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Kreislaufwirtschaft

ZSVR: Neuer Mindeststandard für recyclinggerechte Verpackungen

Unternehmen soll es mit den neuen Mindeststandards des ZSVR leichter fallen, die Recyclingfähigkeit von Verpackungen zu prüfen.
Unternehmen soll es mit den neuen Mindeststandards des ZSVR leichter fallen, die Recyclingfähigkeit von Verpackungen zu prüfen.

(Bild: ZSVR)

Mit einer detaillierten Beschreibung des Prüfverfahrens können Unternehmen laut ZSVR noch leichter die Recyclingfähigkeit ihrer Verpackungen überprüfen. In der neuen Fassung werden nun auch technische Innovationen abgebildet, die noch nicht flächendeckend bestehen. Zu diesem Zweck wurde eine dreistufige Systematik zur Überprüfung der jeweils bestehenden Recyclinginfrastruktur eingeführt. Der neue Mindeststandard ist damit noch einmal dynamischer ausgerichtet worden. Die grundlegende Struktur mit drei Standard-Kriterien hat sich in der Praxis klar bewährt. Mit der Prüfung des Vorhandenseins einer Verwertungsinfrastruktur, der Sortier- und Trennbarkeit der Verpackung sowie der Berücksichtigung von Recyclingunverträglichkeiten lässt sich anwenderfreundlich ermitteln, ob eine Verpackung gut zu recyceln ist.

Verbundverpackungen schaden Recycling

Leider gibt es laut ZSVR aktuell Tendenzen zu Verpackungen, die bestenfalls teilweise verwertet werden können. Die Plastikdebatte, die Single-use-Plastics-Richtlinie, die europäische Plastiksteuer – dies alles drängt die Abfallhierarchie mit Abfallvermeidung und -verwertung in den Hintergrund. Stattdessen nehmen im Zuge dieser Diskussionen faserbasierte Verpackungen mit Kunststoffanteil rasant zu. Diverse Unternehmen haben aufgrund der Kritik an Plastikverpackungen auf Papierverpackungen umgestellt, verwenden dabei aber kunststoffbeschichtete Verbunde. Gunda Rachut, Vorstand der ZSVR, appelliert: „Der Trend bei den Verbundverpackungen geht klar zu Lasten des Recyclings. Auch wenn eine Verpackung hauptsächlich aus Papier besteht: Sobald eine Kunststoffbeschichtung dazu kommt, wird das Recycling begrenzt. Recyclingfähige Verpackungsalternativen aus Monomaterialien sind aus ökologischen Gesichtspunkten klar zu bevorzugen. Wir setzen uns dafür ein, dass die Ökologie in der Diskussion wieder die Oberhand gewinnt.“, so Rachut. Hinzu kommt, dass die Verwertungskapazitäten und -produkte für faserbasierte Verpackungen mit Kunststoff deutlich begrenzt sind.

Rachut schließt: „Die Abfallhierarchie mit der Vermeidung an der Spitze, muss wieder in den Vordergrund gerückt werden. Die ökologische Bewertung einer Verpackungslösung sollte die Grundlage einer Entscheidung sein – dies reicht vom Produktschutz bis hin zur Logistik. Der Mindeststandard hilft die Recyclingfähigkeit zu beurteilen. Wir hoffen, damit einen Beitrag zur Versachlichung der Diskussionen um Verpackungen zu leisten.“

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