen und auf diese Weise eine Versandpalette bis zu drei Mal schneller kommissionieren, als es ein Mensch schaffen könnte.
(Bild: DM Drogerie Markt)

„Das neue Verteilzentrum ist mit seiner innovativen Robotiklösung ein Leuchtturmprojekt für DM und den deutschen Handel“, erklärt Christian Bodi, als dm-Geschäftsführer verantwortlich für das Ressort Logistik. Das Konzept und die Intralogistik stammen von Swisslog und stellen für das Generalunternehmen eine Parade-Referenz insbesondere für die intelligente Anlagensteuerungs- und Visualisierungssoftware Syn-Q sowie das Robotiksystem ACPAQ dar. Die Lösung hat vor Kurzem den German Innovation Award erhalten.

Daten- und robotergesteuerte Logistik

Auf einer Grundfläche von rund 30.000 m2 ist in Wustermark ein Logistik-Mix aus den Kernbestandteilen eines automatisierten Palettenhochregallagers mit 24.000 Stellplätzen und einem Shuttle-Lager – dem Cyclone Carrier von Swisslog – mit 265.000 Stellplätzen für kleinvolumige Waren entstanden. Daran angeschlossen sind insgesamt 15 Kommissionierlinien: acht manuelle und sieben ACPAQ-Roboterzellen.

„DM-Drogerie Markt setzt im Verteilzentrum das Ware-zum-Mensch- beziehungsweise Ware-zum-Roboter-Prinzip vollständig um“, erläutert Daniel Hauser, Senior Vice President und Head of Region Central Europe & Middle East, Swisslog. ACPAQ steht für das vollautomatische Erstellen von Mischpaletten per „Automated Case Picking“. Ein Kuka-Roboter greift dabei mehrere Gebinde gleichzeitig und kommissioniert auf diese Weise eine Versandpalette bis zu drei Mal schneller, als es ein Mensch schaffen könnte. Die eingesetzte Software ermöglicht, dass die Palette stabil für den Transport und entsprechend dem Depalettierungsbedarf in der Filiale gebildet wird.

„Wir sind stolz und glücklich, dass unser datengesteuertes Robotik-System der Testphase entwachsen ist und seine Leistungsfähigkeit nun auch in der Praxis bei Hochlastbetrieb unter Beweis stellt“, freut sich Hauser. „Auch für unser Unternehmen ist es ein Durchbruch und wir sind davon überzeugt, ebenso wird es für den Retail-Markt sein.“ Der Schweizer Intralogistik-Experte verweist auf den stetig steigenden Effizienzdruck, dem der Handel heute und in Zukunft ausgesetzt ist, auf eine geforderte Rund-um-die-Uhr-Leistungsbereitschaft, die dauerhaft nur durch Automatisierung und Robotik zu meistern sei.

Christian Baur, CEO von Swisslog ergänzt stolz: „Ohne den unermüdlichen Einsatz unserer Mitarbeitenden hätten wir das neue Verteilzentrum in Wustermark nicht parallel zu den Herausforderungen durch Corona im Frühjahr 2020 erfolgreich in Betrieb nehmen können.“

Langjährige Partnerschaft mit drittem Großprojekt

Das neue DM-Verteilzentrum in Wustermark ist Ausdruck einer Expansionsstrategie, die Deutschlands beliebtester Drogeriemarkt seit vielen Jahren konsequent verfolgt. Mehr als 100 Mio. Euro hat DM für seinen neuen Logistikstandort inklusive Bau investiert. Für Swisslog ist Wustermark in Brandenburg nach Waghäusel in Baden-Württemberg und Weilerswist in Nordrhein-Westfalen die dritte Großanlage in Deutschland, die der Intralogistiker für DM realisiert hat. Nach der Grundsteinlegung im Jahr 2018 nahmen die Planung und Errichtung bis zur Inbetriebnahme knapp zwei Jahre in Anspruch.

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