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Etiketten aus nachhaltigen Materialien

Zuckerrohr – mehr als nur Caipirinha

Caipirinha im Glas
Zuckerrohr: wichtige Zutat für viele Cocktails – oder nachhaltige Etiketten.
(Bild: Bluhm Systeme + Trafa – stock.adobe.com)

Der Trend geht zu nachhaltigen Verpackungen: Immer mehr Verbraucher achten darauf, dass sie unnötigen Verpackungsmüll vermeiden und legen Wert auf eine umweltfreundliche Verpackung. Unternehmen reagieren darauf, indem sie bei ihren Produkten auf recyclingfähige Materialien setzen. Dazu gehören nicht nur umweltfreundliche Kartonagen oder kompostierbare Folien, sondern auch nachhaltige Etiketten. Bluhm Systeme, Kennzeichnungsspezialist und Etikettenproduzent, bietet gleich verschiedene umweltfreundliche Etikettenmaterialien an, die den herkömmlichen in nichts nachstehen und sich nachträglich auch von Thermotransferdruckern mit variablen Daten bedrucken lassen.

PE-Etiketten aus Zuckerrohr

Doch zurück zum Etikett aus Zuckerrohr. Die Hauptzutat bei der Herstellung von PE-Folienetiketten aus Zuckerrohr ist Granulat aus hundertprozentigem Zuckerrohr-Ethanol. Die pflanzenbasierte PE-Folie kann entsprechend dem standardmäßigen Recyclingverfahren für Polyolefine recycelt werden.

Die Etiketten können PE-Etiketten ersetzen, besitzt die PE-Folie aus Zuckerrohr doch dieselben Eigenschaften wie traditionelle PE-Etiketten Obermaterialien: Sie sind feuchtigkeitsresistent und beständig gegenüber Ölen und Fetten. Da der verwendete Klebstoff für den direkten Kontakt mit Lebensmitteln geeignet ist, sind PE-Etiketten aus Zuckerrohr für Kühl- und Tiefkühlprodukte oder fettige Lebensmittel geeignet.

Die Etiketten lassen sich gut von Etikettendruckern verarbeiten. Im Thermotransferdruck-Verfahren erzielen diese auf der biobasierten Folie hervorragende Druckbilder.

Mit Graspellets lässt sich der Zellstoffanteil in Etiketten halbieren.
Mit Graspellets lässt sich der Zellstoffanteil in Etiketten halbieren.
(Bild: Bluhm Systeme)

Papieretiketten aus Gras

Die am häufigsten eingesetzte Etikettenart sind Papier­etiketten. Gleichzeitig ist der weltweite Papierverbrauch im Verpackungsbereich in den letzten Jahrzehnten rapide angestiegen – nicht zuletzt wegen des zunehmenden Onlinehandels. Dabei haben Waldbau, Holzernte und Transport negative Folgen für das Klima. Deshalb sind bei der Papierherstellung Alternativen gefragt. Eine recht vielversprechende ist Gras. Es kann zwar den Zellstoff nicht komplett ersetzen, aber als Hilfsstoff in Form von Graspellets bei der Papierherstellung den Zellstoffanteil um 50 Prozent reduzieren. Graspapier ist mit anderen Verpackungspapieren uneingeschränkt recycelbar.

Solche nachhaltigen Etiketten kann der Konsument gleich erkennen. Denn sie sind zwar keine Duftetiketten – aber Etiketten aus Gras riechen tatsächlich nach Heu. Sie fühlen sich etwas rauer an und das Papier ist nicht weiß, sondern grau-hellbraun.

„Graspapier kann alle gängigen Papier-Anwendungen ersetzen“, erklärt Larissa Solibieda, Produktmanagerin Etiketten bei Bluhm Systeme. Als Kleber kommt sowohl permanent haftender als auch ablösbarer in Frage. „Da diese Klebestoffe lösemittelfrei sind, können die Gras-Papieretiketten auch bedenkenlos im Nahrungsmittelbereich eingesetzt werden“, so Solibieda. Im verklebten Zustand halten die Grasetiketten Temperaturen von -20 bis 80 °C stand, weshalb die Einsatzmöglichkeiten vielfältig sind. Müssen noch nachträglich variable Daten aufgedruckt werden, sollte dies aber im Vorfeld getestet werden. Denn Graspapier ist aufgrund seiner Struktur und grau-grünen Farbe eine Herausforderung für den Thermotransferdruck, insbesondere, wenn kleinere Schriften und Barcodes gedruckt werden müssen. Mit der richtigen Thermotransferfolie und Druckereinstellung lässt sich aber auch hier ein gutes Druckbild erzielen.

Steinetiketten sind schwer reißbar und wasserfest.
Steinetiketten sind schwer reißbar und wasserfest.
(Bild: Bluhm Systeme)

Strapazierfähige Etiketten aus Stein

Für Anwendungen, in denen die Etiketten besonders widerstandsfähig gegenüber äußeren Einflüssen sein müssen, können Steinetiketten sinnvoll sein. Das Etikettenmaterial besteht hier zu 80 % aus Stein beziehungsweise dem Pulver gemahlener Steine und ist dennoch so anschmiegsam und samtig wie ein Etikett aus Papier oder Folie.

Außerdem haben Steinetiketten einen hohen Weißgrad. Das nachträgliche Bedrucken von Steinetiketten ist problemlos möglich und das Druckergebnis sehr gut.

„Steinetiketten sind schwer reißbar und wasserfest. Damit sind sie ideal für Anwendungen, bei denen die Etiketten nass werden können oder stark beansprucht werden“, weiß Solibieda. Aber auch extreme Temperaturen von - 20 bis 80 °C können diesen Etiketten nichts anhaben.

Fazit

Unternehmen, die etwas für die Umwelt tun möchten, sollten auch nachhaltige Etikettenmaterialien aus natürlichen Rohstoffen wie Zuckerrohr, Gras oder Stein in Erwägung ziehen. Teilweise sind sie von der Haptik und Optik vergleichbar mit normalen Papier- und Folienetiketten. Sie lassen sich farbig im Flexodruck bedrucken und auch nachträglich mit variablen Informationen versehen. Welches Etikettenmaterial für welche Anwendung geeignet ist, sollte jedoch individuell geklärt werden.

Kostenfreies Whitepaper

Erfahren Sie mehr über umweltfreundliche Etiketten sowie nachhaltige Kennzeichnungssysteme im kostenfreien Whitepaper „Marking for Future: Produkt- und Verpackungskennzeichnung nachhaltiger gestalten“ des Kennzeichnungs­experten und Etikettenproduzenten Bluhm Systeme. 

www.bluhmsysteme.com/wp-nv12-20

Über die Autorin
Autorenbild
Selma Kürten-Kreibohm

Redakteurin, Bluhm Systeme

Über die Firma
Bluhm Systeme GmbH
Rheinbreitbach
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