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Serie JSY von SMC: kleine und starke Magnetventile

Pneumatikanwendungen in Bewegung – eine Herausforderung

Die Magnetventile der Serie JSY von SMC in dreifacher Ausführung – ideal für Pneumatikanwendungen in Bewegung.
Die Magnetventile der Serie JSY von SMC in dreifacher Ausführung – ideal für Pneumatikanwendungen in Bewegung.
(Bild: SMC)

Keine Branche kann in Sachen Fertigung auf bewegliche Prozesse verzichten, von Pick-&-Place-Anwendungen im Allgemeinen über bewegliche Teile bei Dreh- und Rundschalttischen bis hin zu Robotern. Die moderne Automobilindustrie wäre etwa ohne Roboter nicht denkbar. Dabei müssen sie filigrane Arbeiten auch während Drehungen um die eigene Achse und damit verbundenen Trägheitskräften zuverlässig verrichten. Am Roboterarm verbaute Komponenten, wie etwa Magnetventile zur Steuerung von Pneumatikanwendungen, sollten daher kompakt und leicht sein, um das Trägheitsmoment gering zu halten. SMC, ein führender Hersteller, Partner und Lösungsanbieter für pneumatische und elektrische Automatisierungstechnik, hat auf diese Herausforderung reagiert und mit der Serie JSY die passenden Magnetventile entwickelt.

Kleine Kraftprotze

Mit nur 6,4 mm handelt es sich beim JSY1000 über das Magnetventil mit der weltweit geringsten Ventilbreite, was die Montage auch in beengten Platzverhältnissen ermöglicht und Anlagenplanern zusätzliche Flexibilität bietet. Mit 10 mm (JSY3000) und 15 mm (JSY5000) sind auch die beiden anderen Ausführungen sehr kompakt. Das schlanke Design wirkt sich folgerichtig positiv auf das Gewicht aus: Sowohl bei den einzelnen Magnetventilen (JSY1000: 24 g, JSY3000: 54 g, JSY5000: 91 g) als auch bei den entsprechenden Ventilinseln handelt es sich um echte Leichtgewichte. Dank ihrer kompakten Bauform und der dadurch geringen Masse verringert sich das Trägheitsmoment, wodurch sie ideal für die Montage an beweglichen Teilen geeignet sind. So kann die Installation auch von der Rotationsachse eines Roboters entfernt erfolgen, ohne die zulässigen Lastmomente zu überschreiten. Zudem verbrauchen Anwendungen auch weniger Energie, da auf Antriebe mit niedriger Leistung zurückgegriffen werden kann.  

Trotz der kompakten Bauweise verfügen die Magnetventile von SMC über hohe Leistungskennziffern: Ausgehend von standardisierten Bedingungen wie einem Versorgungsdruck von 6 bar und einem Ausgangsdruck von 5 bar werden Durchflüsse (ANR) von 244 l/min (JSY1000), 567 l/min (JSY3000) und 1550 l/min (JSY5000) erreicht. Zum Vergleich: Ein ISO-Ventil der Norm 15407 mit einer Baubreite von 18 mm schafft unter gleichen Bedingungen einen Durchfluss von 527 l/min. 

Montagewunder für mehr Geschwindigkeit 

An die Ventil-Anschlussplatte lassen sich dank eines neuen Designs Schläuche mit Außendurchmessern von 2, 4 und 6 mm (JSY1000), 6 und 8 mm (JSY3000) sowie 10 und 12 mm (JSY5000) montieren. Der Vorteil: Indem auch bei höherem Durchfluss ein geringerer Druckabfall über den Schlauch entsteht, können Antriebe mit mehr Luft versorgt und damit Zykluszeiten verkürzt werden. Das ermöglicht bei Anwendungen eine höhere Taktrate beziehungsweise eine geringere Taktzeit – und steigert damit die Produktivität. Zur Ansteuerung der Ventile bestehen diverse Möglichkeiten, unter anderem über Multipolkabel oder Feldbussysteme wie beispielsweise Profibus DB, EtherNet/IP, Profinet, CompoNet und IO-Link. 

Das kompakte Design und die Verwendung von Steckverbindungen erleichtern insgesamt die Installation. So sind die Ventile leicht austauschbar und können an verschiedene Mehrfachanschlussplatten angepasst werden. Das macht sie zudem retrofit und vereinfacht die Nachrüstung von Bestandsmaschinen. Die Folge: Mehr Effizienz und höhere Produktivität auch bei älteren Maschinenparks. Selbst unter schwierigen Bedingungen leisten die Magnetventile von SMC problemlos ihren Dienst. Die Baugrößen JSY3000/5000 verfügen über die Schutzart IP67 und sind damit staubdicht und wassergeschützt. Die Ausführung JSY1000 hat die Schutzart IP40. 

Cool bleiben dank geringer Leistungsaufnahme

Bei langen Betriebszeiten kann es schnell dazu kommen, dass bei einer hohen Leistungsaufnahme der Ventilspulen die Gefahr von Überhitzung besteht. Anlagenplaner sind in diesem Fall gezwungen, im Schaltschrank eine Kühlung zu installieren, was neben Platzmangel zu zusätzlichen Kosten führt. SMC hat das Problem mit einem innovativen Ansatz gelöst: Das Ventil JSY1000 verfügt serienmäßig wie auch die Typen JSY3000/5000 optional über einen Energiesparschaltkreis, bei der der im Ventil eingebaute Schaltkreis die Leistung nach 67 ms deutlich absenkt – von 0,5 W auf 0,2 W (JSY1000) beziehungsweise von 0,35 W auf 0,1 W (JSY3000/5000). Anwender sparen dadurch nicht nur Energie, sondern können auch auf den Einbau zusätzlicher Kühlung im Schaltschrank verzichten, da einer Überhitzung vorgebeugt wird. Damit entstehen keine zusätzlichen Kosten und es verringert sich auch der Platzbedarf. 

Leistungsdiagramm des Energiesparschaltkreises.
Leistungsdiagramm des Energiesparschaltkreises.
(Bild: SMC)

Geeignet für eine Vielzahl an Zylindern und Prozessen

Für verschiedenste Anwendungen kann eine große Bandbreite an Zylindern mit hoher Zylindergeschwindigkeit angesteuert werden: unter anderem mit einem Mittelwert von 300 mm/s bei Ø 32 mm (JSY1000), Ø 50 mm (JSY3000) und Ø 80 mm (JSY5000). Zudem verfügen die Magnetventile über kurze Ansprechzeiten für die Ein- und Abschaltung, die bei 7-19 ms (JSY1000), 12-24 ms (JSY3000) und 17-37 ms (JSY5000) liegen. 

Anlagenplaner erhalten mit der Serie JSY von SMC eine zuverlässige Lösung, insbesondere für schnelle Prozesse in der Verpackungsindustrie, die ideal für Roboter-, Mess- und Pick-&-Place-Anwendungen sowie für viele andere industriellen Anwendungen geeignet ist, die Magnetventile einsetzen.

Über die Firma
SMC Deutschland GmbH
Egelsbach
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