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Schnell zum sicheren Insulinpen

Automatisierung für Montageanlage

Automatisierung mit Pneumatik und Elektrik ermöglicht sichere und zuverlässige Prozesse.
Automatisierung mit Pneumatik und Elektrik ermöglicht sichere und zuverlässige Prozesse.
(Bild: Syntegon)

Michael Andersen, Vertriebsleiter von Syntegon Technology Sandved in Dänemark, hat einen Traum: „Ich habe einen Traum von fliegenden Formatwechseln in unseren Maschinen. Das wäre die Krönung unserer Philosophie der Flexibilität und Agilität, die wir in unserem Unternehmen leben.“

Flexibilität und Agilität

„Durch den Einsatz der Festo-Automatisierungsplattform, zu der auch der Servopressen-Bausatz gehört, sind wir diesem Traum schon sehr nahe“, so Andersen. Tatsächlich ermöglicht der Servopressen-Bausatz YJKP von Festo – ein vorkonfigurierter Systembaukasten, bestehend aus Software, Steuerung und elektrischen Standardantrieben, – eine einfache Integration in die Anlage. Aufgrund der vorinstallierten Software entsteht ein hohes Maß an Flexibilität. Damit ist der modulare Pressenbaukasten mit Servoantrieb zum elektrischen Pressen und Fügen bis 17 kN sofort einsatzbereit und im Vergleich zu ähnlichen Lösungen am Markt intuitiv vom Anwender parametrierbar und kostengünstig. „Wir haben mehr als hundert Servopressen-Bausätze in den Linien zur automatisierten Montage von Insulinpens installiert“, erklärt Ulrik Keldke, Leiter der Engineering-Abteilung von Syntegon in Sandved. Die präzise einstellbaren Press- und Fügekräfte sorgen für gleichbleibende Qualität und niedrige Ausschussraten. „Am Servopressen-Bausatz von Festo schätzen wir besonders, dass er schnell und einfach in Betrieb genommen werden kann und keine Schulungen für die Maschinenbediener erforderlich sind“, kommentiert Keldke.

Qualität und Sicherheit

„Die Automatisierung der Montagelinie ist eine Voraussetzung, um die Anforderungen an das Endprodukt zu erfüllen: Die Insulinpens müssen sicher und benutzerfreundlich für die Selbstmedikation sein“, so Andersen. Schließlich dürfen die Pens bei der Anwendung durch den Patienten nicht zerbrechen und damit den Patienten gefährden. Das Servo Press Kit hält die Spannung und den Druck konstant. „Das Glas der Spritzen darf niemals aufgrund unregelmäßigen Drucks brechen“, so Keldke. Die automatisierten Systeme ermöglichen es, dass die Insulinpens immer in einwandfreiem Zustand sind und die exakte Menge an Insulin an den Patienten abgeben können.

Je nach Maschinentyp produzieren die Montagemaschinen von Syntegon bis zu 300 Pens pro Minute. Der Automatisierungsgrad ist je nach Anforderung skalierbar und kann auch nachträglich angepasst werden. Die Maschinenkonzepte basieren entweder auf einem Drehtisch für niedrige bis mittlere Leistungen oder auf einem Lineartransportsystem für hohe Leistungen. Zur Erhöhung der Leistung und des Automatisierungsgrades kann das System mit automatischen Zuführungen und Stationen erweitert werden.

Die Montageautomaten von Syntegon produzieren je nach Modell bis zu 300 Insulinpens pro Minute.
Die Montageautomaten von Syntegon produzieren je nach Modell bis zu 300 Insulinpens pro Minute.
(Bild: Syntegon)

Konsistenz und Zuverlässigkeit

Syntegon Technology, ehemals Bosch Packaging Technology, versteht sich als Anbieter von integrierten Lösungen: Die Montagelinie für die Insulinpens kann mit weiteren aufeinander abgestimmten Systemen des Unternehmens zu einer kompletten Linie ausgebaut werden. Pharmahersteller können die Prozessfunktionen Füllen, Verschließen, Montieren, Prüfen, Etikettieren und Verpacken vorkonfiguriert aus einer Hand erhalten.

Die Maschinensteuerung basiert auf elektrischen und pneumatischen Komponenten und Modulen der Festo-Automationsplattform und ermöglicht so Durchgängigkeit auf der Angebotsseite: Die Produkte von Festo sind weltweit verfügbar und bieten offene Schnittstellen zu übergeordneten Steuerungen. Das Modul CPX-E-CEC von Festo stellt die Verbindung zur Prozessleitebene her. Damit ist es offen für Profinet oder, bei anderen Kunden in Europa, für Ethercat. Speziell für nordamerikanische Kunden ist das System aber auch mit dem Ethernet/IP-Modul erhältlich.

Die Standardisierung auf der Komponentenseite hat weitere Vorteile, die sich für Syntegon als Wettbewerbsvorteil erweisen: Eine schnellere Time-to-Market. „Dieser Trend zeichnet sich zunehmend in der Pharmaindustrie ab“, erklärt Andersen. „Zurzeit sind wir in der Lage, Systeme nach sechs bis neun Monaten zu liefern. Unser Ziel ist es jedoch, diesen Zeitraum auf drei bis sechs Monate zu reduzieren. Mit unserem auf Flexibilität und Agilität ausgerichteten Ansatz kommen wir diesem Ziel jeden Tag näher.“

Über den Autor
Autorenbild
Christopher Haug

International Trade Press Manager, Festo

Über die Firma
Festo SE & Co. KG
Esslingen
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